Wie geht es weiter ab April?

23. März 2017

Nachdem die Schließung des Studio Rex immer näher rückt, häufen sich die Anfragen, ob und wo ich ab April denn nun anzutreffen bin. Ihr habt ja Recht, es ist Zeit für ein Update!

Nach einer langen, frustrierenden und letzendlich erfolglosen Suche nach neuen Gewerberäumen gibt es gute Nachrichten. Ich habe mein Märchenschloss gefunden: eine opulente, barocke Privatwohnung, in der ich zukünftig ausgewählte Gäste empfangen werde. Noch besser gelegen als das Studio Rex, ganze zwei Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt. Kein SM-Studio mehr, damit auch weniger Spezialmöbel, trotzdem kreative Möglichkeiten für subtile bis gnadenlose Fesselungen und selbstverständlich meine Lieblingsspielzeuge im gewohnten Umfang. Das ganze in einem Ambiente, das euch den Atem rauben wird – Fotosessions werden folgen …

Daraus werden sich einige Veränderungen ergeben: Ich kann und werde in der Anzahl meiner Sessions ein wenig kürzer treten, stärker selektieren, mehr Zeit in andere Projekte investieren. Früher Feierabend machen. 😉 Die Adresse bleibt privat, also definitiv kein Empfang mehr ohne Termin. Wer eine Studio-Umgebung bevorzugt oder gern lauter werden möchte, als das in einem Wohnhaus störungsfrei möglich ist, den besuche ich gern in seinem Hotelzimmer, in einem Ferien-Appartment, in einem SM-Club oder in einem der umliegenden Domina-Studios – ich freue mich schon darauf, wieder öfter auch in ungewohnter Umgebung zu spielen. Vielleicht gehe ich auch endlich mal wieder auf Reisen zu befreundeten Kolleginnen in andere Städte … wir werden sehen, wohin die Wellen der Lust mich treiben. 🙂

Bis zum 31.3. sind noch Termine im Studio Rex möglich. Nicht mehr viele, aber es lohnt noch anzufragen. Am darauf folgenden Wochenende löse ich den Laden auf, lagere alles ein und bin erst mal gut zwei Wochen im wohlverdienten Urlaub. Nach Ostern, ab dem 18.4., öffne ich dann die Türen meines neuen Privatdomizils. Weitere Details werden folgen. Ich freue mich auf euch.

Verfassungsbeschwerde gegen das „Prostituiertenschutzgesetz“

21. März 2017

Oft werde ich gefragt, wie man mich unterstützen kann bei meinem Engagement für die Rechte von Sexarbeitenden (und für die Rechte unserer Gäste oder Geschäftspartner). Hier gibt’s eine wunderbare Gelegenheit!

Das neue Prostituierten-„Schutz“-Gesetz tritt zum 1.7.2017 in Kraft und wird die Rechte von Sexarbeiter*innen massiv einschränken.

Das Gesetz im Überblick

Neben einer stigmatisierenden Sonder-Registrierungspflicht für Sexworker, der Gefahr von Datenschutzverletzungen und Zwangsoutings, und massiver Hürden für uns, zukünftig selbstbestimmt in kleinen Zusammenschlüssen zusammenzuarbeiten, sind auch die Punkte interessant, die nicht nur uns betreffen: So wird das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Privatwohnung eingeschränkt, es sind also jederzeit behördliche Kontrollen möglich, falls dort der Sexarbeit nachgegangen wird. Der Verdacht reicht schon. Das könnte für sexuell aktive Frauen (egal ob sie dafür letztendlich Geld nehmen oder nicht) mit konservativen Nachbarn durchaus unangenehm werden.

In den Bundesländern, in denen die Polizei jetzt schon in Bordellen und Studios ein anlassloses Zugangsrecht hat, ist es mit der Intimsphäre von Sexworkern und ihren Kunden nicht weit her. Da wird auch mal in laufende Aktionen reingeplatzt und in Bayern auch mit der Taschenlampe nachgeleuchtet, ob der Kondompflicht nachgekommen wurde. Das ganze soll nun bundesweit eingeführt werden, auch in bisher grundrechtlich geschützen Privatwohnungen.

Gegen das ProstSchG bestehen erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken, die im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde geklärt werden müssen.

Ich werde zusammen mit Kolleginnen und Kollegen als eine der Beschwerdeführerinnen vors Bundesverfassungsgericht gehen um zu versuchen, das Gesetz zu kippen, oder wenigstens die schlimmsten Eingriffe in unsere Rechte abzuwenden.

Ein kompetenter Fachanwalt sitzt bereits dran und macht uns Hoffnung. Doch so ein Verfahren kann sich über Jahre hinziehen und kostet mehrere zehntausend Euro. Und hier seid ihr gefragt: Der „Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten“, Dona Carmen e.V., koordiniert die Arbeitstreffen und hat für die Anwaltskosten ein Spendenkonto eingerichtet.

Hilf uns Sexarbeiter*innen mit deiner Spende, für unsere Grund- und Menschenrechte zu kämpfen!

Solidaritätskonto Verfassungsklage gegen das ‚Prostituiertenschutzgesetz‘

Doña Carmen e.V.
IBAN DE44 5005 0201 1245 8863 61
BIC HELADEF1822
Frankfurter Sparkasse

Weitere Details bei Dona Carmen.

„Reitherrin Undine“ von P.

28. Januar 2017

Reitherrin Undine in Reitsteifeln, Reithosen und Reithandschuhen

Als praktizierender und leidenschaftlicher Masochist und Sub war mir der Besuch einer Herrin nach einem schweren Unfall kaum mehr möglich. Massive körperliche Schäden mit starken Funktionseinschränkungen und chronischen Schmerzen verhinderten dies scheinbar – zumal auch meine Manneskraft kaum mehr vorhanden ist. Ich hatte mich fast damit abgefunden, diesen süßen Schauer nie wieder erleben zu dürfen.
 
Dann bat ich Bizarrlady Undine um einen Termin.

Mich erwartete eine unfassbar schöne Frau mit Klasse, Eleganz und einem eleganten Stil gepaart mit einem zauberhaften Lächeln und einer warmen, vertrauensvollen Stimme.

Ich wurde so charmant behandelt, dass meine Angst und Unsicherheit sich sofort in ein wohliges, vorfreudiges Gefühl wandelten.

Nach einem ausfühlichen und professionellen Vorgespräch, in welchem sie all meine Probleme aufmerksam und wertschätzend aufnahm, verliess meine faszinierende Gesprächspartnerin Undine den Raum für einen Moment und kehrte zurück als eine phantastische dominante Reitherrin, wie ich sie mir in meinen kühnsten Phantasien nicht erträumt hatte. Weiterlesen »

„Tür zu einer neuen Welt“ von R.

16. Januar 2017

Meine erste Session mit Undine war für mich faszinierend und überwältigend zugleich. Eher zufällig war ich darauf gekommen, einen Termin mit ihr zu machen. Ich wollte gerne ein Rollenspiel mit Schwerpunkt Atemreduktion erleben. Da ich mich in diesem Bereich für erfahren hielt, gefielen mir Undines Anmerkungen und Fragen sehr gut: Sie weiß, wovon sie redet.

Die Session übertraf dann allerdings meine Erwartungen bei Weitem. Das schreibe ich aber durchaus doppeldeutig. Die Rolle, zu der ich Undine einen lockeren thematischen Ansatz geliefert hatte, spielte sie mit der Perfektion einer Schauspielerin. Ich fühlte mich vom ersten Moment nicht nur in die Story, sondern auch in ihren Bann gezogen. Es begann eine Reise, die mich die Realität vollkommen vergessen ließ. Weiterlesen »

Gewerbefläche in Hamburg/Sankt Georg gesucht

10. Januar 2017

Liebe Gäste, liebe Freunde,

ich habe lange über eine passende Einleitung nachgedacht, aber das macht die Sache nicht besser, also kann ich mich genauso gut kurz fassen: Das Studio Rex, eines der ältesten bestehenden Studios Hamburgs, wird Ende März schließen.

Unser Mietvertrag läuft nach insgesamt zehn Jahren aus und kann leider nicht noch einmal verlängert werden, da die Mieterin des gesamten restlichen Hauses sich weiter vergrößern möchte, und unser Vermieter dem verständlicherweise nachkommen wird.

Im Zuge dessen werde ich den Studiobetrieb aufgeben. Mit einer Neueröffnung in einer anderen Location müsste ich ohne Chance auf eine Übergangsregelung durch alle Reifen der neuen Bordellkonzessionierung springen – für einen kleinen Zusammenschluss von Kolleginnen ohne Gewinnabsicht an der Untervermietung ist das weder wirtschaftlich, noch habe ich Lust, zukünftig die Hurenpässe meiner Kolleginnen kontrollieren zu müssen.

Damit fällt ein entspannter Arbeitsplatz für selbstbestimmte Sexarbeiterinnen dem neuen „Schutzgesetz“ zum Opfer.

Derzeit suche ich also eine kleinere Gewerbefläche, in der ich allein meine Gäste weiter empfangen kann. Aber auch das gestaltet sich leider schwierig – ich war schon lange nicht mehr so geballt einer gesellschaftlichen Stigmatisierung ausgesetzt wie in den letzten vier Monaten, in denen ich auf Immobiliensuche bin. Kaum ein Vermieter will „so etwas“ in seinen Räumen haben. Nach Vorlage meines Betriebskonzepts und auf die Frage, was denn konkrete Bedenken wären, bekomme ich keine Antwort ausser den beliebten „ideellen Immissionen„: „Also, was ist denn das für eine Frage, das muss ihnen doch klar sein, dass so etwas den Wert des Gebäudes mindert. Da bin ich bestimmt nicht die einzige, die Ihnen das sagt“. Nein, ist die gute Frau nicht. Dass diese Stigmatisierung von vielen Menschen geteilt wird, macht es allerdings nicht besser, oder weniger schmerzhaft.

Da mein Blog doch recht viele Leser erreicht, stelle ich mein Gesuch nun auch hier ein. Ich bin über jeden Hinweis bezüglich sexarbeits-neutraler Vermieter zutiefst dankbar und freue mich, wenn mein Hilferuf weitergeleitet und verbreitet wird.


Die Eckdaten meines Gesuchs:

* ca. 50 – 70qm Gewerbefläche
* Büro/Praxis, ggf. auch Ladenlokal in B-Lage oder Souterrain
* Hamburg/St. Georg oder angrenzende Stadtteile
* Ab sofort bis Ende März oder auch später, falls verbindlich absehbar

Ich arbeite meist unter der Woche tagsüber, nur nach Terminvereinbarung und für meine Mitmieter störungsfrei. An einem entspannten Miteinander im Haus ist mir sehr gelegen, das war auch mit unseren derzeitigen Nachbarn und in der vorherigen Location meines Studios immer der Fall.

Ich möchte wieder einen langfristigen Mietvertrag eingehen und investiere gern in eine Renovierung und Umbauten wie Badezimmer oder Pantryküche.


Wer das Studio Rex-Team noch gemeinsam erleben oder unsere derzeitigen Räumlichkeiten besuchen möchte, hat dafür noch Zeit bis etwa Ende März. Wohin es meine Kolleginnen in Zukunft zieht, ist ungewiss – ich werde die Websites derjenigen weiter verlinken, die mich so lange begleitet haben und die weiterhin aktiv tätig sind, also kontaktiert sie im Zweifel selbst.

Auch wenn ich langfristig immer meine eigene Herrin sein will: sollte ich bis März keine passenden Räume gefunden haben, gibt es bereits mehrere Angebote für Übergangslösungen. Wozu hat man ein Netzwerk wunderbarer Kolleginnen! Ich bleibe meinen Gästen – und meinem Traumberuf – also auf jeden Fall weiter treu. Und ich halte euch auf dem laufenden.