Fragen an Undine

„Was Sie schon immer von und über Undine wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten.“ 🙂

In den Kommentaren zu diesem Eintrag könnt ihr mich fragen, was ihr wollt: Sachfragen zu BDSM, Fetisch und Sexwork, Ratschläge, Persönliches. Auch anonym (in dem Fall lasst die Absender-Felder leer und ich gelobe feierlich, mir keine IPs anzuschauen). Lediglich konkrete Session-Pläne möchte ich nach wie vor nur per e-mail schmieden.

Ich verspreche nicht, alle Fragen zu beantworten – bin aber garantiert niemandem böse dafür, eine Frage gestellt zu haben, die ich nicht beantworten möchte. Wer nicht wagt …

Ich bin gespannt!

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31 Kommentare zu “Fragen an Undine”

  1. Jörg sagt:

    Wie sind sie dazu gekommen Bizarrlady zu werden?
    Wann hat sich ihre dominante Ader entwickelt?

  2. higherheel sagt:

    Liebe Undine,

    das ist ein schönes Angebot.

    Was ich immer spanned finde, ist der Schritt, wie es Menschen geschafft haben, von der vielleicht nur privat/versteckt gelebten SM-Leidenschaft damit in die Öffentlichkeit zu wechwseln und als „Sexworker/in“ aktiv zu sein. Wie war bei dir der Prozess und die Resonanz von dir nahestehenden Menschen ?

    Beste Grüße
    higherheel

  3. Undine sagt:

    Ahoi Jörg und higherheel,

    das sind zwei nahe verwandte Fragen, deren ausführliche Beantwortung den Rahmen eines Kommentars sprengen würde, wie ich festestellen musste, als ich vorhin anfing zu schreiben. Ich mache daraus einfach in den nächsten Tagen einen neuen Blog-Artikel. Vielen Dank für die Inspiration!

    Beste Grüße,
    Undine

    Edit: Et voilà, Die Geschichte der U.

  4. Lazarus sagt:

    Hallo Undine,

    es ist Dir mit der „Geschichte der U.“, wieder einmal, gelungen, mich positiv zu überraschen.
    Einige Details kannte ich ja schon aus unseren Gesprächen, andere habe ich insgeheim vermutet.
    Ich verneige mich vor Dir.

    Liebe Grüße, Lazarus

  5. Tom sagt:

    Hallo Undine,

    Zunächst möchte ich meine Freude über diesen Blog zum Ausdruck bringen. Dieser Umfang an Informationen ist für mich eine echte Bereicherung.

    Weil es ein Thema ist, welches wohl nicht nur mich interessiert, möchte ich mich an dieser Stelle mit folgende Fragestellung einbringen:

    Unter anderem wecken deine Beine und Füße bei mir immer wieder gewisse Begehrlichkeiten; der davon ausgehenden Reize bist du dir wohl auch sehr bewusst 🙂

    Schuhe und High Heels sind in meinen Augen Akzente, welche die Schönheit von Füßen und Beinen unterstreichen und deren Reize verstärken. Die Akzentuierung, welche von verschiedenen Schuharten ausgeht, ist nach meinem Empfinden sehr unterschiedlich.

    In Vorbereitung auf eine Verabredung würde ich es informativ und interessant finden, wenn die dir zur Verfügung stehenden Schuhe in einer kleinen Galerie auf Deiner Homepage ausgestellt wären. Traumhaft wäre, wenn deine Füße in diesen Schuhen zu sehen wären 😉

    Ich bin gespannt, wie die Resonanz ausfällt.

    Gruß von Tom

    • Undine sagt:

      Hallo Tom,

      schön, dich auch hier zu lesen! 🙂

      Da sprichst du ja ein ganz schönes Projekt an. Ich rotiere meine Heels schneller durch (ewig halten die bei ständigem Tragen leider nicht) als ich eine Chance hätte, jeweils den kompletten Bestand aktuell darzustellen. Aber ich werde deine Anregung auf jeden Fall aufgreifen und zur nächsten Fotosession eine Extratasche Schuhe mitnehmen, um zumindest mal die Auswahl aufzustocken, die ich bisher bildlich festgehalten habe. Danke für das Feedback!

      Gruß,
      Undine

  6. Tom sagt:

    Hallo Undine,

    eine Aussage, die du vor geraumer Zeit hier im Blog gemacht hast, lautete „…nutze ich dann zu exzessivem Sport, der ohnehin nie schadet…“ (Der Duft der Frauen).

    In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, was für eine Sportart bzw. welche Sportarten es wohl sein werden, mit denen du dir die Zeit und ggf. auch überflüssigen Pfunde vertreibst.

    Wrestling, Kampfsport o.ä. kann ich mir bei dir überhaupt nicht vorstellen. Daher gehen meine -zugegebenermaßen sehr gewagten- Vermutungen eher in Richtung Ballett und Jogging.

    Möglicherweise gibt es in Zukunft ja mal Situationen, in denen das Wissen über deine Lieblingssportart(en) über den informativen Gehalt hinausgeht 🙂 Klärst du auf?

    Gruß

    Tom

    • Undine sagt:

      Hallo Tom,

      du liegst gar nicht so falsch. Tanz ja, aber orientalisch, meine Leidenschaft seit vielen Jahren. Derzeit vor allem ägyptischer Raqs Sharqi und Baladi mit traditionellen Wurzeln und ab und an orientalisch-moderne Fusion. Als Ergänzung Yoga, Pilates und gelegentliches Schönwetterjoggen.

      Beste Grüße,
      Undine

  7. Jorgo sagt:

    Hallo Undine,

    zu meinem Bedauern hast Du von der HP nicht wenige Deiner ausdrucksvollen Bilder entfernt. Meine Favoriten waren auch darunter. Werde ich mich möglicherweise in Kürze wieder über weitere Fotos von Dir erfreuen können? ;-))

    Herzliche Grüße
    Jorgo

  8. Undine sagt:

    Hallo Jorgo,

    huch, welche Bilder meinst du denn? Seit der Neugestaltung meiner Seiten im Februar sind eigentlich nur Bilder dazugekommen …

    Gruß,
    Undine

    • Jorgo sagt:

      Hallo Undine,

      habe Dank für die kurze Erörterung per Mail. Es ist alles OK. Meine Fragen sind beantwortet. Alles befindet sich an seinem Platz.

      Herzliche Grüße
      Jorgo

  9. Anonymous sagt:

    Hallo Undine,

    sehr schoene Website — sie ist interessant zu lesen. 🙂

    Eine Frage, die seit einiger Zeit in meinem Hinterkopf kreist, wie ist es, wenn Gaeste dir in einem anderen Kontext begegnen?
    Persoenlich halte ich meine privaten Vorlieben — zumindest derzeit — lieber strikt getrennt von meinem sonstigen Umfeld, was entsprechend zu einem unschoenen ignorieren und so-tun-als-wuerde-ich-die-Person-nicht-kennen Verhalten fuehrt. Das erzeugt negative Spannung (und ein unschoenes Gefuehl der Feigheit) und das ist etwas, womit ich mich in Zukunft auseinandersetzen werde. Aber das ist mein privates Problem.
    Was mich interessieren wuerde ist, wie ist es fuer dich, wenn dich Gaeste ausserhalb des Studios nicht ‚kennen‘, oder mal ‚kennen‘ und mal nicht (je nach Umfeld), oder dich erst nicht ‚kennen‘ und dann ploetzlich gruessen?

    Viele Gruesse

    (im Geiste dieser Nachricht sende ich sie mal anonym)

    • Undine sagt:

      Vielen Dank für das Kompliment!

      Wenn ich einem meiner Gäste in anderem Kontext begegne, gehe ich meist einfach auf seine Art der Interaktion ein – wenn er mich grüßt, grüße ich zurück, wenn er mich ignoriert, lasse ich mir auch nicht anmerken, dass wir uns kennen. Ich nehme das nicht persönlich – als Profi biete ich im Studio höchste Diskretion, und das erstreckt sich selbstverständlich auch auf zufällige Begegnungen an anderen Orten.

      Was mich tatsächlich nervt, sind Leute, die versuchen, mit mir ein Session-Vorgespräch zu führen, wenn sie mich zufällig privat treffen. Aber dieses Schicksal teile ich vermutlich mit Anwälten, Ärzten und ITlern, mit denen auch gern jeder nur mal eben ganz kurz ein winziges Problemchen kostenlos besprechen möchte …

      Gruß,
      Undine

  10. AV sagt:

    Hallo Undine,

    nochmals Kompliment für die Website — ich find sie interessant zu lesen, insbesondere die Antworten auf die Fragen. Ich hab die Texte hier mal etwas im Hinterkopf kreisen lassen und bei mir haben sich ein paar Fragen ergeben, die zwar sehr heterogen sind … die ich aber dennoch in einem Kommentar Posting fragen würde (sorry wenn ein paar Fragen etwas indiskret sind — ich bin neugierig):

      * Beim Lesen der „Geschichte der U“ habe ich etwas den Eindruck, als hättest du deine gesamte (berufliche) Energie darauf aufgewendet, in dem Bereich, der dir privat Spaß macht, beruflich erfolgreich zu sein. Und es ist dir — von außenstehender Wahrnehmung aus gesehen – auch geglückt, was ich beeindruckend finde. Es wirkt wie Leidenschaft konsequent gefolgt, was man nicht häufig findet. Wie sieht das im Alltag aus? Mal abgesehen von den (hoffentlich) wenigen Idioten die es immer gibt, wenn man einen „Beruf mit Menschen“ hat, wie ist die Berufszufriedenheit? Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass du einen Job hast, bei dem du einzelne Individuen sehr glücklich machst und ihnen ein paar interessante Anregungen mitgibst — also ein Job mit einem direkten, praktischen positiven Einfluss auf das Leben anderer. Wie glaubst du wäre dein Job geworden, wenn du im von dir studierten Bereich geblieben wärst (z.B. in der akademischen Forschung), wo der Einfluss auf das Leben anderer vermutlich eher … indirekt gewesen wäre und es eher ein … vielleicht gegen Epsilon gehender Einfluss auf den Wissensgewinn der Menschheit gewesen wäre? Was wären aus der jetzigen Perspektive die Vor- und Nachteile des … hmmm, Weges gewesen, den du nicht genommen hast? Denkst du gelegentlich über die nicht genommene Möglichkeit nach? Und falls ja, was ziehst du für Schlussfolgerungen draus?
      * In einem Buch namens „The Diamond Age or: A Young Lady’s Illustrated Primer“ von Stephenson gab es eine interessante Stelle: „Miss Braithwaite acted the scene as suggested, making up more florid dialogue as she went along. Watching the bio readouts, Nell could see that Colonel Napier was just as scared and excited, now, as he had been on his very first visit to Madame Ping’s several years ago (they kept records). They were making him feel young again, and fully alive.“ Ohne jetzt in sicherheits- und datenschutzrelevante Aspekte einzudringen, aber — führst du Aufzeichnungen über deine Gäste? Ich meine weniger biographische Details für eine mögliche Autobiographie, sondern eher Informationen über Vorlieben, Abneigungen und Tabus, die für folgende Sessions hilfreich sein könnten? Falls ja, welche Kategorien existieren und was ist üblicherweise gespeichert? Was ist praktisch nützlich zu wissen, was kontra-intuitiverweise eher nicht? Oder verlässt du dich auf dein Gedächtnis und — sofern die Kommunikation über eMails gelaufen ist — auf dein eMail-Postfach?
      * In einer interessanten Folge von „Penn & Teller’s Bullshit“ ging es um Prostitution. Penn und Teller kamen zu dem Schluss, dass Prostitution wie jeder andere Job zu sehen ist, und das Problem nicht die Tätigkeit ist, sondern das Abschneiden auf einer Reihe von Kritieren, die man bei jedem Job anlegen kann. Bei einigen Formen der Prostitution ist das Ergebnis sehr negativ (human rights violation, extreme danger, disease, exploitation, slavery), bei anderen dagegen nicht (no human rights violation, safe, frequent medical exams, no exploitation, choice). Wie würdest du die Situation im professionellen BDSM-Bereich in Deutschland sehen? Was ist deine Einstellung dazu?
      * Hast du einmal überlegt ein paar grundlegende How To’s online zu stellen? Es gibt zwar zig Bücher über BDSM, von denen einige auch recht interessant sind, aber ich meine wirklich Grundlagen. Zum Beispiel habe ich vor kurzem mal meine Beine rasiert und Herrenstrumpfhosen ausprobiert. Sowohl was Beine rasieren betrifft (was überraschend schwierig ist, aber mit einem Latex-Bettlaken, einer Bambus-Schüssel und einem Naturschwamm auch auf dem Bett geht, einen gewissen ästhetischen Wert hat und überraschend viel Spaß macht) als auch was Strumpfhosen betrifft, fehlen mir ein paar Infos, im Sinne von Tipps wie’s einfacher geht oder Hinweise was Spaß machen kann (bin z.B. was positiv überrascht worden von der Wirkung von eher kalten Body-Milk auf frisch rasierte Beine, haut einen was durch die Decke).
      * Du hattest geschrieben, dass du dir früher mal vorgestellt hattest, den Beruf einer Kurtisane auszuüben. Vielleicht eine etwas philosophische Frage — siehst du die Möglichkeit, dass es in der westlichen Gesellschaft irgendwann mal (wieder?) den Beruf einer Kurtisane gibt (im Sinne einer Mischung aus Prostituierten/Muse/Maîtresse), der gesellschaftlich anerkannt ist? À la der fiktionalen Hauptfigur in „Dangerous Beauty“ oder einer Companion in „Firefly“? Eventuell sogar mit einer formellen standardisierten Ausbildung? Und wäre das eine wünschenswerte Entwicklung?

    Hmm, das waren glaube ich die Fragen, die im Hinterkopf gekreist sind. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Viele Grüße

    AV

    • Undine sagt:

      Hallo AV,

      wow, vielen Dank für deine Fragen. Dann mal der Reihe nach:

      Wie glaubst du wäre dein Job geworden, wenn du im von dir studierten Bereich geblieben wärst (z.B. in der akademischen Forschung), wo der Einfluss auf das Leben anderer vermutlich eher … indirekt gewesen wäre und es eher ein … vielleicht gegen Epsilon gehender Einfluss auf den Wissensgewinn der Menschheit gewesen wäre? Was wären aus der jetzigen Perspektive die Vor- und Nachteile des … hmmm, Weges gewesen, den du nicht genommen hast? Denkst du gelegentlich über die nicht genommene Möglichkeit nach? Und falls ja, was ziehst du für Schlussfolgerungen draus?

      Was wäre wenn-Fragen sind natürlich immer schwer zu beantworten, aber ich versuche es mal. Ich habe zwei sehr gegensätzliche Facetten. Ich liebe den Umgang mit Menschen, ich konnte mich aber auch immer problemlos für Wochen und Monate in meinem Labor vegraben und mich in meine Forschung vertiefen. Hätte ich mich für die Naturwissenschaft entschieden, wäre ich vermutlich auch damit glücklich geworden. Heute lebe ich diese Facette als Hobby aus: Ich habe immer mindestens ein internes „Forschungsprojekt“ laufen, ein Thema, über das ich tonnenweise Bücher wälze, lerne, praktiziere, mich austausche, bis ich Monate oder Jahre später das Gefühl habe, dieses Thema zu meiner Befriedigung durchdrungen und verstanden zu haben. Dann integriere ich die Essenz dieses Wissens und Könnens und wende meinen Fokus einem neuen Interesse zu. Davon abgesehen halte ich auch nach wie vor Kontakt zu universitären Einrichtungen, besuche Kolloquien und interessiere mich für interdisziplinäre Forschung.

      Würde ich diese Facette beruflich ausleben, dann hätte ich in meiner Freizeit vermutlich noch mehr Zeit für SM. 😉

      Aber alles in allem bin ich mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Menschen unmittelbar glücklich zu machen ist schon enorm befriedigend, und es bleibt mir durch meine Selbständigkeit auch viel Zeit und Energie für das Ausleben anderer Interessen.

      Ohne jetzt in sicherheits- und datenschutzrelevante Aspekte einzudringen, aber — führst du Aufzeichnungen über deine Gäste? Ich meine weniger biographische Details für eine mögliche Autobiographie, sondern eher Informationen über Vorlieben, Abneigungen und Tabus, die für folgende Sessions hilfreich sein könnten? Falls ja, welche Kategorien existieren und was ist üblicherweise gespeichert? Was ist praktisch nützlich zu wissen, was kontra-intuitiverweise eher nicht? Oder verlässt du dich auf dein Gedächtnis und — sofern die Kommunikation über eMails gelaufen ist — auf dein eMail-Postfach?

      Letzeres: Gedächtnis und e-mails (oder Briefe – es gibt Menschen, die schreiben mir tatsächlich Briefe! Mit der Hand! Die hebe ich natürlich auch auf). Sonst führe ich, abgesehen von einem Kassenbuch ohne jegliche Hinweise auf die Identität des jeweiligen Besuchers, keinerlei weitere Aufzeichungen.

      In einer interessanten Folge von “Penn & Teller’s Bullshit” ging es um Prostitution. Penn und Teller kamen zu dem Schluss, dass Prostitution wie jeder andere Job zu sehen ist, und das Problem nicht die Tätigkeit ist, sondern das Abschneiden auf einer Reihe von Kritieren, die man bei jedem Job anlegen kann. Bei einigen Formen der Prostitution ist das Ergebnis sehr negativ (human rights violation, extreme danger, disease, exploitation, slavery), bei anderen dagegen nicht (no human rights violation, safe, frequent medical exams, no exploitation, choice). Wie würdest du die Situation im professionellen BDSM-Bereich in Deutschland sehen? Was ist deine Einstellung dazu?

      Ohne die Sendung gesehen zu haben kann ich dem, was du beschreibst, vollumfänglich zustimmen. Sexwork kann unter völlig unterschiedlichen Umständen und mit diversen Motivationen praktiziert werden und ist dementsprechend mehr, weniger oder überhaupt nicht belastend für die jeweilige Anbieterin, oder umgekeht ein mehr oder weniger großer Quell von Freude, Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung.

      Ich kann unmöglich für die deutsche Profi-Szene sprechen, aber von den Kolleginnen, die ich gut genug kenne, um das beurteilen zu können, üben ausnahmslos alle ihren Job selbstbestimmt aus und ziehen aus der Tätigkeit für sich mehr als nur ihr Einkommen. Ich habe auch schon mit Frauen gesprochen, deren Einstieg unter emotionalem oder physischem Druck eines Zuhälters stattfand, die dann aber, nachdem sie sich aus dessen Einfluss befreit hatten, sich selbstbestimmt entschieden haben, ihr Geld weiterhin mit Sexwork zu verdienen, und damit inzwischen zufrieden sind (was die von dir zitierte These bestätigt).

      Persönlich kenne ich keine Kollegin, die widerwillig tätig ist oder glaubt, keine andere Wahl zu haben, was auch immer man aus dieser Information für die Gesamtheit der Szene schließen möchte.

      Hast du einmal überlegt ein paar grundlegende How To’s online zu stellen? Es gibt zwar zig Bücher über BDSM, von denen einige auch recht interessant sind, aber ich meine wirklich Grundlagen.

      Ich habe hier ja eine Rubrik für „Einsteiger-Tipps“ und nehme entsprechende Anregungen gern entgegen. Möglicherweise sind mir viele „wirkliche Grundlagen“ schon zu lange zu selbstverständlich, um sie überhaupt als Problemstellung wahrzunehmen, also nur zu!

      Du hattest geschrieben, dass du dir früher mal vorgestellt hattest, den Beruf einer Kurtisane auszuüben. Vielleicht eine etwas philosophische Frage — siehst du die Möglichkeit, dass es in der westlichen Gesellschaft irgendwann mal (wieder?) den Beruf einer Kurtisane gibt (im Sinne einer Mischung aus Prostituierten/Muse/Maîtresse), der gesellschaftlich anerkannt ist?

      Ich glaube nicht dran, lasse mich aber gern positiv überraschen.

      Beste Grüße,
      Undine

  11. AV sagt:

    Hallo Undine,

    vielen lieben Dank für die Antwort. Sorry bezüglich der Länge der Fragen — 10-Finger-Schreiben + Neugier ist online nicht immer eine gute Kombi 😉
    Hmmm, private Projekte sind schon ein guter Weg, das nicht gewählte Interesse zu befriedigen, und hat den Vorteil, dass man frei seinem Interesse folgen kann und nicht an organisatorische Rahmenbedingungen gebunden ist. Und wenn man sich auf ein Interesse erst einmal konzentriert bis man in dem Themenbereich so weit Fuß gefasst hat, dass man das Thema vom Boden bekommt, bevor man sich dem nächsten Thema zuwendet, bleibt man auch kein ewiger Dilletant. Hmmm, gute Lösung und vielen Dank für die interessante Beschreibung. 🙂
    Hmmm, Briefe schreiben macht ja auch Spaß — es ist schon etwas anderes, wenn der Absender das selbe Dokument in den Händen gehalten hat. Ich habe früher in anderen Kontexten gerne Briefe verschickt — leider kommen Briefe bei den meisten Personen eher als Anachronismus an und werden dann skeptisch gesehen. Schade, man kann mit Briefen einige schöne Sachen machen, aber das wird vermutlich mit der „älteren“ Generation verschwinden.
    Danke auch wegen der Informationen bezüglich Aufzeichnungen und Sex-Work — beides beruhigend zu hören 🙂
    Was Basics betriff — eine Frage, die vielleicht nur marginal mit BDSM zu tun hat und vermutlich in diversen Teenie-Magazinen beantwortet wird (nicht meine Literatur, aber Google hat auch einiges): Was gibt’s beim Beine rasieren zu beachten und wie geht man am besten mit schwierigen Stellen um (Kniekehlen, Pobacken)? Und, wo es vermutlich über allgemeine Quellen hinaus geht, was gibt es für interessante Stimuli für frisch rasierte Beine in sensation play? Was Strumpfhosen betrifft bin ich inzwischen bei Leggings gelandet, die sind stabiler (mist Laufmaschen!) und ziehen nicht an den Füßen, aber falls es da was gibt, bin ich neugierig.
    Was mir noch einfällt nachdem ich das Posting mit den … eher an Telefonsex interessierten Anrufern gelesen habe — was ich immer gut und hilfreich fand waren Hinweise für Erstbesucher. Wobei hier vor allem Sinn für Humor/Selbstironie beruhigend wirken — egal wie ein worst case im Kopf aussieht, wenn man der Person neben Professionalität Humor/Selbstironie zutraut, ist alles halb so schlimm. Hmmm, aber vielleicht wäre eine Serie à la „Träume/Phantasien wahr werden lassen“ interessant. Du hattest schon mal so was in der Richtung geschrieben bezüglich „aktiv sein wollen ohne Erfahrung aber mit Machtgefälle = schlechte Idee“, was müssten die „Scherzanrufer“ machen/worauf müssten sie sich einstellen/wovon müssten sie sich verabschieden, wenn sie ihre Befriedigung aus der Tätigkeit ziehen wollten und nicht aus reinem drüber reden? Zieht vielleicht was Unterhaltungswert, ist aber vielleicht auch interessant (weniger für die Anrufer als eher für Personen, die mit ähnlichen Phantasien spielen und zum reinen Phantasieren keinen Gegenüber brauchen ;-)).
    Was die Zukunft des Berufs betrifft, so lange es nicht Schweden wird, bin ich beruhigt. Schade finde ich die Doppelstandards aber auch — wobei ich mich davon auch nicht frei machen kann.

    Viele Grüße & vielen Dank

    AV

  12. Roland sagt:

    Hallo Miss Undine
    Sind Sie auch mal in der Schweiz zu Besuch? Ich finde Sie sehr, sehr schön. Leider habe ich zu wenig Zeit für eine Reise nach Hamburg. Hier in der Schweiz möchte ich gerne längere Zeit Ihr Eigentum sein.

  13. Gregor sagt:

    Eine Frage: Verabreichst du auch Kaviar ab Quelle? Hab dazu nicht konkretes auf der Homepage gefunden…

    • Undine sagt:

      Ah, das ist in der Tat eine gute Frage und scharf beobachtet. Also: Grundsätzlich ja, aber nicht verbindlich buchbar – ich nehme entsprechende Wünsche gern zur Kenntnis und setze sie um, wenn’s denn in der entsprechenden Session spontan „sein muss“. Spezielle Vorbereitungen diesbezüglich sind nicht meins. Für Spiele mit KV als notwendigem Element bzw. Schwerpunkt gibt es also Ansprechpartnerinnen, die sich zeitlich (und inhaltlich ;)) besser im Griff haben als ich.

  14. Tim Laab sagt:

    Meine Freundin möchte mir gerne die hoden abbinden . gibt es eine Anleitung ( mit Bilder wenn möglich )
    und manchmal sind meine Eier von vornherein schon fest und zusammengezogen , wie bringe ich sie zum hängen ?
    Danke freue mich schon auf die Antworten 🙂

  15. Andy sagt:

    Hello Undine,
    I was wondering if you do caviar/KV – as you have the most magnificently delectable, rounded bottom I have seen, and to submit to you as such would be the highest honour
    Thanks, Andy

  16. Anonymous sagt:

    Guten Tag

    Vorab, ich habe keinerlei Vorerfahrung zu dem Thema oder Umgang mit Dominas also bitte ich einen etwaige unverfrohren erscheinenden Tonfall zu entschuldigen. Sollte dem so sein, so ist dies nicht beabsichtigt.
    Ich bin Italiener, wohne also nicht in Deutschland.
    Kurz wie kam ich auf sie. Ich habe sie in auf RTL2 in den Nachrichten gesehen zur derzeitigen politischen Debatte um ihr Gewerbe.
    Meine Frage: Wie kann ich vorab erkennen ob eine Dame legal arbeitet oder nicht?
    Ich danke für ihre Antwort.

    mfG

    • Undine sagt:

      Sicher erkennen kannst du das gar nicht, das ist ja die Crux an dieser blödsinnigen Idee, Kunden von „Zwangsprostituierten“ zu belangen.

      In Extremfällen kann es sein, dass eine Frau eingeschüchtert und apathisch wirkt und zu allem ja sagt, ohne zu verhandeln. Das kann aber genauso gut ein Hinweis zum Beispiel auf Drogenkonsum sein oder auf ein anderes Problem, das nichts mit einer Straftat zu tun hat. In anderen Extremfällen sind Spuren körperlicher Misshandlungen zu sehen (wenn wir nicht von passiv arbeitenden Sadomasochistinnen ausgehen, die durchaus auch mal einvernehmlich ein paar blaue Flecken haben können). In den meisten Fällen wird die Frau aber aus denselben Gründen, die sie in ihrer Zwangslage halten, auch motiviert sein, diese gegenüber ihren Kunden zu verheimlichen.

      Im konkreten Verdachtsfall wendest du dich am besten direkt an eine seriöse Hilfsorganisation für Menschenhandelsopfer (zum Beispiel an Koofra oder In Via). Leider gibt es auch weniger seriöse „Hilfsorgansationen“. Mission Freedom oder Solwodi sind beispielsweise fundamental christlich und offen prostitutionsfeindlich.

  17. Stefan sagt:

    Hallo Undine,
    in den Erahrungsberichten deiner Kunden kann man lesen, dass du diese per Schenkelklemme dominieren kannst, indem du ihren Kopf zwischen deinen herrlichen Oberschenkeln mit Kraft einklemmst. Dazu wollte ich dich einmal fragen, ob das für dich eine andere Art der Kontrolle ist, da die Domianz durech deine Muskelkraft körperlicher ist und durch die Position eventuell gar intimer? Wie fühlt es sich für dich an, wenn du den Kopf eines Mannes bzw. ihn selbst durch Quetschen dominierst und ihn somit quasi ohne Hilfsmittel und ganz direkt deine Kraft spüren lässt? Ist eine andere Art Gefühl und der Körperlichkeit als z.B. Spanking?
    LG Stefan

    • Undine sagt:

      Hallo Stefan,

      ich mag den direkten Körperkontakt und alle Formen des „Rough Body Play“ sehr gern, es gibt aber auch viele andere Spielarten, die ich spannend finde – es kommt mir in erster Linie auf mein Gegenüber und dessen Reaktionen an. Mit einem Spanking-Liebhaber macht mir Spanking mehr Spaß und einen Bondage-Fan erreiche ich eher durch Bondage – Praktiken sind für mich Mittel zu Zweck, Gefühle und Reaktionen auszulösen, selten Selbstzweck.

  18. G. sagt:

    Das hast du schön gesagt, Undine (:-)

  19. Kürass sagt:

    Es könnte eine eigenartige Frage sein, aber bist du eigentlich Synästhetikerin? 😀

    • Undine sagt:

      Leider nicht, aber es ist ein spannendes Phänomen. 🙂

      • Kürass sagt:

        Ach, schade! 🙂 Ich bin durch Zufall wieder auf das Thema gestoßen und nun lässt mich der Gedanke an Synästhesie bei Schmerzempfinden nicht mehr los. Ich habe Farben für Zahlen, Buchstaben, Wochentage und Monate, aber bei Schmerz habe ich bisher nicht so darauf geachtet. Aus irgendeinem mir völlig unerklärlichen Grund schlug mein Gehirn dann die Verbindung von Schmerz zu dir 😀 und ich dachte, ich frage mal nach – hätte ja sein können, dass du dazu bereits ganze Abhandlungen verfasst hast ;).

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