Tutorial: Schwanzbondage

Die Basis für CBT (Penis- und Hoden-„Folter“) aller Art: Eine sichere Bondage. Für ernstzunehmendes Ballbusting (Tritte) oder mehr als angedeutete Schläge im männlichen Genitalbereich ist eine Bondage mindestens des Hodensacks sogar eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, da so das Risiko für ein Verdrehen der Samenleiter oder eine Verlagerung der Hoden in den Bauchraum minimiert wird.

Auch bei autoerotischer Betätigung (das ist das, was du tust, während du dir ausmalst, was deine Lieblingssadistin wohl beim nächsten Besuch mit dir anstellen könnte) ist eine solche Bondage eine feine Sache, daher ist diese Anleitung nicht nur für Kolleginnen interessant.

Die Risiken vorweg: Bei einer strammen Genitalbondage ist die gespannte Haut des Hodensacks sehr empfindlich, es kann schon bei wohldosierten Spielen z.B. mit Klammen, Spikes oder dünnen Schlaginstrumenten zu kleinen, blutenden Hautrissen kommen. Diese sind zwar an sich meist harmlos, können aber natürlich wie jede Verletzung ein Infektionsrisiko darstellen, falls die verwendeten Instrumente nicht steril waren und/oder sich anschließend nicht für den weiteren Gebrauch sterilisieren lassen. Hier also immer deutlich sanfter einsteigen als bei einem frei baumelnden Geschlecht, die ebenfalls erhöhte taktile Sensibilität der Haut gleicht das ohnehin aus.

Achte auf Temperatur und Farbe insbesondere des Hodensacks! Sollte er sich dunkel verfärben oder sich kühl anfühlen (und durch eine mehr oder weniger nette „Massage“ der einen oder anderen Art auch nicht wieder auf Temperatur kommen), sollte die Bondage gelöst werden, bis das Gewebe sich erholt hat. Im Zweifelsfall dieselbe Regel wie bei der Verwendung von Klammern einhalten und nach etwa zwanzig Minuten eine Pause einlegen.

Bei Nadelspielen spätestens vor dem Entfernen der Nadeln die Bondage lösen, es sei denn das aufgrund des Blutstaus beim Herausziehen der Nadeln entstehende Blutbad ist Teil der Inszenierung. In diesem Fall: Papiertücher bereithalten!

Für die Bondage brauchst du: einen elastischen Nylonstrumpf (zum Beispiel einen Nylon-Kniestrumpf oder das Bein einer Strumpfhose, bei langen halterlosen Strümpfen solltest du den Spitzenrand oben abschneiden) und unbedingt eine Listerschere zum sicheren Entfernen der Bondage, da Knoten in Nylonstrümpfen oft schwer bis gar nicht wieder zu öffnen sind.

Grundsätzlich lässt sich die Bondage natürlich auch mit nicht-elastischen Bändern und Schnüren durchführen, das ist Geschmackssache – ich persönlich finde Nylonstrümpfe gut zu verwenden, sie schneiden weniger ein als eine dünne Schnur und im Gegensatz zu dickeren Seilen bleiben die Knoten klein und drücken nicht.

Nun zur Anleitung, Schritt für Schritt.

Schwanzbondage, Schritt 1 und 2

1. Führe den Strumpf von unten hinter dem Hodensack um die Peniswurzel.

2. Verknote den Strumpf einmal stramm oben am Penisansatz. Er sitzt nun wie ein Cockring und wirkt auch ähnlich erektionsfördernd, da er den Blutabfluss durch die näher an der Hautoberfläche gelegenen Venen behindert, den Zufluss durch die tiefer liegenden Gefäße dagegen nicht.

Schwanzbondage, Schritt 3 und 4

3. Führe den Strumpf vor dem Hodensack um den Penisansatz nach unten. Diese Wicklung kann auch dazu dienen, den Rand eines zuvor angelegten Kondoms festzuhalten, falls es sonst aufgrund besonderer anatomischer Gegebenheiten dazu neigen könnte abzurutschen.

4. Nun wird der Strumpf um den Ansatz des Hodensacks nach hinten gezogen …



Schwanzbondage, Schritt 5 und 6

5. … und dort verknotet.

6. Dieser Schritt ist optional und nur sinnvoll, wenn die Haut des Hodensacks noch nicht bereits straff gespannt ist: Führe ein Ende des Strumpfes zwischen den Hoden nach vorn und fädle es einmal vorsichtig durch die Schlaufe um den Hodensack. Da du seitlich entweder rechts oder links am vorderen Knoten vorbei musst, wird diese Wicklung asymmetrisch – wähle hierbei die Seite des jeweils größeren Hodens, da es dort weniger wahrscheinlich ist, dass der Strumpf seitlich über den Hoden abrutscht.

Schwanzbondage, Schritt 7 und 8

7. Verknote die beiden Enden des Strumpfes unten zwischen den Hoden.

8. Die Restenden kannst du nun zu einer Schlaufe binden, um hier Gewichte einzuhängen oder das Genital samt garantiert folgsamem Träger daran sicher zu fixieren.

Tipps und Variationen:

Die gezeigte Bondage zieht beim Einhängen von Gewichten den Hodensack nach unten in die Länge. Das ist oft ein gewünschter und mehr oder weniger „angenehmer“ Effekt. Bei kleinen Hoden, eher lockerer Bondage und/oder schweren Gewichten kann das allerdings auch dazu führen, dass der Strumpf über die Hoden nach unten abrutscht, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders liegt. In diesem Fall sollte das Gewicht so eingehängt werden, dass es die komplette Schwanzwurzel hinter dem Hodensack belastet und nicht nur die Schlaufe um den Hodensack selbst, und somit diese Schlaufe nicht abrutschen kann. Das ist mit folgenden Variationen möglich:

  • Die Bondage belassen, wie sie ist, das Gewicht aber in die bei Punkt 2. verknotete „Cockring“-Schlaufe einhängen.
  • Oder: Nach Punkt 5. den Strumpf noch einmal wie bei Schritt 1. hinter dem Hodensack um die Peniswurzel nach oben ziehen, dort überkreuzen, zurück nach unten führen und dort ein weiteres mal verknoten. Somit ist die Schlaufe um den Ansatz des Hodensacks auch hinten gesichert und kann nicht mehr nach unten abrutschen. Dann weiter mit Punkt 6.

Mit etwas Übung ist die Schwanzbondage in 30 Sekunden gewickelt.

Ich wünsche viel Vergnügen beim Ausprobieren!

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20 Kommentare zu “Tutorial: Schwanzbondage”

  1. peter sagt:

    …glaube, werde zum üben mal vorbei kommen…was ohnehin höchste zeit wird – nach dem wiederholten anschauen Deiner äußerst einladenden und niveauvollen seite… :-))grüße peter

  2. Chris sagt:

    Geile sache danke euch für die info,,,, geeiler orgassmus 😀

  3. Jörg sagt:

    Guten Abend,

    eine wirklich schöne Anleitung. Schade nur, dass ich sie nicht umsetzen kann :-/ Ich habe nur einen Hoden, daher fallen Schritte 6, 7 und 8 schon mal weg.

    Mit den anderen mal experimentieren 🙂

  4. kareem sagt:

    ich find bild 6 und die beschreibung sehr schwer und steig da nicht ganz durch… kann mir da einer helfen

  5. kareem sagt:

    oder könnten sie ein video davon machen?

  6. B.v.T sagt:

    Ich lese und lese, stoppe nun auch hier.
    So bekenne ich mich nun, trotz rechzeitiger Operation, nach einem früheren K1-Unfall (Tief“tritt“), in manchen Praktiken und Spielen in unserem SM-Kontext zumindest temporär ein Kandidat gem. „Abs.1/letzter Term“ zu sein.

    Ich habe bislang dieses Thema unter jenem Aspekt noch nie betrachtet, stattdessen, nach schmerzhaften Erfahrungen, eine derartige, res. andere, weit nicht so professionelle Schnürung gemieden, bzw. versucht abzuflehen. Denn das blitzartige „Flüchten“, was früher bei nonverbalen Diskussionen auf der Straße von Vorteil war – und man(n) kann dieses trainieren – zog mir in besinnlich dunklen Räumen so manches mal sprichwörtlich den Boden unter mir weg, das Spielchen musste pausiert, wenn nicht sogar abgebrochen werden.

    Somit ist gar nicht auszudenken, welchen Lust-Gewinn, bzw. -Verlängerung ich evtl. so bislang entbehrt habe! (nicht CBT, damit bin ich final durch!).

    Ich danke Ihnen wirklich für diese informative Bereicherung!
    Ich werde es gleich ausdrucken und neben die Schlipsknoten-Anweisung in den Schrank hängen – Selbstversuch nicht ausgeschlossen, oder ich hole mir externe Hilfe!

    Nein, das, wie alles in Ihrem Blog/HP, ist sehr kompetent, sachlich und meist süffisant-verführherrisch beschrieben!

    Ich glaube, ich muss mich von Ihnen fernhalten, kann aber nicht abschätzen, ob Sie mich nach letztem Do (http://bdsm-hypnose-seminar.de/) schon längst ein wenig in Ihren Fängen halten… :-))
    Na, ich lese mal weiter!
    IHR B.

  7. Anonymous sagt:

    Wie viel gewicht nehmt ihr

  8. andreas sagt:

    super bondage allein das enge gefühl,bis zu 3kg

  9. Undine sagt:

    Ich würde pauschal dazu keine Aussage machen – langsam anfangen, langsam steigern, auf den eigenen Körper hören. Ich habe auch bereits mehrere Kilogramm an Hodensäcke gehängt, allerdings nicht mal eben so bei jemandem, der damit unerfahren war.

  10. Andy sagt:

    Hallo Lady Undine,

    ich habe das schon zig-mal geübt. Aber irgendwie mach ich da was falsch, es schaut selten so aus wie auf Ihrer „Anleitung“. Nehmen tu ich dazu ein 1,5 mm dünnes/dickes Lederbändchen (Nylon ist nicht so meins – aber Leder um so mehr….) Was auch noch dazu komm: Scheinbar ist die, hm, ich nenne es mal „persönliche Hemmschwelle“ bei mir wohl etwas ausgeprägter, denn ich trau mich einfach nicht, die Bondage ordentlich stramm zu ziehen wie ich es mir eigentlich wünschen würde. Ich vermute mal, daß das eine geübte Domina sicher besser drauf hat.

    LG aus BaWü. Andy

  11. Jens sagt:

    Schöne Anleitung und klappte bei mir sofort.Wozu dafür teuere Spielsachen kaufen. Hab sie statt mit Strumpf mit Schnur gemacht.Vielleicht sollten andere erstmal mit einer Schnur übenda diese übersichtlicher ist als ein Strumpf.
    LG aus Bremen

  12. Sklave Paul sagt:

    Hallo zusammen, meie Herrin nimmt dafür Schnürsenkel und Gewichte bis 500 Gramm für 1 Stunde, ein unbeschreibliches Gefühl !

  13. beauthentic69 sagt:

    Hallo Lady Undine,

    vielen Dank für die super Anleitung. Habe als FSH Feti noch vorher eine Strumpfhose über den Schwanz und die Eier gestülpt. Sehr schönes Gefühl.

    LG aus dem Ruhrgebiet

  14. sklave_marc sagt:

    hallo

    danke für die tolle beschreibung.
    mich würde auch sehr interessieren wie die hoden seitlich oder über dem schwanz abgebunden werden können.
    würde mich über ein tipp sehr freuen. vielen dank

  15. flixus sagt:

    Mir gefällt besonders die Gewicht-Empfehlung am letzten Bild 😀

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