„Mein erstes Mal: Hypnose“ von xdresserhh

Ich war neulich zum ersten Mal in meinem Leben in einem BDSM-Studio und zwar dem Studio Rex in Hamburg, bei der wundervollen Lady Undine. Mein Erlebnis als vollkommener Neuling möchte ich hier gern teilen. Ich habe selbst vorab unzählige solche Berichte gelesen und fand diese sehr hilfreich als Orientierung.

Gesucht hatte ich, wie sicherlich die meisten, einen Weg, gewisse Vorlieben einmal ausleben zu können die sich sonst nicht oder kaum verwirklichen lassen. In meinem Fall ist es so, dass ich einen ziemlich ausgeprägten Fetisch für Hypnose habe, was mich letztlich zu meiner Entscheidung bewogen hat, mich an Undine zu wenden. Wie sie sich und ihre Arbeit im Internet präsentiert sprach mich besonders an, alles wirkte professionell und nicht so billig-schmuddelig wie ich es vorurteilsmäßig befürchtet hätte.

Es kostete mich anfangs ein bisschen Überwindung, als ich zum Vorgespräch an der entsprechenden Türe klingelte und neben mir eine Gruppe Raucher aus dem im selben Gebäude befindlichen Büro standen und mich musterten… aber da muss man dann eben durch und eigentlich fand ich es auch ganz aufregend, das scheinbar Verbotene ein Stück weit zu etwas Normalem werden zu lassen.

Undine bat mich herein und ich hatte ziemlich rasch das Gefühl, eine gute Wahl getroffen zu haben. Eine unglaublich kluge und professionelle Frau bei der ich mich sicherlich würde fallen lassen können! Nach einem kurzen Gespräch verabschiedeten wir uns und ich machte kurz darauf einen Termin mit ihr aus.

Nun ging es für mich daran, Wünsche zu formulieren. Ich wollte gern passiv spielen und hatte aber gelesen dass „Wunschlisten“ bei einigen dominanten Damen eher verpönt sind. Um so erfreuter war ich dass Undine demgegenüber sehr aufgeschlossen ist und ich schickte ihr nach einigem Überlegen ein paar Stichpunkte sowie ein paar fragmentartige Szenen, die ich aufregend finde. Ich wollte natürlich gern, dass Dinge mit mir geschehen, über die ich schon lange phantasiert habe, aber ich wollte andererseits auch kein „Drehbuch“ schreiben, das dann abgearbeitet wird und keinerlei Überraschungen mehr birgt. Undine bestätigte meine Vorschläge kurz und sagte, da ließe sich doch einiges anstellen.

Am Tag des Spiels war ich morgens kaum zu etwas zu gebrauchen – super nervös, angespannt, aufgeregt. Halb befürchtete ich, bei der Session aufgrund meiner Aufregung nicht in Trance gehen zu können. Immerhin würde dies meine erste Hypnoseerfahrung abseits von Chaträumen und Audiofiles sein, die bei mir auch oft nur mäßig gut funktioniert hatten… zugleich hatte ich schon ein bisschen Angst, was eine Frau wie Undine – immerhin hatte ich so einiges an ziemlich heftigen Sessionberichten anderer Klienten gelesen – wohl mit mir anstellen würde. Bevor es losging betonte ich sicherheitshalber noch einmal, was für ein zartes Pflänzchen ich doch sei…

Dann ging es los. Wie verabredet führten wir ein einfaches Rollenspiel durch, bei dem ich einer obskuren Annonce folgend zu einem Vorstellungsgespräch erschienen war. Meine Fragen an die mir gegenüber sitzende, attraktive Personalerin wurden ausweichend beantwortet, sie lächelte mich dabei überlegen an. Dann musste ich eine Art Konzentrationsübung absolvieren, bei der sie mich noch höflich fragte, ob es in Ordnung sei wenn sie mich an der Schulter berühre. Natürlich hatte ich nichts dagegen. Doch es dauerte nicht lange bis die scheinbar harmlose Übung mich in immer tiefere Entspannungszustände führte… was so angenehm war dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, stattdessen immer tiefer und tiefer ging, folgte, mich von ihrer Stimme leiten ließ…

Plötzlich erwachte ich. Sie lächelte mir immer noch so freundlich zu, aber in mir regte sich ein seltsamer Impuls… ein unbändiges Verlangen, mich vom Stuhl auf alle viere hinab fallen zu lassen. Zu ihr herüber zu kriechen. Und ihr Bein zu bespringen wie ein notgeiles Hündchen…

Das war nur eine fiese kleine Suggestion von mehreren die noch folgen sollten. Im Vergleich zu dem was viele andere an Erlebnissen schildern ist das sicherlich kaum spektakulär. Für mich allerdings war es der Wahnsinn, so etwas zu erleben! In Erklärungsnot gebracht zu werden, als ich die seriöse Bürodame unkontrollierbar zu berühren anfing… stammelnd, verwirrt, nicht mehr Herr über mich und meinen Körper. Das war das Gefühl das ich gesucht hatte und es war schier unglaublich wie blitzschnell Undine mich in der Hand hatte.

Klar war ich immer noch unglaublich aufgeregt (etwas mehr als er-regt ehrlich gesagt aber das lag an mir). Ein Trancehindernis war dies jedoch nicht, denn Undine wusste ganz genau was sie tat und vermittelte dadurch Sicherheit und das Gefühl, den Wirkungen ihrer Hypnose willenlos ausgeliefert zu sein.

Zum Schluss gab sie mir dann – ebenfalls wunschgemäß – noch ein kleines „Geschenk“ in Form einer posthypnotischen Suggestion mit: Sieben Tage lang würde ich keinen Orgasmus mehr erreichen können, wenn meine Lebensgefährtin dabei nicht anwesend ist und es mir ausdrücklich gestattet. Nein, das hatte ich mir nicht so ausgesucht, aber es war ein wunderbarer, gemeiner und sehr passender Einfall von Undine.

Es stellte sich heraus, dass meine Lebensgefährtin dies sehr begrüßte denn es führte dazu dass sie wesentlich WESENTLICH mehr von meiner sexuellen Energie zu spüren bekam als sonst. Und ich war nach meinem ersten Versuch, es mir selbst zu machen, dann doch ganz schön beeindruckt davon dass ich partout nicht zum Höhepunkt kommen konnte… eine wundeschöne, schreckliche lustvolle Tortur 😉

Meiner Lebensgefährtin gegenüber habe ich die Hypnose und die posthypnotische Suggestion erwähnt, den genauen Inhalt der Session, den Ort und die Hypnotiseurin habe ich erstmal für mich behalten. Sie scheint ganz glücklich darüber zu sein, was dabei für sie herausspringt (z.B. ich aus meiner Hose wann immer sie will). Wir haben eine Art schweigende Übereinkunft in solchen Dingen, was mir sehr angenehm ist.

Undine werde ich sicherlich wieder beehren, da sie mich als Novizen wirklich geradezu exzellent „behandelt“ hat. Doch es gibt bestimmt noch viele schmutzige Dinge auszuprobieren und meine Lebensgefährtin wird sich auch freuen, ein paar neue „Zugriffe“ auf mich, mein Unterbewusstes und meinen Körper zu erhalten.

Soweit von mir, ich hoffe von Herzen dass diese Schilderung irgendwem auf irgendeine Weise hilfreich ist. Danke Undine, es war toll und bis zum nächsten Mal!

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2 Kommentare zu “„Mein erstes Mal: Hypnose“ von xdresserhh”

  1. Markus sagt:

    Eine sehr eindrucksvolle Schilderung eines intensiven Erlebnisses- und dazu noch eines Erstversuches! Wenn ich das so lese, könnte ich glatt neidisch werden. Ich bin scheinbar noch viel zu verkopft, als dass ich das „Fremdbestimmtsein“ in Hypnose derart realistisch empfinden könnte; ebenso ergeht es mir, wenn ich mir das
    „Hafenpoller-Video“ mit der Wachtrance-Demo ansehe. Wirklich schade, denn auch bei mir gehören solche Fantasien zu den Spitzenreitern meines Kopfkinos. Irgendwie kriege ich den Spagat zwischen Hingabe und Selbstkontrolle nicht hin und so ganz schwach und hilflos mag ich mich dann wohl doch nicht fühlen … Gar nicht so einfach mitzukriegen, was sich das Unbewusste denn nun wirklich so wünscht.

    Naja, wie hieß es doch noch mal früher in der Lottowerbung: „Nur nicht aufgeben, einmal klappt’s bestimmt!“ Ich jedenfalls werde noch so manches Mal den Weg ins Studio Rex finden- zum einen gibt’s dort jede Menge Reizvolles für mich zu erleben, zum anderen ist Hypnose als Praktik bzw. „Spiel“ für mich anregend genug, selbst wenn ich so meine Zweifel habe, ob sie bei mir so intensiv wirkt, wie es andere offensichtlich mit Leichtigkeit erleben.

    Entspannte Grüße aus dem Hier + Jetzt von
    Markus

  2. Kürass sagt:

    Das klingt sehr spannend – so langsam fange ich vielleicht doch an, meine Hypnoseskepsis zu überdenken 😉 Ich bewundere außerdem Sessionberichte wie deinen – so schön flüssig lesbar und anschaulich, als wäre man direkt dabei!

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