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„Über Geld spricht man nicht“ – Ein Interview mit Undine auf ZEIT online

Dienstag, 29. September 2015

Die Domina Undine de Rivière über ihr Mittelschichteinkommen und ihre Art, es zu verdienen.
Von Sarah Levy und Marc Widmann

Ein Bürogebäude in St. Georg mit videoüberwachtem Eingang. Hier betreibt Hamburgs bekannteste Domina Undine de Rivière ihr SM-Studio Rex. In drei Räumen bietet die 42-Jährige erotische Spiele an: im „Kuschelraum“ mit Schummerlicht, im „härteren“ mit Ledermasken und Eisenkäfig, im „Spielzimmer“ mit Gynäkologenstuhl. Zum Gespräch lädt Undine allerdings in die Küche, mit Waschmaschine, Anatomie-Bibliothek und roten Handtüchern auf den Sitzflächen der Stühle.

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Dieser Artikel stammt aus dem Hamburg-Teil der ZEIT Nr. 37 vom 10.09.2015.

Darsteller für Kunstfilm gesucht

Freitag, 31. Juli 2015

Hallo ihr Lieben,

letztes Jahr habe ich Luise Donschen, eine Künstlerin und Regisseurin kennengelernt, die gerade einen Film über das „Begehren“ dreht und mich eingeladen hat mitzuwirken. Ihr Vorgehen ist dabei recht unkonventionell, teils dokumentarisch, teils inszeniert und, wie ich finde, ziemlich spannend.

Sie möchte mit mir u.a. die Szene einer professionellen Session im Studio drehen. Dafür brauchen wir noch einen passiven männlichen Mitspieler. Ein Schwerpunkt der geplanten Filmsequenz ist Fußerotik, ein Fetisch in dieser Hinsicht ist also von Vorteil. Die Härte der Praktiken (z.B. Trampling) wird vorher mit dem Spielpartner abgestimmt.

Drehtermin ist in der Woche ab dem 10.8. in Abstimmung aller Beteiligten.

Es geht hier nicht um die sonst übliche „Filmsklaven“-Nummer, bei der eine durchgehende Session einfach mitgefilmt wird, sondern um einen professionellen Dreh mit Wiederholungen und Unterbrechungen für Umbau, Licht etc. Danach müssen wir dann jeweils beide wieder zusehen, dass wir zurück in unser Spiel finden, damit das ganze im Ergebnis trotzdem „echt“ wird.

Interessenten müssen damit einverstanden sein, dass sie im Film erkennbar sind, also ohne Maske auftreten. Jugend oder (konventionelle) Schönheit sind dagegen ganz explizit nicht notwendig – Luise würde sogar gern zeigen, dass es darauf gerade nicht ankommt.

Geld fließt dabei in keine Richtung, auch ich verzichte für dieses Projekt auf eine Gage. Dafür gibt es Ruhm und Ehre und den eigenen Namen im Abspann zusammen mit Undine de Rivière und John Malkovich (spätestens mit letzterem hatte sie mich jedenfalls ;)).

Bei Interesse bitte e-mail an undine@bizarrlady-undine-hamburg.de

Beste Grüße,
Undine

Safewords für Touristen

Sonntag, 22. März 2015

Heute einfach mal ein unterhaltsames Fundstück … 🙂

SM und Tantra, Bizarrmassage, Hypno-Massage, wtf?

Donnerstag, 12. März 2015

BDSM und Tantra – ein Gegensatz?

Mit Tantra verbindet mich ja schon seit langer Zeit eine gewisse Hassliebe. Einerseits kann ich als bekennende Physikalistin dem häufig doch recht esoterisch anmutenden Beiwerk wenig abgewinnen und es fällt mir schwer, entsprechende Texte und Anleitungen zu lesen oder mich mit manchen Tantrikern zu unterhalten. Andererseits weiss ich aus eigener Erfahrung, wie bereichernd und erfüllend sich eine Verbindung zwischen zwei (oder mehr) Menschen anfühlt, die sich ganz im Flow des Hier und Jetzt begegnen. Wenn mir Tantramasseurinnen von ihrer praktischen Arbeit erzählen, denke ich ganz oft: Eigentlich tun wir beide dasselbe, nur manchmal mit unterschiedlichen Mitteln. Offenbar hat das moderne Tantramassage-Ritual mit uralten indischen Lehren ohnehin überhaupt nichts mehr zu tun und ist daher auch ganz ohne religiösen Überbau erlebbar. Ich habe schon Tantramassagen für mich selbst gebucht und fand sie wunderbar. Und spätestens, als ich vor einigen Jahren einen „Kinky Twisted Tantra“-Workshop bei der unvergleichlichen Barbara Carrellas besucht habe, wurde mir klar: Der Gegensatz, der ist keiner.

Der erotische Flow, sich selbst (und den Partner) zu spüren, vom Denken ins Fühlen zu kommen, ist zugleich Ziel und Grundlage jeder sexuellen Betätigung. Rituale können helfen, in eine solche erotische Trance einzutauchen. Ebenso die zuvor abgesprochene Aufteilung in einen aktiven, gebenden und einen passiven, empfangenden Partner (mit oder ohne späteren Rollentausch). Beides sind sowohl in der Tantramassage als auch im BDSM wichtige Elemente. Eine Rücken- und Po-Massage kann bruch- und nahtlos in eine Klopf-, Klatsch- und Spanking-Session übergehen. Der schwere Stock wird zum Instrument der entspannten Tiefengewebestimulation. Und umgedreht, auf dem Rücken liegend – wo hört die Intimmassage ohne Zeitdruck auf, wo fängt „Tease and Denial“ an? Bin ich als passiv Empfangender den Berührungen meiner Masseurin ausgeliefert, oder diene ich als Massierende aktiv?

Alles eine Frage der Interpretation. Und die findet bekanntlich im Kopf statt, weshalb ich finde, dass bei der klassischen Tantramassage ein ungeheures Potenzial verschenkt wird. Die wird nämlich schweigend vollzogen. Was natürlich ermöglicht, dass sich die Beteiligten ganz auf ihre Sinne und Empfindungen konzentrieren – aber auch genauso gut auf den Menüplan der Kantine in der nächsten Woche. Es fehlen Worte, die Bilder erzeugen, Phantasien, Empfindungen, Entspannung, Erregung; die Macht der Suggestion … als leidenschaftliche Hypnotiseurin, als sprichwörtliche Sirene fällt es mir ungeheuer schwer, den Mund zu halten, wenn es doch so einfach ist, mit Silben Denken zu formen und Menschen durch ein Flüstern genau dorthin zu führen, wo sie so gern sein möchten.

Damit sind wir beim dritten Element. Streicheln mit Händen und Öl, mit Federn und weichen Kuschelpeitschen, mit Fäusten und Escrima-Stöcken, die Druckwellen durch das Becken genießend; Eis, Wachs, ein Nadelrad, Mentholsalbe, ein Lufthauch und dazu: Worte. Worte, die Wellen der Entspannung durch den Körper fließen lassen, bei jedem Atemzug, von den Haarwurzeln bis zu den Zehenspitzen und darüber hinaus. Worte, die Stellen berühren, die tiefer liegen als Haut und Muskeln, die in dein Innerstes schlüpfen und in kleinen Spiralen in dir aufsteigen, bis sie du sie als wohliges Stöhnen wieder ausatmest. Wo Fesseln oder Augenbinden Berührungen von Händen im Weg wären, ersetzt dein Gedanke durch mein Wort die Fixierung. Ausgeliefert durch mein Wort schicke ich dich in deine persönliche Lieblingsphantasie, die real wird, während meine Hände dich wieder und wieder reizen und locken und zappeln lassen und es nichts gibt, was du tun kannst, um der Qual deiner unermesslichen Gier zu entkommen …

Ich weiss bis heute nicht, wie ich das ganze eigentlich nennen soll. Tantra-Massage mit SM-Elementen und Quatschen? Bizarre Hypno-Massage? Für Vorschläge wäre ich dankbar … Fest steht allerdings eins: Die Nummer ist wirklich ziemlich großartig. Das erkenne ich erstens glasklar am völlig verstrahlten Blick meiner armen Opfer, und zweitens an mir selbst. Da es mir nämlich völlig unmöglich ist, dabei nicht mit in Trance zu gehen und jede Regung meines Gegenübers empathisch zu spiegeln, bin ich am Ende genauso fertig und berauscht und voller strahlender Energie wie das bedauernswerte Wesen, das ich da gerade ein, zwei, drei Stunden durch die Mangel gedreht habe. Probiert es aus! 🙂

Lieber Interessent …

Mittwoch, 12. November 2014

… an besonders risikoreicher, blutiger, emotional intensiver, zu irreversiblen Spuren führender, gnadenlos ohne Safeword durchgeführter oder aus sonstigen Gründen landläufig als „extrem“ bezeichneter Praktik xy.

Vielen Dank für deine Anfrage. Da sich bei deinem und ähnlichen Themen die Quote von erstzunehmenden Anliegen zu „Fakes“ bei guter Wetterlage um zirka 1:50 bewegt, möchte ich ungern Zeit darauf verwenden, eine solche Session mal eben per e-mail zu erörtern. Eine definitive Zusage von meiner Seite ist ohnehin nur nach einem ausführlichen Gespräch über deine Phantasien vs. Erfahrungen und einer fundierten Risikoaufklärung möglich. Dafür biete ich dir gern ein kostenloses und unverbindliches Vorgespräch nach Terminvereinbarung bei mir im Studio an. Solltest du, wie bei solchen Anliegen ungewöhnlich häufig der Fall, dafür zu weit weg wohnen und vorab verständlicherweise wissen müssen, ob sich die Anreise lohnt, können wir deine Interessen per e-mail oder telefonisch besprechen, sofern du bereit bist, dafür mein Honorar für e-mail- oder Telefonerziehung von 150 Euro vorab zu überweisen. Solltest du dann innerhalb von vier Wochen einen Termin bei mir wahrnehmen, wird dieser Betrag vollständig auf den Sessionpreis angerechnet.

Andere Möglichkeiten kann ich dir leider nicht anbieten – auch nicht ausnahmsweise. Wenn eine dieser Optionen in deinem Sinne ist, freue ich mich auf deine Antwort.

Beste Grüße,
Undine