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	<title>Blog - Undine: Bizarrlady, Domina, Zofe, Sklavin, Fetisch-Escort in Hamburg &#187; Einsteiger-Tipps</title>
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	<description>BDSM und Fetisch-Escort in Hamburg</description>
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		<title>Tutorial: Spanking, Spaß und Spuren</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 21:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexworker-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Spanking]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bedeutet eigentlich &#8220;Aufwärmen&#8221; bei Flagellationsspielen (Flagellation = Schlagen, von lat. flagellum = Geissel). Warum genau wärmen wir auf &#8211; oder lassen es aus bestimmten Gründen? Wie baue ich eine klassische Spanking-Session auf? Welche verschiedenen Motivationen treiben Flagellanten an, und wie setze ich bestimmte Ziele um?
Es gibt im Netz ausführliche Beschreibungen der sicher zu schlagenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet eigentlich &#8220;Aufwärmen&#8221; bei Flagellationsspielen (Flagellation = Schlagen, von lat. flagellum = Geissel). Warum genau wärmen wir auf &#8211; oder lassen es aus bestimmten Gründen? Wie baue ich eine klassische Spanking-Session auf? Welche verschiedenen Motivationen treiben Flagellanten an, und wie setze ich bestimmte Ziele um?<span id="more-1649"></span></p>
<p>Es gibt im Netz ausführliche Beschreibungen der <a target="_blank" href="http://www.datenschlag.org/papiertiger/lexikon/schlagspiele.html">sicher zu schlagenden Körperregionen</a> zu finden. In Workshops kann man die Verwendung verschiedener Schlaginstrumente erlernen. Kaum etwas habe ich aber bisher über den zeitlichen Aufbau der Intensität einer Flagellationssession gehört oder gelesen.<br />
<br/></p>
<p><strong>1. Der &#8220;Allgemeinfall&#8221;</strong></p>
<p>Häufig lebt eine Flag-Session, wie viele andere SM-Erlebnisse auch, durch ein Wechselbad der Gefühle. Auf Wohlfühlphasen folgen Steigerungen der Intensität bis zur individuellen (Schmerz-)Grenze Passiven, u.U. eine Grenzüberschreitung, falls dies einvernehmlicher Teil des Spiels ist. Auf einen heftigeren Teil folgt wieder eine wohlige &#8220;Schlagmassage&#8221;. Intensitätsspitzen und Erholungsphasen wiederholen sich mehrfach. Unter Umständen werden die Schlaginstrumente im Laufe der Session gewechselt, um die Unterschiede in den Empfindungen zu unterstreichen.</p>
<p>Eine typische Flag-Session könnte zum Beispiel so aufgebaut sein:</p>
<div id="attachment_1688" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm1.jpg"><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm1-400x284.jpg" alt="blicher Verlauf einer Schlagsession" title="Diagramm1" width="400" height="284" class="size-large wp-image-1688" /></a><p class="wp-caption-text">Diagramm 1 - üblicher Verlauf einer Schlagsession</p></div>
<p>Nach oben ist die Schlagintensität aufgetragen, nach rechts die Zeit. Die rote Kurve beschreibt den Verlauf der Schlagintensität, die grüne Kurve die Schmerzgrenze des Passiven. Im Beispiel wird also zuerst innerhalb des Wohlfühlbereiches sanft aufgewärmt, dann folgen zwei Intensitätsspitzen mit dem Aufwärminstrument. Anschließend wird möglicherweise das Schlaginstrument gewechselt und die Heftigkeit der weiteren Schläge verläuft in Wellen. Zweimal wird die Schmerzgrenze für einige Schläge überschritten. Die beiden Plateaus am Ende beschreiben je eine Serie von gleichbleibender, hoher Intensität, u.U. mit einer vorgegebenen Anzahl von Schlägen. Typisch wäre zum Beispiel jeweils ein Dutzend Schläge mit einem Rohrstock.</p>
<p>Erwähnenswert ist, dass die Schmerzgrenze sich mit den einprasselnden Reizen verschiebt. Insbesondere Schläge ausserhalb der Wohlfühlzone führen zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen und heben somit die Schmerzgrenze mit kurzer Zeitverzögerung am stärksten an. Das durch den Schmerzreiz ausgeschüttete Endorphin (= endogenes Morphin, also ein körpereigenes Betäubungsmittel) löst ein Glücksempfinden aus, was für viele Masochisten eine der Hauptmotivationen darstellt, sich solch intensiven körperlichen Reizen auszusetzen. Der Effekt ist vergleichbar mit dem Runner&#8217;s High eines Sportlers.</p>
<p><br/><br />
<strong>2. Maximaler Schmerz, minimale Spuren</strong></p>
<p>Für diejenigen, die durch die Hölle gehen, aber ein paar Tage später wieder äusserlich unbeschädigt mit den Kumpels im Sportverein unter der Dusche stehen möchten, ist diese Vorgehensweise zu empfehlen. </p>
<p>Zunächst möchte ich ein bisschen genauer auf den Sinn des <em>Aufwärmens </em>eingehen. Als Aufwärmen definiere ich sich langsam steigernde Schläge innerhalb der Wohlfühlgrenzen des Passiven zu Beginn einer Session (oder nach einer längeren Schlagpause). Das Aufwärmen dient im wesentlichen drei Zwecken: Erstens dem sanften Anheben der allgemeinen Schmerzgrenze durch die Stimulation der Endorphinausschüttung. Zweitens einer temporären Betäubung der Nerven im Bereich der Schlagfläche durch Überreizung und somit einer lokalen Verringerung der Empfindlichkeit. Diese beiden Punkte bewirken, dass anschließend starke Schläge besser ausgehalten und subjektiv als angenehmer empfunden werden. Dadurch kann beispielsweise die manchmal als bis zum Orgasmus erotisch empfundene Tiefenmassagewirkung eines Po-Spankings ausgekostet werden, ohne dass ein in der Hautoberfläche ausgelöster Schmerzreiz stört. </p>
<p>Drittens regt diese intensive Massage der Schlagfläche dort die Durchblutung und Immunbereitschaft an. Das heisst, dass Verletzungen des Gewebes wie Striemen und Hämatome weniger leicht entstehen und nach dem Spiel auch schneller wieder abklingen. Um eine Flagellation mit möglichst wenig Spuren durchzuführen, muss also unbedingt vor härteren Schlägen ausführlich aufgewärmt werden.</p>
<p>Interessant ist es nun, die drei beschriebenen Effekte des Aufwärmens (generelle und lokale Erhöhung der Schmerzgrenze und Verminderung von Spuren) <em>unabhängig </em>voneinander auszulösen, um verschiedene Ziele und Wirkungen innerhalb einer Session zu erreichen. Hier ein Beispiel für maximalen Schmerz bei minimalen Spuren:</p>
<div id="attachment_1689" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm2.jpg"><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm2-400x284.jpg" alt="" title="Diagramm2" width="400" height="284" class="size-large wp-image-1689" /></a><p class="wp-caption-text">Diagramm 2 - maximaler Schmerz, minimale Spuren</p></div>
<p>Zunächst wird innerhalb der Wohlfühlgrenzen sanft, aber lange und ausführlich aufgewärmt. Die Ausschüttung von Stresshormonen wird explizit vermieden, indem die Schläge eher einer Massage gleichen. Eine tatsächliche Massage durch kräftiges Kneten der Schlagfläche kann sich damit abwechseln oder das Einschlagen sogar ganz ersetzen. Ergänzt werden kann das  sanfte Aufwärmen durch Sitzen auf einem Heizkissen, um die Durchblutung weiter zu steigern. Dieses Vorgehen ist eine Gratwanderung &#8211; der physische Reiz muss stark genug sein, um auch eine Immunantwort hervorzurufen, wobei die Endorphinausschüttung möglichst gering gehalten wird. </p>
<p>Um ausserdem die lokale Betäubung der Nerven ebenfalls soweit als möglich zu vermeiden, sollten eher kleinflächige Instrumente wie beispielsweise ein Rohrstock verwendet werden. Die sonst zum Aufwärmen beliebten Paddles und Klatschen sind bekannt dafür, besonders schnell zu einer Nervenbetäubung zu führen und daher ungeeignet. Ähnliches gilt für die flache Hand.</p>
<p>Nach dem Aufwärmen folgt nun eine Folge sehr harter Schläge. Es besteht nur ein kurzes Zeitfenster von maximal einigen Minuten, in denen diese Behandlung als extrem schmerzhaft empfunden wird, da durch die enorme Ausschüttung von Stresshormonen der Körper sehr schnell weitgehend schmerzfrei wird. Weitere Schläge sind dann im Sinne der Session verschwendet und verursachen lediglich unnötige Gewebeschäden. Nach dem Abklingen des Endorphirausches kann die Prozedur aber natürlich wiederholt werden.</p>
<p><br/><br />
<strong>3. Cold Caning</strong></p>
<p>Das gefürchtete <em>Cold Caning</em> (&#8220;Kalte Rohrstockschläge&#8221;) ist die Brachialmethode unter den Spanking-Behandlungen. Hier wird auf ein Aufwärmen vollständig verzichtet &#8211; die Session besteht ausschließlich aus präzisen, voll durchgezogenen Rohrstockhieben mit kurzen Pausen dazwischen. Nach &#8220;Twelve of the Best&#8221; ist bei vielen Kandidaten bereits Schmerzfreiheit erreicht &#8211; weitere Schläge können sinnvoll sein, wenn das Ziel des Spiels ausser der Qual auch möglichst heftige Spuren beinhaltet. So oder so müssen Spuren beim Cold Caning in Kauf genommen werden.</p>
<div id="attachment_1691" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm3.jpg"><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm3-400x284.jpg" alt="Cold Caning" title="Diagramm3" width="400" height="284" class="size-large wp-image-1691" /></a><p class="wp-caption-text">Diagramm 3 -  maximaler Schmerz, maximale Spuren (Cold Caning)</p></div>
<p><br/><br />
<strong>4. Maximale Spuren, minimaler Schmerz</strong></p>
<p>Die zuletzt vorgestelle Vorgehensweise befriedigt etwas zarter besaitete Spurenfetischisten, die die Brutalität des Cold Caning scheuen, aber trotzem gern mit einem deutlich sichtbaren Andenken nachhause gehen möchten. Hier nutzen wir die beschriebenen Effekte des Aufwärmens genau umgekehrt wie in Fall zwei (maximaler Schmerz, minimale Spuren) &#8211; wir wollen die Schmerzgrenze erhöhen, ohne die lokale Immunabwehr zu frühzeitig zu mobilisieren. Am einfachsten lassen wir die Schlagfläche hierfür zunächste völlig aussen vor und regen sanft, aber bestimmt, immer an der Grenze des Wohlfühlbereiches sich steigernd die Endorphinausschüttung mit ganz anderen Methoden an &#8211; seien das Schläge auf andere Körperstellen, Hitze- oder Kältereize, Reizstrombehandlungen oder Nadelspiele. Eine leichte lokale Betäubung der Schlagfläche kann zudem durch entsprechende Salben erfolgen. Letzteres ist selbst dem größten bekennenden Weichei unter den Spurenliebhabern meist ein wenig zuviel des Guten, sollte aber der Vollständigkeit halber erwähnt werden.</p>
<p>Danach erfolgt dann erst die Flagellation innerhalb des zuvor vergrößerten Wohlfühlbereiches. Natürlich sollte man hier Instrumente verwenden, die für ihre deutlich sichtbare Wirksamkeit bekannt sind, wie beispielsweise dünnere Rohrstöcke, frisch geschnittene Ruten oder Dressurgerten.</p>
<div id="attachment_1692" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm4.jpg"><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Diagramm4-400x284.jpg" alt="Maximale Spuren, minimaler Schmerz" title="Diagramm 4" width="400" height="284" class="size-large wp-image-1692" /></a><p class="wp-caption-text">Diagramm 4 - maximale Spuren, minimaler Schmerz</p></div>
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		<title>Ein Brief an aktive Einsteiger</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/09/ein-brief-an-aktive-einsteiger/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 09:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
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		<category><![CDATA[Spanking]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern erreichte mich die Anfrage eines aktiv-dominanten Interessenten, der bisher erst eine Studio-Erfahrung bei einer passiven Dame gemacht hatte und davon wohl etwas enttäuscht war. Aufgrund eigener Unsicherheiten habe er das Geschehen nicht wirklich genießen können, wolle nun aber mit mir einen neuen Versuch wagen.
Dann beschrieb er seine Phantasien als ein klassisches Szenario um Lust, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern erreichte mich die Anfrage eines aktiv-dominanten Interessenten, der bisher erst eine Studio-Erfahrung bei einer passiven Dame gemacht hatte und davon wohl etwas enttäuscht war. Aufgrund eigener Unsicherheiten habe er das Geschehen nicht wirklich genießen können, wolle nun aber mit mir einen neuen Versuch wagen.</p>
<p>Dann beschrieb er seine Phantasien als ein klassisches Szenario um Lust, Scham und &#8220;Bestrafung der Sklavin&#8221; mit dem Rohrstock.</p>
<p>Meine Antworten sind in solchen Fällen einander immer recht ähnlich, daher möchte ich die gestrige hier einmal veröffentlichen: <span id="more-1475"></span></p>
<p><br/></p>
<hr />
<p>Hallo xy,</p>
<p>vielen Dank für deine e-mail.</p>
<p>Grundsätzlich ist eine solche Phantasie mit mir umsetzbar. Aber.</p>
<p>Du  möchtest  zwei  Dinge gleichzeitig:</p>
<p>Das eine ist ein Rollenspiel mit Machtgefälle, in dem du die Führung übernimmst, mit (teilweise) geschauspielerten Reaktionen. Das heisst, du kannst dir nie sicher sein, was an Feedback deiner Passiven echt ist und was nicht.</p>
<p>Das andere ist eine offenbar durchaus ernstzunehmende sadistisch-flagellantische Aktion mit Instrumenten, mit denen du wenig Erfahrung hast und deren Wirkung du als Anfänger logischerweise noch nicht einschätzen kannst.</p>
<p>Und diese beiden Dinge zusammen mit einem Menschen, den du noch nicht kennst.</p>
<p>Da kann ich dir schon vorab sagen: das geht (wieder) schief.</p>
<p><br/><br />
Ich kann dir aus langjähriger Erfahrung mit aktiven Einsteigern drei mögliche Varianten anbieten, die sehr viel erfolgversprechender sind:</p>
<p>1. Du konzentrierst dich auf das Rollenspiel um Scham und Bestrafung, bleibst aber in bezug auf Praktiken und Instrumente von vorn herein fernab jeglicher Grenzen. Dazu gebe ich dir selbstverständlich gern im Vorgespräch eine konkrete Einführung.</p>
<p>2. Wir machen eine härtere flagellantische Session auf Augenhöhe, ich zeige dir den Umgang mit verschiedenen Instrumenten, du bekommst ein Gefühl für meine (echten) Reaktionen und kannst dieses Wissen ggf. in einer weiteren Session dann mit einem Rollenspiel verbinden.</p>
<p>3. Wir inszenieren eine Session zu dritt mit einer Domina, die die Spielführung übernimmt, mich &#8220;vorführt&#8221; und dich unter Berücksichtigung deiner Phantasien als Aktiven mit einbezieht. Dann kannst du sowohl das Machtgefälle als auch die Praktiken um Schmerz und körperliche Anstrengung genießen.</p>
<p>Kannst du dich mit einer dieser Varianten anfreunden?</p>
<p><br/><br />
Beste Grüße<br />
 Undine</p>
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		<item>
		<title>Barrierefreies Dominastudio</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/09/barrierefreies-dominastudio/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 23:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>
		<category><![CDATA[Studio Rex]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich einer spannenden Begegnung heute mit einem rollstuhlfahrenden Gast (nicht der erste in unseren Räumen in der Brennerstraße) hier meine Sicht zum Thema BDSM und Körperbehinderung.
Vorweg: Ja, es ist wirklich okay für mich, mit Leuten zu spielen, die körperlich behindert sind. Es gibt in meinem Bekanntenkreis zwei rollstuhlfahrende SMerinnen, eine Sexualberaterin und eine Sexualbegleiterin, ebenfalls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich einer spannenden Begegnung heute mit einem rollstuhlfahrenden Gast (nicht der erste in unseren Räumen in der Brennerstraße) hier meine Sicht zum Thema BDSM und Körperbehinderung.</p>
<p>Vorweg: Ja, es ist <em>wirklich</em> okay für mich, mit Leuten zu spielen, die körperlich behindert sind. Es gibt in meinem Bekanntenkreis zwei rollstuhlfahrende SMerinnen, eine Sexualberaterin und eine Sexualbegleiterin, ebenfalls beide pervers, daher wird das Thema immer mal wieder diskutiert. Einige meiner besten Freunde (und für mich schließen Freundschaft und Sex einander nicht aus) sind schwerbehindert bzw. chronisch krank. Ich habe und hatte in meiner professionellen Karriere verschiedene Gäste mit Behinderung, und es war bisher nie ein Problem. </p>
<p>Ich mag Menschen. Ich bin ein Sex-Geek, das heisst, dass ich Sexualität in allen Facetten in Theorie und Praxis unglaublich spannend finde. Ich lasse mich gern ein auf die Phantasien und die Realitäten meines Gegenübers, dazu gehören Rahmenbedinungen wie emotionale Tabus genauso wie körperliche Einschränkungen. Ich habe kein &#8220;Programm&#8221;, was ich abspule, und nachdem jede Session ohnehin eine Maßanfertigung ist, ist es für mich nicht wichtig,  ob ein spezieller Wunsch auf einer besonders verbogenen Gehirnwindung oder besonders verbogenen Beinen beruht. <img src='http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  <span id="more-1455"></span></p>
<p>Sicherlich ist ein Besuch bei einem BDSM-Profi gerade für Menschen mit Behinderungen mit Unsicherheiten verbunden, die über die normalen Einsteiger-Ängste hinausgehen. Dazu kommt der erhöhte organisatorische Aufwand eines Besuches in unbekannten Räumlichkeiten. Ich werde einfach versuchen, ein paar Punkte anzusprechen und freue mich über weitere Fragen und Anmerkungen in den Kommentaren.</p>
<p><br/><br />
<strong>Was ich biete:</strong></p>
<ul>
<li>ein barrierefreies Dominastudio. Das Studio Rex liegt im Hochparterre eines normalen Bürogebäudes. Diese Ebene ist über die Tiefgarage und einen Fahrstuhl stufenfrei zu erreichen. Alle Durchgänge haben mindestens normale Türbreite, in jedem Raum ist genug Platz, um einen Rollstuhl (auch E-Rollstuhl) zu navigieren. Es gibt in zwei Räumen Betten, eines davon ist extra hoch. Das Bad ist sehr geräumig und verfügt über einen offenen Duschbereich, in den man einen Hocker stellen kann. Mobile Saughaltegriffe können mit- und im Bad angebracht werden, auch assistiere ich gern, soweit es meine (normale) Körperkraft zulässt. Fotos der Räumlichkeiten finden sich in unserer <a target="_blank" href="http://www.studio-rex.de/galerieseite.php?id=N,32,0">Studio-Galerie</a>. </li>
<li>gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Haltestelle U-Bahn Lohmühlenstraße gleich um die Ecke ist barrierefrei mit den Schnellbuslinien 35 und 36 zu erreichen. Die U-Bahn hat dort leider keinen Aufzug, nur eine Rolltreppe. Die Entfernung zwischen Hauptbahnhof und Studio beträgt 850 Meter.</li>
<li>einen Tiefgaragen-Stellplatz für behinderte Autofahrer bei rechtzeitiger Anmeldung</li>
<li>zusätzliche Zeit und meine Assistenz beim aus- und anziehen. Diese Zeit zählt wie immer nicht zum gebuchten Spiel und ist somit kostenlos.
</li>
<li>Flexibilität und Schamlosigkeit im Umgang mit einem Körper, der nicht der Norm entspricht.</li>
<li>das Angebot aller Praktiken und Spielarten, die mir auch mit Gästen ohne Behinderung Spaß machen, von sanft und nahbar bis gnadenlos sadistisch.</li>
</ul>
<p><br/></p>
<p><strong>Was es bei mir nicht gibt:</strong></p>
<ul>
<li>einen Mitleidsbonus in Form von zusätzlicher Spielzeit, günstigerem Honorar oder der Durchführung von Praktiken, die ich nicht mag.</li>
<li>Hausbesuche, auch wenn ich den Wunsch danach in einem solchen Fall besonders gut nachvollziehen kann. Wir können uns in einem Hamburger Hotel oder im Studio Rex treffen.</li>
<li>Konzessionen in Bezug auf Körperhygiene. Wenn du nicht in einem fremden Badezimmer duschen kannst oder magst, komm bitte frisch geduscht ins Studio. Detailreinigungen übernehme ich gern mit einem angenehm heissen Waschlappen (oder mit einer Schale Eiswasser und einer Flasche Franzbranntwein, wenn du&#8217;s nicht besser verdient hast <img src='http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ), aber eine Grundhygiene setze ich voraus.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<strong>Was ich brauche:</strong></p>
<ul>
<li>klare Kommunikation bezüglich deiner Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten. Wenn du bezüglich irgendetwas unsicher bist, sprich bitte mit mir darüber! Ich habe Erfahrung im Umgang mit Körperbehinderungen, bin aber keine ausgebildete Sexualbegleiterin. Du bist der Experte für deinen Körper, ich bin auf deine Mithilfe angewiesen.
</li>
<li>einen fundierten Eindruck von Konsensfähigkeit. Das bedeutet, dass ich, so entspannt ich in Bezug auf Körperbehinderungen bin, bei geistigen Einschränkungen gegebenenfalls lieber an eine Kollegin mit Erfahrung in Sexualbegleitung verweise. Was Sinnesbehinderungen angeht, mache ich mir ein individuelles Bild, zum Beispiel muss ich bei Gehörlosigkeit trotz der Kommunikationsbarriere sicher sein können, dass mein Spielpartner weiss, worauf er sich einlässt. Hier kann u.U. Schriftverkehr per e-mail im Vorfeld Klarheit bringen oder ein von dir mitgebrachter Dolmetscher.</li>
</ul>
<p><br/><br />
Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen mit interessanten Menschen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tutorial: Schwanzbondage</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/08/tutorial-schwanzbondage/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 22:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexworker-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[CBT]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Basis für CBT (Penis- und Hoden-&#8221;Folter&#8221;) aller Art: Eine sichere Bondage. Für ernstzunehmendes Ballbusting (Tritte) oder mehr als angedeutete Schläge im männlichen Genitalbereich ist eine Bondage mindestens des Hodensacks sogar eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, da so das Risiko für ein Verdrehen der Samenleiter oder eine Verlagerung der Hoden in den Bauchraum minimiert wird.
Auch bei autoerotischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Basis für CBT (Penis- und Hoden-&#8221;Folter&#8221;) aller Art: Eine sichere Bondage. Für ernstzunehmendes Ballbusting (Tritte) oder mehr als angedeutete Schläge im männlichen Genitalbereich ist eine Bondage mindestens des Hodensacks sogar eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, da so das Risiko für ein Verdrehen der Samenleiter oder eine Verlagerung der Hoden in den Bauchraum minimiert wird.</p>
<p>Auch bei autoerotischer Betätigung (das ist das, was du tust, während du dir ausmalst, was deine Lieblingssadistin wohl beim nächsten Besuch mit dir anstellen könnte) ist eine solche Bondage eine feine Sache, daher ist diese Anleitung nicht nur für Kolleginnen interessant. <span id="more-1378"></span></p>
<p><br/><br />
<strong>Die Risiken vorweg:</strong> Bei einer strammen Genitalbondage ist die gespannte Haut des Hodensacks sehr empfindlich, es kann schon bei wohldosierten Spielen z.B. mit Klammen, Spikes oder dünnen Schlaginstrumenten zu kleinen, blutenden Hautrissen kommen. Diese sind zwar an sich meist harmlos, können aber natürlich wie jede Verletzung ein Infektionsrisiko darstellen, falls die verwendeten Instrumente nicht steril waren und/oder sich anschließend nicht für den weiteren Gebrauch sterilisieren lassen. Hier also immer deutlich sanfter einsteigen als bei einem frei baumelnden Geschlecht, die ebenfalls erhöhte taktile Sensibilität der Haut gleicht das ohnehin aus.</p>
<p>Achte auf Temperatur und Farbe insbesondere des Hodensacks! Sollte er sich dunkel verfärben oder sich kühl anfühlen (und durch eine mehr oder weniger nette &#8220;Massage&#8221; der einen oder anderen Art auch nicht wieder auf Temperatur kommen), sollte die Bondage gelöst werden, bis das Gewebe sich erholt hat. Im Zweifelsfall dieselbe Regel wie bei der Verwendung von Klammern einhalten und nach etwa zwanzig Minuten eine Pause einlegen.</p>
<p>Bei Nadelspielen spätestens vor dem Entfernen der Nadeln die Bondage lösen, es sei denn das aufgrund des Blutstaus beim Herausziehen der Nadeln entstehende Blutbad ist Teil der Inszenierung. In diesem Fall: Papiertücher bereithalten!</p>
<p><br/><br />
<strong>Für die Bondage brauchst du:</strong> einen elastischen Nylonstrumpf (zum Beispiel einen Nylon-Kniestrumpf oder das Bein einer Strumpfhose, bei langen halterlosen Strümpfen solltest du den Spitzenrand oben abschneiden) und unbedingt eine <a target="_blank" href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;safe=off&#038;client=firefox-a&#038;hs=oxL&#038;rls=org.mozilla:de:official&#038;channel=s&#038;&#038;sa=X&#038;ei=EadlTNbqD-SUOM-6qZIN&#038;ved=0CB8QBSgA&#038;q=listerschere&#038;spell=1">Listerschere</a> zum sicheren Entfernen der Bondage, da Knoten in Nylonstrümpfen oft schwer bis gar nicht wieder zu öffnen sind.</p>
<p>Grundsätzlich lässt sich die Bondage natürlich auch mit nicht-elastischen Bändern und Schnüren durchführen, das ist Geschmackssache &#8211; ich persönlich finde Nylonstrümpfe gut zu verwenden, sie schneiden weniger ein als eine dünne Schnur und im Gegensatz zu dickeren Seilen bleiben die Knoten klein und drücken nicht.<br />
<br/><br />
<strong>Nun zur Anleitung, Schritt für Schritt.</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog1.jpg"><center><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog1-283x400.jpg" alt="Schwanzbondage, Schritt 1 und 2" title="Schwanzbondage, Schritt 1 und 2" width="283" height="400" class="alignnone size-large wp-image-1403" /></center></a></p>
<p>1. Führe den Strumpf von unten hinter dem Hodensack um die Peniswurzel.</p>
<p>2. Verknote den Strumpf einmal stramm oben am Penisansatz. Er sitzt nun wie ein Cockring und wirkt auch ähnlich erektionsfördernd, da er den Blutabfluss durch die näher an der Hautoberfläche gelegenen Venen behindert, den Zufluss durch die tiefer liegenden Gefäße dagegen nicht.<br />
<br/></p>
<p><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog2.jpg"><center><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog2-283x400.jpg" alt="Schwanzbondage, Schritt 3 und 4" title="Schwanzbondage, Schritt 3 und 4" width="283" height="400" class="alignnone size-large wp-image-1407" /></center></a></p>
<p>3. Führe den Strumpf vor dem Hodensack um den Penisansatz nach unten. Diese Wicklung kann auch dazu dienen, den Rand eines zuvor angelegten Kondoms festzuhalten, falls es sonst aufgrund besonderer anatomischer Gegebenheiten dazu neigen könnte abzurutschen.</p>
<p>4. Nun wird der Strumpf um den Ansatz des Hodensacks nach hinten gezogen &#8230;</p>
<p></br><br />
<a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog3.jpg"><center><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog3-283x400.jpg" alt="Schwanzbondage, Schritt 5 und 6" title="Schwanzbondage, Schritt 5 und 6" width="283" height="400" class="alignnone size-large wp-image-1415" /></center></a></p>
<p>5. &#8230; und dort verknotet.</p>
<p>6. Dieser Schritt ist optional und nur sinnvoll, wenn die Haut des Hodensacks noch nicht bereits straff gespannt ist: Führe ein Ende des Strumpfes zwischen den Hoden nach vorn und fädle es einmal vorsichtig durch die Schlaufe um den Hodensack. Da du seitlich entweder rechts oder links am vorderen Knoten vorbei musst, wird diese Wicklung asymmetrisch &#8211; wähle hierbei die Seite des jeweils <em>größeren</em> Hodens, da es dort weniger wahrscheinlich ist, dass der Strumpf seitlich über den Hoden abrutscht.<br />
<br/></p>
<p><a target="_blank" href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog4.jpg"><center><img src="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/08/Blog4-283x400.jpg" alt="Schwanzbondage, Schritt 7 und 8" title="Schwanzbondage, Schritt 7 und 8" width="283" height="400" class="alignnone size-large wp-image-1416" /></center></a></p>
<p>7. Verknote die beiden Enden des Strumpfes unten zwischen den Hoden.</p>
<p>8. Die Restenden kannst du nun zu einer Schlaufe binden, um hier Gewichte einzuhängen oder das Genital samt garantiert folgsamem Träger daran sicher zu fixieren.<br />
<br/></p>
<p><strong>Tipps und Variationen:</strong></p>
<p>Die gezeigte Bondage zieht beim Einhängen von Gewichten den Hodensack nach unten in die Länge. Das ist oft ein gewünschter und mehr oder weniger &#8220;angenehmer&#8221; Effekt. Bei kleinen Hoden, eher lockerer Bondage und/oder schweren Gewichten kann das allerdings auch dazu führen, dass der Strumpf über die Hoden nach unten abrutscht, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders liegt. In diesem Fall sollte das Gewicht so eingehängt werden, dass es die komplette Schwanzwurzel hinter dem Hodensack belastet und nicht nur die Schlaufe um den Hodensack selbst, und somit diese Schlaufe nicht abrutschen kann. Das ist mit folgenden Variationen möglich:</p>
<ul>
<li>Die Bondage belassen, wie sie ist, das Gewicht aber in die bei Punkt 2. verknotete &#8220;Cockring&#8221;-Schlaufe einhängen.</li>
<li>Oder: Nach Punkt 5. den Strumpf noch einmal wie bei Schritt 1. hinter dem Hodensack um die Peniswurzel nach oben ziehen, dort überkreuzen, zurück nach unten führen und dort ein weiteres mal verknoten. Somit ist die Schlaufe um den Ansatz des Hodensacks auch hinten gesichert und kann nicht mehr nach unten abrutschen. Dann weiter mit Punkt 6.</li>
</ul>
<p><br/></p>
<p>Mit etwas Übung ist die Schwanzbondage in 30 Sekunden gewickelt.</p>
<p>Ich wünsche viel Vergnügen beim Ausprobieren!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Emotionale Nachsorge</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 13:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Versorgung körperlicher Blessuren nach einer BDSM-Session habe ich im ersten Nachsorge-Artikel des Bizarr-Paysex-Ratgebers behandelt. Hier soll es nun um den Umgang mit Nachwirkungen emotionaler Art gehen.
BDSM wirkt für viele Menschen tief in der Psyche und kann unerwartete, mitunter schwer zu kontrollierende Gefühle auslösen. Das ist grundsätzlich kein Grund zur Beunruhigung, solange der richtige Umgang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Versorgung körperlicher Blessuren nach einer BDSM-Session habe ich im <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">ersten Nachsorge-Artikel</a> des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a> behandelt. Hier soll es nun um den Umgang mit Nachwirkungen emotionaler Art gehen.</p>
<p>BDSM wirkt für viele Menschen tief in der Psyche und kann unerwartete, mitunter schwer zu kontrollierende Gefühle auslösen. Das ist grundsätzlich kein Grund zur Beunruhigung, solange der richtige Umgang mit der Situation dazu führt, dass sich die Gefühlslage der Beteiligten früher oder später auch wieder normalisiert. Auch Tage nach einer Session kann es noch zu Gefühlsschwankungen kommen &#8211; von einer milden Form von Größenwahn (&#8220;Nach dem, was ich da überstanden habe, kann mir nichts mehr passieren, ich bin unzerstörbar!&#8221;) bis hin zu plötzlichen Schüben depressiver Verstimmung.</p>
<p>Aber der Reihe nach: <span id="more-1270"></span></p>
<p><br/><br />
Unmittelbar nach dem Spiel: <strong>Auffangen</strong></p>
<p>Unter &#8220;Auffangen&#8221; versteht man den sanften Übergang aus der Spielsituation zurück in die Realität. In einem BDSM-Szenario gerät insbesondere der Passive oft in einen Zustand veränderter Wahrnehmung, den sogenannten &#8220;Sub-Space&#8221;: eine leichte, gelegentlich auch tiefere Trance mit starkem Fokus auf die eigene Innenwelt und/oder auf den oder die Aktive. Ein allzu abruptes Auftauchen daraus fühlt sich selten angenehm an. Je nachdem, wie weit der aktive Part sich gehen lässt, gibt es dort ähnliche Phänomene, in diesem Fall ist das &#8220;Auffangen&#8221; eher ein gemeinsames, für alle Beteiligten angenehmes Ritual als etwas, das der Aktive zum Wohl des passiven Passiven initiiert. Selbst im Kontext kommerzieller SM-Dienstleistungen ist es ganz und gar nicht ausgeschlossen, dass der beteiligte Profi anschließend ebenfalls einer &#8220;Erdung&#8221; bedarf.</p>
<p>Die Strategien des Auffangens sind unterschiedlich und hängen von den Bedürfnissen der Beteiligten ab. In diesem Moment ist ganz besonders die Empathie und Erfahrung des Profis gefragt &#8211; und als Gast solltest du dich nicht scheuen, deine Wünsche zu äußern, sofern du sie formulieren kannst. Solltest du bereits im Vorfeld wissen, welche Art der sanften Landung dir im allgemeinen guttut, ist das übrigens ein Thema, das auch ins Vorgespräch mit einfließen kann und sollte. </p>
<p>Zum Auffangen können gehören:</p>
<ul>
<li>Das langsame Lösen von Fesseln &#8211; bewusst und rituell statt zweckgerichtet</li>
<li>Gleiches gilt für das Auflösen von Transformationen, zum Beispiel das Ablegen von Halsbändern oder TV-Garderobe</li>
<li>Körperliche Nähe: eine Hand auf der Brust des Passiven, einander die Hände halten, eine Umarmung bis hin zum Kuscheln, je nach Wohlfühlbereich der Beteiligten</li>
<li>Gemeinsame Ruhe, einander Zeit lassen, ohne zu sprechen</li>
<li>Ein kühles Getränk</li>
<li>Eine heisse Dusche</li>
<li>Zweisamkeit</li>
<li>Alleinsein</li>
<li>Meditation</li>
<li>Ein Spaziergang in der Natur, Bewegung, frische Luft, Sonnenlicht</li>
</ul>
<p><br/></p>
<p>Nach dem Auffangen: <strong>Das Nachgespräch</strong></p>
<p>Im kommerziellen Kontext sollte das Nachgespräch meines Erachtens ein Angebot an den Gast sein, keine Forderung. Das weibliche Äquivalent zu &#8220;Und Baby, war ich gut?&#8221; hat hier nichts verloren &#8211; allenfalls eine Frage nach dem allgemeinen Befinden und den aktuellen Bedürfnissen, sei es ein weiteres Getränk, ein Gespräch, oder ein Taxi. Wenn mein Gegenüber unser Spiel bereits jetzt inhaltlich reflektieren möchte: fein. Wenn ihm der Sinn mehr nach allgemeiner Konversation steht, sehe ich darin ein erweitertes Auffangen, eine Rückkehr in die Realität. Auch das ist selbstverständlich in Ordnung. Und dann gibt es noch die &#8220;Flüchter&#8221;, die, kaum aus der Dusche zurück, bereits im Mantel und mit der Tasche in der Hand darauf warten, möglichst schnell verschwinden zu können. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, die ich in den meisten Fällen auch nicht persönlich nehme. Wenn zu deiner bevorzugten Art der Erdung zum Beispiel die Bewegung an der frischen Luft gehört, bevor du dich überhaupt weiter mit dem Erlebten auseinandersetzen möchtest, ist es nur logisch und sinnvoll, auf ein unmittelbares Nachgespräch zu verzichten.</p>
<p>Wer übrigens möglichst schnell gehen möchte, um der Dame nicht zur Last zu fallen, kann damit natürlich unter Umständen richtig liegen &#8211; genauso möglich ist es allerdings, dass die Kollegin sich entweder Sorgen macht, ob alles in Ordnung ist, oder ihr damit selbst ein Abschluss, eine Auflösung des Spiels fehlt. Entgegen landläufiger Meinung investiert auch unsereins gern mal Herzblut in eine intensive Begegnung, und auch wenn wir als Profis sicherlich unsere Methoden haben, allein wieder zurück auf &#8220;normal&#8221; zu schalten, wäre ein gemeinsames Ausklingen, und sei es nur für zehn Minuten, durchaus manchmal stimmiger. Das ist ein Thema, was sich leider so gar nicht verallgemeinern lässt, weil es ausgesprochen situations- und personenabhängig ist, sowohl von Seiten des Gastes als auch von Seiten der Sexworkerin. Ich selbst habe manchmal Sessions, nach denen ich am liebsten nur allein unter der Dusche tief durchatmen möchte und manchmal Situationen, da würde ich gern noch eine Weile klönen. Insofern kann ich gut verstehen, dass bei meinen Gästen ebenfalls unterschiedliche Bedürfnisse bestehen, und zwar unabhängig von der subjektiven Qualität des Erlebten.</p>
<p>Einen Rat, wie du als Gast herausfinden kannst, ob deine Lady noch Zeit mit dir verbringen möchte oder nicht, ist leider schwer zu geben. Du kannst ja nicht wissen, ob ihre positive Antwort auf deine Frage vielleicht aus Gründen der Kundenbindung erfolgt, oder ob ihr Bedauern ob eines direkt nachfolgenden Termins nur ein Vorwand ist, um dich loszuwerden. Beides kann natürlich auch schlicht der Wahrheit entsprechen.<br />
<br/></p>
<p>Einen bis mehrere Tage nach dem Spiel: <strong>Nachbereitung</strong></p>
<p>Ich kenne etliche Kolleginnen, für die die Nachbereitung eines Spiels, meist per e-mail, gelegentlich auch telefonisch, zum üblichen Umfang ihres Angebots gehört. Insbesondere dann, wenn im Nachgespräch noch nicht der richtige Zeitpunkt war, um auf inhaltliche Details der Session einzugehen. Ein solches Feedback ist für beide Beteiligten wertvoll und kann das Verständnis füreinander wunderbar vertiefen, natürlich vor allem, wenn weitere gemeinsame Erlebnisse geplant sind. Ich persönlich bevorzuge einen e-mail-Austausch, da mir dann die Details der letzten Session vor einer nächsten Begegnung, die möglicherweise erst einige Monate später stattfindet, noch präsent sind.</p>
<p>Zur Inspiration für eine Session-Reflexion hier einige Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie war dein Gesamteindruck unserer Begegnung?</li>
<li>Was hat dich im Spiel besonders beeindruckt und warum?</li>
<li>Was würdest du am liebsten gleich nochmal erleben?</li>
<li>Was möchtest du gern bei Gelegenheit intensiver erforschen?</li>
<li>Welche deiner Reaktionen haben dich selbst überrascht?</li>
<li>Was fandest du (ernsthaft) unangenehm?</li>
<li>Mit welchen Anpassungen würdest du die unangenehmen Punkte nochmals probieren wollen? Oder gar nicht?</li>
<li>Was hast du dir anders vorgestellt oder gewünscht, und zwar wie?</li>
<li>Möchtest du Kritik am organisatorischen Ablauf loswerden?</li>
</ul>
<p>Selbstverständlich musst du nicht all diese Fragen beantworten, sondern nur die, die dir wichtig erscheinen. Auch ein &#8220;War klasse gestern, vielen Dank!&#8221; ohne weitere Details freut uns &#8211; und vielleicht möchtest du einige dieser Punkte auch einfach erst im nächsten Vorgespräch anbringen.</p>
<p>Negative Kritik ist natürlich immer eine heikle Sache. Es soll ja Begegnungen geben, da scheint hinterher jedes Wort zuviel, weil sie so völlig in die falsche Richtung gelaufen sind, dass man einander sowieso nie wieder sehen möchte. Natürlich ist niemand dazu verpflichtet, seine Beanstandung zu formulieren, und ich wünschte, ich könnte mich für alle Kolleginnen verbürgen, mit Kritik konstruktiv umgehen zu können. Worum ich allerdings wirklich bitten möchte ist, der Dame die Möglichkeit zu einer persönlichen Stellungnahme zu geben, falls du planst, eine Bewertung irgendwohin weiterzutragen oder zu veröffentlichen. Eine BDSM-Begegnung ist eine komplexe und intime Angelegenheit, und natürlich kann es vorkommen, dass die berühmte &#8220;Chemie&#8221; nicht passt, der Funke nicht überspringt oder eine Reaktion falsch interpretiert wird. Solche emotionalen Unstimmigkeiten sollte man auch möglichst getrennt von objektiven organisatorischen Kriterien (Sauberkeit des Badezimmers, Wartezeiten bei einem verbindlich vereinbarten Termin, Telefongespräche während einer Session o.ä.) betrachten, auch wenn es sicherlich menschlich ist, nach einer warum auch immer verpatzen Session erst mal einfach alles an der Aktion und der Frau schlecht zu finden.</p>
<p><br/></p>
<p>Stunden bis Tage nach einem Spiel: <strong>Abstürze und Notfälle</strong></p>
<p>Wie bereits in der Einleitung erwähnt, kann es nicht nur innerhalb einer Session, sondern auch noch Tage danach zu unvorhergesehenen, starken Gefühlsausbrüchen kommen. Das Phänomen, Stunden oder Tage nach einem Spiel plötzlich in ein emotionales Loch zu fallen, ist als &#8220;Sub Drop&#8221; hinlänglich bekannt. Meist wird zu einem erneuten Auffangen geraten, die Maßnahmen sind oben beschrieben. In einem kommerziellen Verhältnis genau wie in einer privaten Fernbeziehung fällt der physische Kontakt dabei nun meist leider weg, dabei ist gerade der für die meisten Fälle von Sub Drop am hilfreichsten. Ich hoffe, dass möglichst viele Kolleginnen in einem ernstzunehmenden emotionalen Notfall für ihren Gast auch im Nachhinein da sind, insbesondere, wenn das Phänomen zum ersten mal auftritt und ihn überrascht. Oft hilft schon das Wissen, dass diese Stimmungsschwankungen nicht ungewöhnlich sind und von selbst wieder verschwinden. Meist treten sie im Nachklang einer besonders tiefgehenden Begegnung auf. </p>
<p>Wer regelmäßig intensiven BDSM in einem kommerziellen Rahmen ausleben möchte, wird in den meisten Fällen mit der Zeit lernen (müssen), sich bei einem nachträglichen Absturz weitgehend selbst aufzufangen, da selbst eine engagierte Sexworkerin dies selten regelmäßig wird leisten können. Die gute Nachricht ist: eine solche Selbsthilfe <em>ist </em>erlernbar und die &#8220;Drops&#8221; werden mit der Zeit und besserer Selbstkenntis weniger unangenehm.</p>
<p>Die schlechte Nachricht: Nicht jeder, der zum Sub Drop neigt, möchte diesen Preis zahlen. Ich verstehe jeden, der sich nach einer solchen Erfahrung vom kommerziellen BDSM wieder abwendet oder zumindest die Tiefe seiner Hingabe gegenüber einer professionellen Lady begrenzt. Umso mehr freuen wir Profis uns über diejenigen, die von diesem Übel nicht geplagt werden oder bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p>Zum Abschluss noch ein Link zu einer Diskussion des Sub-Drop-Phänomens in einem Gäste-Forum, <a target="_blank" href="http://www.dominaforum.net/forum/viewtopic.php?t=24186">Thema: &#8220;Niedergeschlagen nach Session&#8221;</a>.</p>
<p><br/><br />
Bei diesem Artikel freue ich mich ganz besonders über Kommentare und Ergänzungen: </p>
<ul>
<li>Wie werdet ihr gern aufgefangen? </li>
<li>Bevorzugt ihr im Nachgespräch Manöverkritik oder Smalltalk? </li>
<li>Welche Erfahrungen habt ihr mit Session-Nachbereitung gemacht? </li>
<li>Wie fühlt ihr euch nach euren Sessions? </li>
<li>Kennt ihr den beschriebenen &#8220;Drop&#8221; aus eigenem Erleben, und wie geht ihr damit um?</li>
</ul>
<p><br/></p>
<p><strong>Dieser Artikel ist Teil des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a>:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/">Die Kontaktaufnahme</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/">Session-Vorbereitung</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/">Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Nachsorge Teil I (körperlich)</a> &#8211; Teil II (emotional)</li>
</ol>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Bizarr-Paysex-Ratgeber: In fünf Schritten zur perfekten Session</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 20:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

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		<description><![CDATA[Inhalt:

Die Wahl der passenden Spielpartnerin
Die Kontaktaufnahme
Session-Vorbereitung
Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch
Nachsorge Teil I (körperlich) &#8211; Teil II (emotional)

Bewusst gibt&#8217;s hier keine &#8220;Neunundsechzig Sklavenregeln&#8221; und andere Normen für sadomasochistische Sexualität. Was innerhalb einer Session geschieht, ist eine Frage von Konsens, gegenseitigem Respekt und Wahrung individueller Grenzen der Beteiligten, und damit eine höchst persönliche Angelegenheit. Der vorliegende Ratgeber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/">Die Kontaktaufnahme</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/">Session-Vorbereitung</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/">Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Nachsorge Teil I (körperlich)</a> &#8211; <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/">Teil II (emotional)</a></li>
</ol>
<p>Bewusst gibt&#8217;s hier keine &#8220;Neunundsechzig Sklavenregeln&#8221; und andere Normen für sadomasochistische Sexualität. Was <em>innerhalb </em>einer Session geschieht, ist eine Frage von Konsens, gegenseitigem Respekt und Wahrung individueller Grenzen der Beteiligten, und damit eine höchst persönliche Angelegenheit. Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich mit dem organisatorischen Davor und Danach &#8211; das Dazwischen findet seine Grenzen lediglich in deiner Kreativität und der deiner Gespielinnen und Gespielen.</p>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.<br />
<br/><br />
Unvergessliche erotische Abenteuer wünscht<br />
Undine</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Safer Spanking</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/safer-spanking/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 00:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexworker-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Spanking]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Sorge, das hier wird keine Neuauflage von &#8220;Bloß nicht auf die Nieren schlagen&#8221;. Über grundlegende Sicherheitstipps bei der Flagellation ist viel geschrieben worden (zum Beispiel bei Datenschlag oder im SM-Handbuch).
Ich möchte stattdessen auf einen Aspekt aufmerksam machen, der in Studios oft wenig Beachtung findet: die Vermeidung von Infektionen bei härterem Spanking, bei dem Verletzungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Sorge, das hier wird keine Neuauflage von &#8220;Bloß nicht auf die Nieren schlagen&#8221;. Über grundlegende Sicherheitstipps bei der Flagellation ist viel geschrieben worden (zum Beispiel bei <a target="_blank" href="http://www.datenschlag.org/papiertiger/lexikon/schlagspiele.html">Datenschlag</a> oder im <a target="_blank" href="http://www.schlagzeilen.com/de/shop/111/111-001/das+smhandbuch.htm">SM-Handbuch</a>).</p>
<p>Ich möchte stattdessen auf einen Aspekt aufmerksam machen, der in Studios oft wenig Beachtung findet: die Vermeidung von Infektionen bei härterem Spanking, bei dem Verletzungen der Haut möglicherweise in Kauf genommen werden oder sogar erwünscht sind. Selbst der glühendste Verfechter blutiger Striemen wird sicherlich auf eine Entzündung der Wunden und damit einhergehende wochenlange Komplikationen verzichten können, von der Übertragung erster Krankheiten ganz zu schweigen. Es gibt jedoch einfache Maßnahmen, um diese Risiken zu minimieren. <span id="more-1008"></span></p>
<p>Grundsätzlich sind zwei Problemfälle zu unterscheiden:</p>
<p><strong>1. Die Übertragung von Krankheitserregern von einem Gast auf einen anderen</strong></p>
<p>Naheliegend ist hier, alle Instrumente, die mit Blut oder (bei flächigen, nässenden Wunden) mit Plasma in Kontakt gekommen sind, entweder nur noch bei dem entsprechenden Passiven und niemand anderem anzuwenden, oder die Spielzeuge nach der Session zu entsorgen. Zum einmaligen Gebrauch eignet sich insbesondere günstiges Verbrauchsmaterial wie Rohrstöcke, Kochlöffel, Badebürsten oder Holzbrettchen mit Griff. </p>
<p>Dies hilft sicherlich, das Schlimmste zu vermeiden, ist für Problemfall Nummer zwei jedoch noch nicht ausreichend:</p>
<p><strong>2. Wundinfektion durch allgegenwärtige Keime in der Luft oder auf der menschlichen Haut.</strong></p>
<p>Bei fast allen anderen SM-Praktiken, die die Haut verletzten &#8211; Nadelspiele, Cutting oder Nähen &#8211; wird mit großer Selbstverständlichkeit steril gearbeitet, das heisst, es werden sterile Instrumente verwendet, die Hände desinfiziert, mindestens saubere und desinfizierte, besser sterile Handschuhe getragen, damit nichts Unsteriles angefasst, etc. Nur beim heftigen, eventuell blutigen Spanking wird mit schöner Regelmäßigkeit auf solche Maßnahmen verzichtet und eine Infektion in Kauf genommen &#8211; dabei kann man hier ganz einfach genauso verfahren wie bei den vorgenannten Praktiken auch. Das heisst: </p>
<ul>
<li>Die &#8220;Schlagfläche&#8221; des Delinquenten mit Hautdesinfektionsspray reinigen und desinfizieren (Einwirkzeit beachten). Dies natürlich erst nach dem Aufwärmen, unmittelbar bevor es ernst wird.</li>
<li>Schlaginstrumente verwenden, die eine glatte, nicht poröse Oberfläche haben und hitzestabil sind: zum Beispiel Kochlöffel und Teigschaber aus Silikon mit Stahlkern, mit Silikon- oder Teflon-Schrumpfschlauch überzogene Rohrstöcke, massive Teflon-Stäbe. </li>
<li>Diese Instrumente werden vor der Session gründlich gereinigt, zum Beispiel in der Spülmaschie, und danach im Backofen hitzesterilisiert (in ein sauberes Küchentuch einschlagen und bei 180°C für 30 Minuten im Ofen belassen). Diese Maßnahme ist natürlich nur für Geräte geeignet, die auch in die Backröhre passen und ausreichend hitzestabil sind, also keine allzu langen Stöcke.
</li>
<li>Erst unmittelbar vor dem Gebrauch wird das Tuch aufgeschlagen und die Schlaginstrumente auf der frisch desinfizierten Haut verwendet. Auch im weiteren Verlauf ist auf Keimfreiheit zu achten, also insbesondere nicht das Schlaginstrument auf der eigenen Haut &#8220;probeklatschen&#8221; lassen oder anderswo als auf dem sterilen Tuch ablegen. Auch der Zögling selbst hat natürlich seine schmutzigen Pfötchen von seinem Hinterteil fernzuhalten, auch wenn die &#8220;Erziehungsfläche&#8221; noch so sehr juckt &#8230;</li>
</ul>
<p>Um grundsätzlich steril zu arbeiten, reichen meist Überlegung, Routine, und ggf. eine freundliche Assistentin. Wer mit sterilen oder desinfizierten Handschuhen beispielsweise eine Türklinke(!) anfasst und selbige Handschuhe anschließend nicht wechselt, sollte sich das Prinzip nochmal kurz durch den Kopf gehen lassen. <img src='http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wird nach einer solchen Prozedur noch die korrekte <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Wund-Nachsorge</a> betrieben, ist ein Spanking-Vergnügen ohne Reue zu erwarten!</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Buchrezension: &#8220;Paying for it&#8221; von Greta Christina</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/buchrezension-paying-for-it-von-greta-christina/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 16:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Paying for it&#8221; (in englischer Sprache) ist &#8220;ein Ratgeber von Sexworkern für ihre Klienten&#8221;. Ein unterhaltsames und hilfreiches Buch, lesenwert für alle Paysex-Kunden, die von uns gemocht werden wollen. Und abgesehen vom zwischenmenschlichen Respekt gibt es handfeste Gründe dafür: &#8220;Sexwork ist wie jede andere Dienstleistungsbranche: Wen die Dienstleisterin mag, der bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Paying for it&#8221; (in englischer Sprache) ist &#8220;ein Ratgeber von Sexworkern für ihre Klienten&#8221;. Ein unterhaltsames und hilfreiches Buch, lesenwert für alle Paysex-Kunden, die von uns gemocht werden wollen. Und abgesehen vom zwischenmenschlichen Respekt gibt es handfeste Gründe dafür: &#8220;Sexwork ist wie jede andere Dienstleistungsbranche: Wen die Dienstleisterin mag, der bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit den besseren Service.&#8221;</p>
<p>In &#8220;Paying for it&#8221; kommen Sexworker verschiedenster Branchen zu Wort: Escorts, Callgirls (und -boys) und &#8220;normale&#8221; Huren, Straßenstrich-Sexworker, Trans-Frauen, aktive und passive BDSM-Profis, Telefonsex-Anbieterinnen und Webcam-Girls, Stripperinnen und Peepshow-Tänzerinnen, bis hin zu exotischeren Wesen wie einer Autorin für erotische Geschichten nach Maß, der Telefonistin eines Online-Sexshops und einer Pornodarstellerin, die Tipps für das höfliche Verhalten von Fans bei Messen und Autogrammstunden gibt. <span id="more-1002"></span></p>
<p>Viele Paysex-Ratgeber US-amerikanischen Ursprungs behandeln in großer Ausführlichkeit den Umgang mit der rechtlichen Situation in den USA. Insbesondere beim Buchen von Escorts gibt es meist einen komplizierten Screening-Prozess, durch den der Escort sicherstellen will, später nicht einem Zivilpolizisten gegenüberzustehen. Das hat hierzulande glücklicherweise keine Relevanz und macht die Publikationen somit für deutsche Paysex-Kunden eher uninteressant. Bei &#8220;Paying for it&#8221; wird diese Thematik nur am Rande erwähnt, zumal die meisten der angesprochenen Branchen nicht unter Prosititution im engeren Sinne fallen und somit auch in den USA legal sind. </p>
<p>Die Herausgeberin Greta Christina, selbst Sexworkerin, präsentiert eingangs eine Zusammenfassung von Tipps und Verhaltensregeln für Kunden und Gäste, bezüglich derer sich alle Autor/innen dieses Buches einig waren. Sie weist aber auch darauf hin, dass sich andere Wünsche und Vorstellungen von Sexworkern stellenweise widersprechen. Im Zweifelsfall hilft fragen &#8211; aber auch, wie man eine solche Frage formulieren kann, um eine ehrliche Antwort zu bekommen (und nicht die, von der die Sexworkerin als professionelle Dienstleisterin glaubt, dass der Kunde sie hören wolle), dafür gibt es hilfreiche Hinweise.</p>
<p>Ein Ratgeber für mehr Authentizität, Intimität und echte zwischenmenschliche Zuneigung in der Sexarbeit. Von mir bekommt das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung.</p>
<p>&#8220;Paying vor it&#8221; ist in meinem Lieblingsverlag <a target="_blank" href="http://www.greenerypress.com/">Greenery Press</a> erschienen und dort auch zu beziehen. Bei <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/Paying-Guide-Workers-Their-Clients/dp/189015959X/">Amazon Deutschland</a> derzeit wohl nur von Drittanbietern, dafür dort recht günstig zu bestellen.</p>
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		<title>Nachsorge</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 22:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Anal]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Bondage]]></category>
		<category><![CDATA[Cutting]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nadeln]]></category>
		<category><![CDATA[Piercing]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiken]]></category>
		<category><![CDATA[Spanking]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Session ist vorüber &#8230; Zeit, deine Wunden zu lecken.
Kurz vorweg: Selbstverständlich hinterlässt nicht jeder Besuch bei einem BDSM-Profi Blessuren. Schmerzspiele sind nur ein kleiner Bereich des bunten Gartens unserer Perversionen, und selbst von eingefleischten Masochisten werden sichtbare Spuren als eines der häufigsten Tabus genannt. Eine erfahrene Lady kennt zahlreiche Praktiken, Varianten und Tricks, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Session ist vorüber &#8230; Zeit, deine Wunden zu lecken.</p>
<p>Kurz vorweg: Selbstverständlich hinterlässt nicht jeder Besuch bei einem BDSM-Profi Blessuren. Schmerzspiele sind nur ein kleiner Bereich des bunten Gartens unserer Perversionen, und selbst von eingefleischten Masochisten werden sichtbare Spuren als eines der häufigsten Tabus genannt. Eine erfahrene Lady kennt zahlreiche Praktiken, Varianten und Tricks, um Blessuren zu minimieren oder ganz auszuschließen.</p>
<p>Solltest du zu denjenigen Passiven gehören, für die Spuren kein Problem sind, und vor allem, wenn du heftigere Formen von BDSM magst, kann es nötig sein, zum Schutz deiner Gesundheit etwas Nachsorge zu betreiben. Und auch Praktiken, die auf den ersten Blick harmlos scheinen, können Nebenwirkungen haben, die mit der richtigen Pflege deutlich schneller vegessen sind.</p>
<p>Im folgenden habe ich einige Nachwirkungen von BDSM-Sessions und ihre Behandlung aufgeführt. Wir immer erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und freue ich mich über Ergänzungen. <span id="more-534"></span><br />
<br/><br />
<strong>Versorgung von Verletzungen der Haut:</strong></p>
<p>Hier ist in erster Linie eine Wundinfektion zu vermeiden. Dies bevorzugt bereits bei der Erzeugung der Wunde durch eine Vor-Desinfektion der unverletzten Haut mit einem geeigneten Haut-Desinfektionsmittel (Einwirkzeiten beachten!) und Verwenden von sterilen Instrumenten (<a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/safer-spanking/">auch beim Spanking</a>). Auch ein wirksamer Tetanus-Impfschutz ist immer eine gute Idee, nicht nur für SMer.</p>
<p>Als Antiseptikum zur Wundversorgung hat sich Betaisodona als Salbe oder Lösung bewährt. Bei Jod-Unverträglichkeit ist ein octenidinhaltiges Antiseptikum (Handelname Octenisept) eine gute Alternative. Natürlich lassen sich auch diverse alkoholhaltige Antiseptika verwenden &#8211; der dadurch ausgelöste brennende Schmerz ist im Rahmen einer SM-Session nicht unbedingt ein so großer Nachteil wie in einer Arztpraxis. <img src='http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Nach der Desinfektion sollte die Wunde mit einer sterilen Auflage abgedeckt und möglichst wenig (z.B. durch Sitzen auf dieser Stelle) belastet werden. </p>
<p>Die Wunde solltest du bis zur vollständigen Abheilung trocken und den Wundschorf intakt halten &#8211; also möglichst selten und nur kurz duschen, Wannenbäder, Schwimmbad und Sauna unbedingt vermeiden. Ein Verbandswechsel sollte alle ein bis zwei Tage erfolgen. Falls die Stelle nicht vollständig trocken gehalten werden kann, ist es sinnvoll, den Verband vor der Dusche zu entfernen, danach die Stelle mit einem sauberen Tuch abzutupfen und anschließend den Verband inklusive Antiseptikum mit einer frischen Wundabdeckung zu erneuern. </p>
<p>Den Verbandswechsel kannst du selbst durchführen, oder vielleicht auch einen &#8220;Nachsorge-Vertrag&#8221; mit der grausamen Verursacherin deiner Leiden abschließen.<br />
<br/></p>
<p><strong>Versorgung von Hämatomen:</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4matom">Hämatome</a>, auch Blutergüsse genannt, sind Einblutungen ins Gewebe durch verletzte Blutgefäße, verursacht durch einen Stoß oder Schlag. Oberflächliche Hämatome werden als &#8220;blaue Flecken&#8221; sichtbar, manchmal sofort, manchmal auch erst einige Stunden nach dem Trauma. Tiefer liegende Einblutungen ins Muskelgewebe sind oft nicht sichtbar, sondern nur als Schwellung und Verhärtung spürbar. Eine Behandlung ist nicht notwendig, es gibt aber einige Möglichkeiten, die Hämatome zu minimieren, falls du das möchtest.</p>
<p>Direkt im Anschluss an die Session kann Kühlen und Hochlagern der entsprechenden Stelle das Einbluten in das Gewebe vermindern. Kühlung ist bis zu 24 Stunden nach dem Spiel sinnvoll.</p>
<p>Bei einer normalen Blutgerinnung sind spätestens nach etwa 24 Stunden die Blutgefäße wieder soweit intakt, dass du den Abbau des Blutes im Gewebe durch Wärme und sanfte Massagen unterstützen kannst. Ab etwa zwei Tagen nach der Session kann man blaue Flecken statt einer Massage durch sanftes bis mittelheftiges Spanking regelrecht &#8220;herausklopfen&#8221;.</p>
<p>In seltenen Fällen können sich größere Hämatome verkapseln und müssen dann chirurgisch &#8220;ausgeräumt&#8221; werden. Sollte die Stelle zunehmend schmerzhaft werden oder sich innerhalb von ein bis zwei Wochen keinerlei Anfänge eines natürlichen Abbaus eingestellt haben, rate ich zu einem Arztbesuch, um die Möglichkeit einer Verkapselung abzuklären.<br />
<br/></p>
<p><strong>Nervenschäden:</strong></p>
<p>Nervenschäden sind eine regelmäßige Nebenwirkung von zwei BDSM-Praktiken: Spanking und Bondage.</p>
<p>Beim <strong>Spanking</strong> ist das zeitlich begrenzte Betäuben der Nervenenden durch Überreizung in der behandelten Region ein erwünschter Aspekt des &#8220;Aufwärmens&#8221; &#8211; anschließende härtere Schläge sind dadurch oberflächlich weniger schmerzhaft, und du kannst die Druckwellen durch das Becken intensiver genießen. Bei häufigen, harten Flag-Sessions sind diese Nervenschäden allerdings immer weniger temporär &#8211; es entwickelt sich der sogenannte &#8220;Leather Butt&#8221; (&#8220;Lederarsch&#8221;), eine verdickte, dauerhaft unempfindliche Haut am Po, die in einer Flag-Session schneller aufplatzt als schmerzt. Diese Entwicklung findet über Jahre statt und braucht einen Anfänger zunächst nicht zu sorgen. Dennoch sollte man das Phänomen im Hinterkopf behalten. </p>
<p>Notorisch nervenschädigende Instrumente sind schwere, großflächige Paddles und Klatschen. Nicht umsonst sind genau diese Teile auch besonders beliebt zum Aufwärmen. Ich persönlich vermeide sie als Passive seit Jahren, wodurch sich eine bereits eingetretene Desensibilisierung inzwischen fast wieder normalisiert hat.<br />
<br/></p>
<p>Bei einer <strong>Bondage</strong> entstehen Nervenreizungen und -quetschungen durch Abschnüren des Nervs. Am &#8220;beliebtesten&#8221; sind taube Daumen- oder Kleinfinger-Ballen der Hand durch eine Nervenquetschung am Handgelenk, sowie die &#8220;Fallhand&#8221;, eine Lähmung durch Schädigung des <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_radialis">Radialis-Nervs</a> im Oberarm bei japanischer Hängebondage.</p>
<p>Um Nervenschäden in einer Bondage von vornherein zu vermeiden, ist neben der Wahl des Equipments (z.B. Hängefesseln statt normaler Manschetten bei Zug auf Hand- oder Fußgelenke, Handschellen nur kurzzeitig und ohne Zug oder Gegenwehr) und einer ausgefeilten Technik bei Seilfesselungen eine gute Kommunikation unerlässlich &#8211; der Passive sollte bescheid geben, sobald ein Körperteil &#8220;einschläft&#8221;, auch wenn&#8217;s gerade noch so geil ist. Der Aktive sollte damit rechnen, dass der Passive im Erregungszustand die Signale seines Körpers gerne mal ignoriert, und bei riskanten Stellungen wie im Stehen nach oben gefesselten Händen regelmäßig explizit nachfragen.</p>
<p>Um zum Thema &#8220;Nachsorge&#8221; des Artikels zurückzukommen: Bei verletzungsbedingten Nervenschäden gibt es leider kaum Behandlungsmöglichkeiten. Eine Kühlung direkt nach der Quetschung kann helfen, u.U. sind therapeutische Maßnahmen wie eine (echte, bei einem Facharzt!) Reizstrombehandlung möglich &#8211; der Erfolg ist allerdings ungewiss. </p>
<p>Alles in allem ist die Heilung von Nervenschäden eine Frage der Geduld. Es kann Wochen, manchmal Monate dauern, bis sich alles wieder normal anfühlt, aber im allgemeinen regeneriert sich der Nerv von allein. Insbesondere das häufig nach einem ersten &#8220;harmlosen&#8221; Fesselsex-spielchen mit Handschellen anhaltende Taubheitsgefühl in den Handballen kann bei den Beteiligten zu Besorgnis führen, ist allerdings nur temporär und in einigen Wochen vergessen. Bedauerlicherweise werden Handschellen oft von Bondage-Einsteigern für ein geeignetes Utensil gehalten, sind aber tatsächlich eher etwas für Fortgeschrittene und Profis (aktiv wie passiv).<br />
<br/><br />
<br/><br />
<strong>Nachsorge nach Praktiken:</strong></p>
<p><strong>Spanking:</strong></p>
<ul>
<li>Hämatome: siehe oben.</li>
<li>Blutende Wunden: Treten vor allem durch scharfkantige Rohstock-Enden (rundfeilen!) und dünne Bullwhip-Cracker auf. Versorgung siehe &#8220;Verletzungen der Haut&#8221;.</li>
<li>Nässende Wunden: Heilen oft schlechter ab als blutende Wunden und sind meist großflächig. Hier ist ganz besonders auf Sauberkeit und sorgfältige Wundversorgung zu achten.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<strong>Bondage</strong></p>
<p>Bondage scheint zunächst eine harmlose Spielart zu sein, ist aber inbesondere aufgrund der häufig auftretenden Nervenschäden bei Anfängern und gelegentlich auch bei Experten tatsächlich eine der unfallträchtigsten BDSM-Praktiken.</p>
<ul>
<li>Petechien: Viele stecknadelkopfgroße Einblutungen, verursacht durch geplatze Gefäße beim Blutstau durch enge Seile oder Riemen. Behandlung ggf. wie Hämatome. Petechien treten u.U. auch im Gesicht auf beim Aufhängen über Kopf.</li>
<li>Rote Striemen durch eng einschnürende Seile oder Riemen, besonders durch eingeklemmte Haut bei doppelter Seilführung. Behandlung ggf. wie Hämatome.</li>
<li>Nervenschäden: siehe oben.</li>
<li>Schürfwunden: Beim heftigeren Zappeln in locker sitzenden Fesseln (besonders Manschetten und Handschellen) können Schürfwunden auftreten, ebenso durch Reibung auf dem Untergrund (aufgeschürfte Knie, &#8220;Teppichbrand&#8221;). Behandlung siehe &#8220;nässende Wunden&#8221;.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<strong>Cutting</strong></p>
<ul>
<li>Oberflächliche Schnitte, die kaum oder gar nicht bluten, brauchen ausser einer abschließenden Dosis Antisept keine Behandlung.</li>
<li>Tiefere Schnitte: Behandlung siehe &#8220;Verletzungen der Haut&#8221;. Soll bei klaffenden Wunden die Narbenbildung minimiert werden, ist es u.U. erforderlich, den Schnitt klammern oder nähen zu lassen.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<strong>Nadelspiele</strong></p>
<ul>
<li>Ein- und Ausstichwunden brauchen ausser einer abschließenden Dosis Antisept keine Behandlung.</li>
<li>Hämatome: siehe oben.</li>
</ul>
<p><br/><br />
<strong>Analspiele</strong></p>
<ul>
<li>Schließmuskel-Krämpfe: Der Schmerz fühlt sich unerträglich an &#8211; Schließmuskelkrämpfe sind davon abgesehen aber völlig harmlos. Sie treten gelegentlich innerhalb einer Session auf (in diesem Fall: nichts bewegen und abwarten, bis es besser wird. Dildo o.ä. auch nicht herausziehen, das verschlimmert den Krampf!), gelegentlich aber auch danach. Keine Behandlung möglich: Abwarten und aushalten.</li>
<li>Koliken: Werden gelegentlich chemisch verursacht, z.B. durch Gleitmittel &#8211; oder Kondom-Unverträglichkeiten oder bestimmte Klistier-Zusätze. Wärme auf dem Bauch und entspanntes Liegen können die Krämpfe lindern. Sollten Krämpfe zusammen mit Fieber und/oder stärkeren Blutungen auftreten, solltest du dringend einen Arzt aufsuchen, es könnte eine Darmverletzung vorliegen.</li>
<li>Leichte Blutungen, Wundsein des Afters: Bepanthen- oder andere Wundsalbe hilft. Sollten vorhandene Hämhorriden verletzt worden sein oder sich entzünden, ist spätestens jetzt ein Arztbesuch angeraten.</li>
<li>Starke Blutungen: Sofort zum Arzt! Mit Darmverletzungen ist nicht zu spaßen.</li>
</ul>
<p><br/><br />
Als medizinischer Laie habe ich diesen Text zwar nach ausführlicher Recherche und Rücksprache mit Medizinern verfasst, möchte aber dennoch den Rat eines Experten nicht ersetzen. Hole dir im Zweifelsfall bitte immer eine weitere Meinung ein.<br />
<br/><br />
Intensive Erlebnisse ohne Reue wünscht<br />
Undine</p>
<p><br/><br />
<strong>Dieser Artikel ist Teil des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a>:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/">Die Kontaktaufnahme</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/">Session-Vorbereitung</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/">Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</a></li>
<li>Nachsorge Teil I (körperlich) &#8211; <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/">Teil II (emotional)</a></li>
</ol>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.</p>
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		<item>
		<title>Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 22:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschzettel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist soweit: Du sitzt deiner Traumfrau gegenüber. Sie hat Charisma, ist provozierend gekleidet, und die ungewohnte Studio-Atmosphäre tut ein übriges. Du bist verständlicherweise aufgeregt und hast vielleicht Angst, etwas wichtiges zu vergessen. Um auf diese Situation bestmöglich vorbereitet zu sein, können dir die folgenden Tipps helfen. 
Auf jeden Fall wird dein Gegenüber wissen wollen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist soweit: Du sitzt deiner Traumfrau gegenüber. Sie hat Charisma, ist provozierend gekleidet, und die ungewohnte Studio-Atmosphäre tut ein übriges. Du bist verständlicherweise aufgeregt und hast vielleicht Angst, etwas wichtiges zu vergessen. Um auf diese Situation bestmöglich vorbereitet zu sein, können dir die folgenden Tipps helfen. <span id="more-208"></span></p>
<p><strong>Auf jeden Fall wird dein Gegenüber wissen wollen, was dich herführt und was du erleben möchtest.</strong> BDSM und Fetisch-Erotik sind ein unglaublich weites Feld, und keine noch so erfahrene und empathische Sexworkerin kann Gedanken lesen. Eine aktive Lady wird Anhaltspunkte haben wollen, im Rahmen derer sie sich kreativ entfalten kann. Eine Zofe oder Sklavin wird ebenfalls wissen wollen, was auf sie zukommt, um euch beiden ein befriedigendes Erlebnis verschaffen zu können &#8211; es ist für alle Beteiligten frustrierend, erst innerhalb der Session festzustellen, dass sie eine dir wichtige Praktik nicht durchzuführen bereit ist oder eine &#8220;Überraschung&#8221; in Form eines mitgebrachten Spielzeugs nicht so ankommt, wie du es dir erhofft hast.</p>
<p>Als Passiver sehr konkrete Vorstellungen vom Ablauf einer Session zu haben, ist oft verpönt. Ich kann nur raten: <strong>stehe zu deinen Phantasien.</strong> Wenn deine erotischen Visionen bestimmte Schlüsselmomente enthalten, die du genau so erleben möchtest, dann verdränge das bitte nicht zugunsten von SM-Klischees und Konventionen. Zu diesem Thema habe ich mich ausführlicher im Artikel <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/02/wunschzettel-und-drehbuecher/">Wunschzettel und Drehbücher</a> ausgelassen.</p>
<p>Solltest du noch keine realen SM-Erfahrungen gesammelt haben, sind deine <strong>sexuellen Phantasien</strong> ein wertvoller Ansatzpunkt. Eine erfahrene Lady weiss, dass nicht alles, was im Kopfkino gespielt wird, auch zur (sofortigen) Umsetzung taugt und wird die Angelegenheit langsam angehen. Dennoch ist es wichtig zu wissen, in welche Richtung deine Interessen tendieren &#8211; Schmerzspiele, ausgeliefert zu sein, ein bestimmter Fetisch, ein bestimmter Tonfall oder Umgang miteinander, oder vielleicht etwas ganz anderes. Eine erfahrene Passive wird dir ebenfalls eine Einschätzung geben können, welche deiner dominanten Phantasien innerhalb einer ersten Session realistisch umsetzbar sind und dir gegebenenfalls eine kurze Einführung in die gewünschten Praktiken geben.</p>
<p>Wenn du Angst hast, vor Aufregung die Hälfte zu vergessen, scheue dich nicht, dir <strong>Notizen</strong> zu machen und mitzubringen. Viele Ladies lesen auch gern schon vorab per <strong>e-mail</strong> etwas über deine Wünsche als Grundlage für das persönliche Gespräch. Sicherheitshalber kannst du deine e-mail zusätzlich ausgedruckt zum Termin mitbringen. Wenn dir schreiben grundsätzlich leichter fällt als reden, bringe einen ausformulierten <strong>Brief</strong> mit (du solltest allerdings davon ausgehen, dass du trotzdem noch einige Fragen beantworten musst).</p>
<p>Ebenfalls wichtig sind deine <strong>Tabus</strong>: Dinge, die du auf gar keinen Fall erleben möchtest. Sobald deine Gespielin einen Eindruck dessen hat, wohin die Reise gehen soll, wird sie vielleicht einige &#8220;tabuträchtige&#8221; Praktiken abfragen, die ihr zu diesem Rahmen einfallen und die sie gern durchführt. Falls du von verwandten Praktiken einige erregend findest und andere ablehnst, solltest du aus eigener Initiative darauf hinweisen &#8211; z.B. falls du Bondage erleben möchtest, aber von Knebeln leicht Würgereiz bekommst oder als visueller Mensch auf keinen Fall eine Augebinde tragen möchtest, oder wenn du von Facesitting träumst, aus Safer Sex-Überlegungen die Dame aber nicht lecken möchtest.</p>
<p>Falls ein Spiel um Widerstand, Jammern und &#8220;Zwang&#8221; geplant ist, solltet ihr im Vorgespräch ein <strong>Safeword</strong> vereinbaren, das anzeigt, dass es dir ernsthaft zuviel wird. Im Studiokontext oft verwendet wird &#8220;Gnade&#8221;, da dies erlaubt, in Rolle, also im Machtgefälle zu bleiben. Die meisten Dominas können den Realitätsgehalt von &#8220;Oh bitte tun Sie mir das bloss nicht an, Herrin&#8221; und &#8220;Mist, mein Arm ist eingeschlafen&#8221; auch ohne Safeword recht gut voneinander unterscheiden, dennoch schadet diese zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit nie. In geknebeltem Zustand kann das Safeword durch ein nonverbales Signal ersetzt werden: ich drücke meinem Opfer dann Bündel Glöckchen an einem dünnen Seil in die Hand. Dies fallenzulassen bedeutet, dass etwas nicht stimmt.</p>
<p>Je nach Art des Spiels sind <strong>medizinische Einschränkungen, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme</strong> abzuklären. Im Idealfall fragt die Dame deiner Wahl alle relevanten Punkte ab, alternativ solltest du aus eigener Initiative darauf aufmerksam machen. Das dient dem Schutz deiner Gesundheit, ist aber auch eine Frage der Höflichkeit &#8211; so ein Notarzteinsatz ist lästig und bringt immer die ganze Studio-Organisation durcheinander &#8230; (hier geht&#8217;s zur <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/gesundheits-checkliste/">Gesundheits-Checkliste</a>.)</p>
<p>Im Vorgespräch sollte unbedingt auch Raum für <strong>deine Fragen</strong> sein &#8211; entweder gleich zu Anfang, oder sobald die oben aufgeführten &#8220;Standardpunkte&#8221; abgehandelt sind. Wer die Beantwortung kritischer Fragen scheut oder zu etwaigen Bedenken deinerseits nicht kompetent Stellung nehmen kann, ist möglicherweise nicht die passenden Spielpartnerin für dich. <em>Informiertes</em> Einvernehmen unterscheidet BDSM von realer Gewalt, und das bedeutet unter anderem, dass Risiken nicht hochherrschaftlich vom Tisch gewischt werden.</p>
<p>Es ist grundsätzlich besser, dich am Ende des Gespräches respektvoll zu verabschieden, falls du dich nicht wohl und gut aufgehoben fühlst, oder falls du aus anderen Gründen nicht aus ganzem Herzen &#8220;ja&#8221; zu einer anschließenden Session sagen kannst. <strong>Lass dich zu nichts überreden, was du nicht möchtest!</strong> (Übrigens: eine klare Aussage wie &#8220;Ich denke, es passt nicht zwischen uns&#8221; oder &#8220;Ich muss mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen&#8221; kostet dich zwar sicher Überwindung und ist auch nicht schön für die Dame, insbesondere falls sie sich die Zeit für eine anschließende Session freigehalten hat, ist aber wenigstens ehrlich und auf jeden Fall besser als das &#8220;dringend umzuparkende Auto&#8221; oder der erforderliche &#8220;Gang zum Geldautomaten&#8221;.)</p>
<p>Falls dieser Punkt nicht bereits bei der Terminvereinbarung oder zu Beginn des Treffens angesprochen wurde, ist nun der Zeitpunkt, <strong>die Honorarfrage</strong> zu klären. Die Bezahlung einer Sexworkerin erfolgt nahezu immer im voraus, also spätestens gegen Ende des Vorgespräches. Manche Frauen haben bestimmte Vorlieben, z.B. die Scheine abgezählt in einem unverschlossenen Umschlag überreicht zu bekommen, falls das Honorar im Vorfeld bekannt war, oder es gibt eine Schale oder Schatulle, in der das Geld diskret abgelegt werden kann, während du dich vor dem Besuch des Badezimmers aus- oder umziehst. In den meisten Fällen ist es aber völlig ausreichend, ihr das Honorar einfach bar zu überreichen. Andere Zahlungsmittel werden nur selten akzeptiert (dies solltst du ggf. schon bei der Buchung klären).</p>
<p>Sollte die genannte Summe dein Budget überschreiten, ist es völlig in Ordnung zu fragen, ob mit einer inhaltlichen und/oder zeitlichen Anpassung der Sessionplanung eine Einigung erzielt werden kann. Feilschen im Basar-Stil dagegen ruiniert garantiert die Stimmung und die Laune der Lady, und das kann nicht in deinem Interesse liegen, selbst falls sie sich letztendlich darauf einlassen sollte.</p>
<p>Nach dem Vorgespräch hast du in den meisten Lokalitäten die Möglichkeit, dich auf die eine oder andere Weise frisch zu machen oder zu duschen. Und dann steht eurem gemeinsamen Vergnügen nichts mehr im Weg!</p>
<p><br/><br />
<strong>Dieser Artikel ist Teil des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a>:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/">Die Kontaktaufnahme</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/">Session-Vorbereitung</a></li>
<li>Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Nachsorge Teil I (körperlich)</a> &#8211; <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/">Teil II (emotional)</a></li>
</ol>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.</p>
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		<title>Session-Vorbereitung</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 22:29:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Verabredung eines Treffens höre ich oft in einem Nachsatz noch die Frage &#8220;Muss ich irgendwas mitbringen, mich vorbereiten, etwas beachten?&#8221; Meist ist meine Antwort, &#8220;nein, komm einfach vorbei, alles weitere besprechen wir dann persönlich.&#8221; Und das stimmt im Prinzip auch &#8211; du musst gar nichts tun in Vorbereitung auf ein Treffen mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Verabredung eines Treffens höre ich oft in einem Nachsatz noch die Frage &#8220;Muss ich irgendwas mitbringen, mich vorbereiten, etwas beachten?&#8221; Meist ist meine Antwort, &#8220;nein, komm einfach vorbei, alles weitere besprechen wir dann persönlich.&#8221; Und das stimmt im Prinzip auch &#8211; du <em>musst</em> gar nichts tun in Vorbereitung auf ein Treffen mit einem BDSM-Profi. Aber natürlich gibt es schon ein paar Dinge, die du tun <em>kannst</em>, um euer beider Genuss zu maximieren. Hier eine Liste. <span id="more-647"></span></p>
<p><strong>Langfristig:</strong></p>
<ul>
<li>Eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hepatitis_B#Impfung" target="_blank"><strong>Hepatitis-Impfung</strong></a> ist für alle nicht vollständig monogam lebenden Menschen empfehlenswert, am besten gleich die Kombination für Hepatitis A/B (und damit auch D). Hepatitis ist hundertmal ansteckender als HIV und kann beim Sex oder durch kleinste Verletzungen, wie sie auch beim BDSM ohne Geschlechtsverkehr vorkommen können, übertragen werden. Natürlich sollte gerade eine Sexworkerin geimpft sein, aber da sie dir kaum ihre medizinischen Unterlagen zeigen wird und zudem durch mangelhafte Reinigung von Instrumenten auch eine Übertragung von einem Gast auf einen andern möglich ist, gehe auf Nummer sicher und schütze dich selbst.</li>
</ul>
<p><strong>Mittelfristig:</strong></p>
<ul>
<li>Falls du Bedenken hast, im Vorgespräch vor Aufregung wichtige Informationen zu vergessen, mach dir Notizen oder schreibe einen Brief an deine Lady, den du vorab verschicken oder mitbringen kannst. Falls ihr im Vorfeld ausführlicheren e-mail-Kontakt hattet, kannst du auch die relevanten e-mails als Gesprächsgrundlage ausdrucken und mitbringen.</li>
<li>Falls du Interesse an Spanking, Treten, Kneifen, Beissen oder extremeren Formen von Bondage hast, verzichte etwa eine Woche im voraus auf Asprin, auch als Schmerzmittel, und andere blutverdünnende Medikamente (natürlich nur, sofern sie nicht medizinisch notwendig sind &#8211; in diesem Fall solltest du deine Gespielin informieren), insbesondere, wenn nach der Session keine Spuren sichtbar bleiben sollen.</li>
<li>Wenn du Lieblingsspielzeuge oder bestimmte Fetische hast, stimme ab, ob diese Dinge im Studio vorhanden sind, oder ob du sie selbst besorgen und mitbringen darfst bzw. solltest.</li>
<li>Eine Absprache im Vorfeld ist auch nötig für den Fall, dass du dir einen Empfang wünschst, der von den üblichen Gepflogenheiten der Dame oder des Studios abweicht, wie z.B. einen bestimmten Session-Einstieg direkt an der Tür. (Sei allerdings nicht enttäuscht, wenn die Lady zunächst auf einem neutralen Vorgespräch besteht, wenn ihr einander noch nicht kennt &#8211; der Wunsch, vorab alles detailliert am Telefon zu besprechen, um vor Ort sofort in ein Spiel einsteigen zu können, wird leider sehr häufig von Herren geäußert, die zum verabredeten Termin dann nicht erscheinen.)</li>
<li>Eine Aufmerksamkeit in Form eines kleinen Geschenkes, z.B. Blumen, Sekt oder Süßes, wird normalerweise nicht erwartet. Solltest du trotzdem etwas mitbringen wollen, erkundige dich, was deiner Favoritin gefallen könnte. Manche Frauen erwähnen ihre Präferenzen auf ihrer Homepage. Von sehr persönlichen Geschenken wie Parfum oder Dessous solltest du absehen, bis du den Geschmack deiner Lady sicher einschätzen kannst, wenn sie diesbezügliche Wünsche nicht von allein erwähnt.</li>
</ul>
<p><strong>Kurzfristig:</strong></p>
<ul>
<li>Zieh hübsche Unterwäsche an, in der du dich wohlfühlst, und packe u.U. etwas zum Wechseln ein.</li>
<li>Nimm eine Dusche oder frage deine Favoritin, ob es die Möglichkeit gibt, vor Ort zu duschen und ob sie das vorzieht (je frischer geduscht desto angenehmer ist es für euch beide, gerade wenn du eine längere Anreise hinter dir hast).</li>
<li>Rasiert und gepflegt kommt immer gut an &#8211; falls du dich intim rasierst, ist es sinnvoll, dies etwa 24 Stunden vor deinem Treffen zu tun, damit die Haut nicht mehr allzu sehr gereizt ist. Eine Intimrasur hat viele Vorteile, ob beim Oralsex oder CBT &#8211; falls das nicht deinem Geschmack entspricht, ist das Kürzen der Haare mit einem Langhaarschneider eine gute Alternative.</li>
<li>Frisch geputze Zähne sind zwar grundsätzlich löblich, ganz kurz vor der Session allerdings ein Safer-Sex-Risiko beim Oralverkehr. Sollte OV zu deinen Interessen gehören, verwende statt der Zahnbürste lieber ein Zahnpflege-Kaugummi oder ein Mundwasser.</li>
<li>Kein Alkohol vor der Session. Da es für uns nicht nachvollziehbar ist, wieviel du getrunken hast, werden nach Alkohol riechende Interessenten oft nicht akzeptiert. Manche Sexworker trinken mit einem Gast auf Wunsch gern ein Glas Sekt vor der Session, andere verzichten gänzlich auf Alkoholkonsum.</li>
<li>Fans von Analspielen fragen oft, ob vor der Session ein <a target="_blank" href="http://www.pflegewiki.de/wiki/Klistier">Klistier</a> nötig sei. Im allgemeinen ist das nicht der Fall, da der gesunde Enddarm (in dem die allermeisten Analspiele stattfinden) entweder leer und sauber ist oder ein Stuhldrang ausgelöst wird, nach dessen Erledigung wir wieder bei Punkt &#8220;leer und sauber&#8221; sind. Wer an Verstopfung leidet oder sicher gehen will, dass auch keine kleinsten Fäkalien-Reste das Spiel beeiträchtigen, kann natürlich zuhause ein Klistier durchführen. Dafür sind Einmal-Klistiere aus der Apotheke am besten geeignet, diese sind hygienisch einwandfrei und für eine simple Reinigung des Mastdarms sind keine größeren Wassermengen nötig. Alternativ kann ein Klistier als Teil der Session durchgeführt werden, beachte dabei aber, dass der Vorgang recht zeitintensiv sein kann. Vor allem solltet ihr abwarten, bis sich der Darm so weit beruhigt hat, dass ihr an dieser Stelle weiterspielen könnt. Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass du das Klistier nicht verträgst (Übelkeit und Kreislaufprobleme sind mögliche Nebenwirkungen), was den weitern Verlauf der Session zumindest unterbricht. Für Einsteiger sicherlich weniger relevant ist eine Darmspülung vor der Durchführung von tieferem Fisting jenseits des Mastdarms.</li>
<li>Falls du Wert auf Diskretion bzgl. deines Körperduftes legst, kann es sinnvoll sein, dein eigenes Duschgel und Deo zum Gebrauch nach der Session einzupacken.</li>
<li>Falls das Honorar für dein Spiel im voraus bekannt ist, kannst du das Geld bereits abzählen und separat in deiner Brieftasche oder einem unverschlossenen Umschlag bereithalten. Das vereinfacht den Moment der Übergabe, besonders für den Fall, dass ihr euch in einem Raum mit gedämpften Licht aufhaltet.</li>
<li>Erscheine ausgeruht und stressfrei, plane z.B. Zeit für die Parkplatzsuche oder für Zugverspätungen ein. Routinierte Studiobesucher können auch mal ein SM-Wellness-Häppchen zwischen zwei Geschäftsterminen genießen. Als Anfänger solltest du dir etwas mehr Zeit nehmen und auch danach nicht gleich wieder in Eile sein.</li>
<li>Ein leichter Snack vor dem Termin ist eine gute Idee. Eine SM-Session ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit Sport: ein leerer Magen kann zu Kreislaufproblemen und Unkonzentriertheit führen, ein übervoller zu Beschwerden anderer Art.</li>
<li>Der wichtigste Punkt: Genieße die Vorfreude auf eure Begegnung!</li>
</ul>
<p><br/><br />
Ich freue mich über zusätzliche Tipps &#8211; wie bereitest du dich auf eine Session vor?</p>
<p><br/><br />
<strong>Dieser Artikel ist Teil des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a>:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/">Die Kontaktaufnahme</a></li>
<li>Session-Vorbereitung</li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/">Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Nachsorge Teil I (körperlich)</a> &#8211; <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/">Teil II (emotional)</a></li>
</ol>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gesundheits-Checkliste</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/gesundheits-checkliste/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 15:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein &#8220;ungeiles&#8221; aber nichts desto weniger wichtiges Thema: der Schutz deiner Gesundheit (und der deiner Spielpartnerin) bei einer BDSM-Begegnung. Und weil wir uns innerhalb eines Spiels alle lieber mit den erregenderen Themen des Lebens beschäftigen und nicht von ungeplanten Schmerzen, Kreislaufproblemen oder gar Notarzteinsätzen abgelenkt werden möchten, liegt der passende Zeitpunkt, sich über deine Gesundheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein &#8220;ungeiles&#8221; aber nichts desto weniger wichtiges Thema: der Schutz deiner Gesundheit (und der deiner Spielpartnerin) bei einer BDSM-Begegnung. Und weil wir uns <em>innerhalb</em> eines Spiels alle lieber mit den erregenderen Themen des Lebens beschäftigen und nicht von ungeplanten Schmerzen, Kreislaufproblemen oder gar Notarzteinsätzen abgelenkt werden möchten, liegt der passende Zeitpunkt, sich über deine Gesundheit Gedanken zu machen, besser früher als später: zum Beispiel <em>jetzt</em>. <span id="more-730"></span></p>
<p>Sexuelle Erregung kann den Körper beeinflussen wie Leistungssport. Verbunden mit der durch die ungewohnte Situation verursachten Nervosität, plus Stress durch unbequeme Stellungen, ein enges Halsband o.ä. ist ein Studiobesuch bei eingeschränkter Fitness ein Risikofaktor, der nicht unterschätzt werden sollte. Eine erfahrene Sexworkerin, besonders ein BDSM-Profi, kennt sich mit den Reaktionen und Grenzen eines gesunden Körpers hoffentlich umfassend aus, ist aber bei bei vorhandenen gesundheitlichen Problemen unbedingt auf deine Mithilfe angewiesen.</p>
<p>Gerade Menschen, die bereits an Herz-/Kreislaufproblemen leiden, sollten Aufregung <em>eigentlich</em> meiden. <em>Eigentlich</em> &#8211; denn die Alternative, sich ab 55 in den Lehnstuhl zu setzen und darauf zu warten, dass der Rest des Lebens inzwischen irgendwo anders passiert, ist doch eher wenig befriedigend. Umso wichtiger ist es, dass deine Spielpartnerin über bekannte Risikofaktoren wie hohen Blutdruck, hohe Blutfettwerte oder Diabetes informiert ist, um im Notfall schnell und richtig reagieren zu können. (Das gilt übrigens auch für aktive Gäste und reine Fetisch- und Bizarrsex-Liebhaber.)</p>
<p>Andere Faktoren haben weniger dramatische Auswirkungen, können aber den Verlauf eines Spiels dennoch beeinflussen und sind daher wichtig für dein Gegenüber zu wissen.</p>
<p>Eine umfangreiche Gesundheits-Checkliste im Vorgespräch in voller Länge vorgetragen und abgefragt mag auf manchen Gast beruhigend wirken, weil das zeigt, dass die Lady sich Gedanken macht. Andere Interessenten dürften dadurch eher verschreckt werden. In der Praxis werden oft nur einige Punkte von deiner Spielpartnerin explizit angesprochen oder es wird nur allgemein nach gesundheitlichen Einschränkungen gefragt. Auch das ist legitim, erfordert aber mehr Initiative von dir &#8211; und dabei soll die folgende Liste helfen. Im Zweifelsfall: ausdrucken, ankreuzen und mitbringen! (Natürlich nur als Grundlage, nicht als Ersatz für ein persönliches Gespräch.)</p>
<p>Folgende Punkte können je nach geplanter Praktik relevant sein. Denk daran: falls du auch Überraschungen gebucht hast, sind alle nicht explizit als Tabu ausgeschlossenen Praktiken möglich.</p>
<ul>
<li>Kreislaufschwäche (relevant bei Bondage und Strafstellungen)</li>
<li>Gelenkserkrankungen, z.B. Sportverletzungen oder Verschleiss, Bandscheibenprobeme (Bondage und Strafstellungen)</li>
<li>Allergien (Spiele mit Nahrungsmitteln, Pflanzenteilen oder Chemikalien wie Insektengift, wärmeauslösende Salben etc.)</li>
<li>Atembeschwerden, z.B. verstopfte Nase (Knebelungen, Masken, Atemkontrollspiele, Facesitting, Zwangsfütterung, Zwangsaufnahme von Körperausscheidungen)</li>
<li>Erhöhte Neigung zu Brechreiz, auch schon bei kleinen Fremdkörpern im Mund (Knebelungen)</li>
<li>Potenziell ansteckende Geschlechts- und andere Infektionskrankheiten  (je nach Art der Erkrankung kann das auch relevant sein, wenn kein GV/OV/AV geplant ist &#8211; Syphilis beispielweise kann sich auch bei einer Handmassage auf die Finger der Massierenden übertragen!)</li>
<li>Epilepsie oder sonstige Neigung zu Krämpfen oder Anfällen</li>
<li>Tragen von Kontaktlinsen</li>
<li>Tragen von Zahnprothesen</li>
<li>Schwerhörigeit, Hörsturz, Hörgerät(e)</li>
<li>Blutgerinnungsstörung (Nadelspiele, Cutting, Spanking, Treten)</li>
<li>Herzschwäche, Herzschrittmacher</li>
<li>Schlaganfall</li>
<li>Bluthochdruck</li>
<li>Lungenerkrankungen</li>
<li>Erkrankungen der Mundschleimhaut, Neigung zu Zahnfleischbluten, kürzliche Zahn-OPs (Safer-Sex-Risiko beim Oralverkehr und Küssen)</li>
<li>Hämhorriden und akute oder chronische Verdauungsprobleme, etzündliche oder nicht-entzündiche Darmerkrankungen (Analspiele)</li>
<li>Karotis-Sinus-Syndrom, eine Überempfindlichkeit der Blutdruck-Rezeptoren in den Halsschlagadern (Bondage, Tragen von Halsbändern, Atemkontrolle durch Würgen und Drosseln)</li>
<li>Phobien, Neigung zu Panikattacken</li>
<li>Vorausgegangene Medikamenteneinnahme, insbesondere Blutverdünner (auch Aspirin in größeren Mengen) und Potenzmittel &#8211; Viagra in Kombination mit &#8220;Poppers&#8221; kann tödlich sein!</li>
<li>Diabetes</li>
<li>Phimose, Harnröhrenverengung, Hodenerkrankungen oder -veränderungen</li>
<li>Leistenbruch</li>
<li>Implantate</li>
<li>Sonstige chronische Erkrankungen</li>
<li>Bei akuten Beschwerden solltest du eure Begegnung lieber verschieben &#8211; bei leichten, aber ansteckenden Erkrankungen wie Erkältungen ist es höflich anzufragen, ob die Dame sich des Risikos aussetzen möchte, selbst falls du dich gut genug fühlst, um die Session durchzuführen.</li>
<li>Falls es zu Notfällen kommen kann, in denen du mitgeführte Medikamente oder z.B. Zucker einnehmen musst, instruiere deine Gespielin bitte entsprechend.</li>
</ul>
<p>Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wie immer freue ich mich über Ergänzungen in den Kommentaren.</p>
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		</item>
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		<title>Einsteiger-Links</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/ressourcen-fuer-einsteiger/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 09:37:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexworker-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Sammlung von Links auf Online-Ressourcen, Bücher und Organisationen für Einsteiger/innen in Sachen BDSM und Fetisch, Studiobesuche (für Gäste) und Sexwork (für Anbieter/innen).
Ergänzungen per e-mail oder Kommentar erwünscht! Vor allem ausführlichere Informationen für (angehende) Studio-Gäste oder generelle Paysex-Tipps für Kunden in deutscher Sprache würde ich gern noch in größerem Umfang aufnehmen. Z.B. Links auf sachlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Sammlung von Links auf Online-Ressourcen, Bücher und Organisationen für Einsteiger/innen in Sachen BDSM und Fetisch, Studiobesuche (für Gäste) und Sexwork (für Anbieter/innen).</p>
<p>Ergänzungen per <a href="mailto:undine@bizarrlady-undine-hamburg.de">e-mail</a> oder Kommentar erwünscht! Vor allem ausführlichere Informationen für (angehende) Studio-Gäste oder generelle Paysex-Tipps für Kunden in deutscher Sprache würde ich gern noch in größerem Umfang aufnehmen. Z.B. Links auf sachlich formulierte Texte in &#8220;Freierforen&#8221;, soweit sie öffentlich zugänglich sind, oder empfehlenswerte Bücher.<span id="more-324"></span></p>
<p><strong>BDSM (Online-Texte):</strong></p>
<p><a href="http://www.datenschlag.org/txt/index.html" target="_blank">Datenschlag-Texte</a>, eine Sammlung ausführlicher Artikel über BDSM, Praktiken und die Szene, auch Texte explizit für Einstieger.<br />
<a href="http://www.smiki.de/Hauptseite" target="_blank">SMiki.de</a>, die SM-Enzyklopädie<br />
<a target="_blank" href="http://www.sm-outing.de/">SM-Outing.de</a>, Hilfestellung bei Zwangsouting und Tipps für ein freiwilliges Coming-Out.</p>
<p><strong>BDSM (Bücher):</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Die-Wahl-Qual-Handbuch-Sadomasochisten/dp/3499624087/" target="_blank">Die Wahl der Qual</a> von Kathrin Passig und Ira Strübel &#8211; das Buch, das ich meiner Mutter in die Hand gedrückt habe, auf dass sie sich fortan keine Sorgen mehr über das liederliche Leben ihrer Tochter mache.<br />
<a href="http://www.schlagzeilen.com/de/shop/111/111-001/das+smhandbuch.htm" target="_blank">Das SM-Handbuch</a> &#8211; der Klassiker von Matthias Grimme<br />
<a href="http://www.schlagzeilen.com/de/shop/111/111-005/wie+man+eine+herrin+findet.htm" target="_blank">Wie man eine Herrin findet</a>, Tipps für submissive Männer auf der Suche nach einer privaten Herrin<br />
<a href="http://www.schlagzeilen.com/de/shop/111/111-021/wie+mann+seine+sklavin+findet+und+behaelt.htm" target="_blank">Wie Mann seine Sklavin findet</a>, Tipps für dominante Männer auf der Suche nach einer pivaten Sklavin<br />
<a href="http://www.schlagzeilen.com/de/shop/111/" target="_blank">Weitere Bücher aus dem Charon-Verlag</a>. Für Hamburger oder Hamburg-Reisende ist auch der reale Shop in den Reaktionsräumen immer einen Besuch wert &#8211; sehr freundliches und kompetentes Team!<br />
<a href="http://www.amazon.de/New-Topping-Book-Dossie-Easton/dp/1890159360" target="_blank">The Topping Book</a> (englisch): Tipps für Aktive<br />
<a href="http://www.amazon.de/New-Bottoming-Book-Dossie-Easton/dp/1890159352" target="_blank">The Bottoming Book</a> (englisch): Tipps für Passive<br />
<a href="http://www.amazon.de/Fetish-Sex-Erotic-Guide-Couples/dp/1881943232" target="_blank">Fetish-Sex</a> (englisch): informativer Fetisch-Sex-Ratgeber für Paare<br />
<a href="http://www.greenerypress.com/" target="_blank">Weitere Bücher von Greenery Press</a></p>
<p><strong>BDSM (Organisationen):</strong></p>
<p><a href="http://www.schlagwerk.org/" target="_blank">Schlagwerk Hamburg</a>, der Hamburger BDSM-Verein (Stammtische, Workshops etc.)<br />
<a href="http://www.bvsm.de/" target="_blank">BVSM</a>, Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V.<br />
<a href="http://maydaysm.de/" target="_blank">Mayday-SM</a> Hilfe für Sadomasochisten in Notfallsituationen, Hilfetelefon, Vermittlung von Ärzten und Therapeuten ohne Berührungsängste mit unserer Subkultur<br />
<a href="http://www.smjg.org/" target="_blank">SMJG</a>, die Website für jugendliche BDSMer<br />
<a href="http://schlagzeilen.com/de/smgruppen+und+stammtische/" target="_blank">Gruppen-Verzeichnis der Schlagzeilen</a></p>
<p><strong>Studiobesuche (Online-Texte):</strong></p>
<p><a href="http://www.bizarrlady-undine-hamburg.de/faq.php">Undines FAQ</a><br />
<a href="http://www.studio-rex.de/faq.php" target="_blank">Studio Rex FAQ</a><br />
Schlagwörter <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/schlagwort/einsteiger/">&#8220;Einsteiger&#8221;</a> und <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/schlagwort/coaching/">&#8220;Coaching&#8221;</a> in meinem Blog</p>
<p><strong>Sexwork (Online-Texte):</strong></p>
<p><a href="http://www.sexworker.at/" target="_blank">Sexworker.at</a> &#8211; Das Forum für Profis<br />
<a href="http://www.bdsm-profis.com/" target="_blank">BDSM-Profis</a>, das Berufsnetzwerk<br />
Schlagwörter <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/schlagwort/sexwork/">&#8220;Sexwork&#8221;</a> und <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/schlagwort/coaching/">&#8220;Coaching&#8221;</a> in meinem Blog</p>
<p><strong>Sexwork (Bücher):</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Berufsratgeber-f%C3%BCr-Huren-Steuern-Gesundheit/dp/3837014185/" target="_blank">Berufsratgeber für Huren</a> von Micha Ebner: fundiert und gnadenlos realistisch. U.a. Erklärung der neuen Rechtslage für Laien.</p>
<p><strong>Sexwork (Organisationen):</strong></p>
<p><a href="http://besondere-dienste.verdi.de/" target="_blank">Ver.di (Besondere Dienstleistungen)</a>, die zuständige Gewerkschaft. Besonders engagiert für unsere Belange ist <a href="http://www.bdwi.de/bdwi/organisation/beirat/_node/personen/mitrovic.html" target="_blank">Emilija Mitrovic</a>.<br />
<a href="http://www.hydra-ev.org/" target="_blank">Hydra</a> (Berlin), Hurenorganisation<br />
<a href="http://www.donacarmen.de/" target="_blank">Dona Carmen</a> (Frankfurt), Hurenorganisation<br />
<a href="http://www.madonna-ev.de/" target="_blank">Madonna</a> (Bochum), Hurenorganisation<br />
<a href="http://www.kassandra-nbg.de/" target="_blank">Kassandra</a> (Nürnberg), Hurenorganisation</p>
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		<title>Die Kontaktaufnahme</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 10:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/?p=384</guid>
		<description><![CDATA[(Falls du noch auf der Suche nach deiner Traumfrau bist, empfehle ich Teil eins des Bizarr-Paysex-Ratgebers: Die Wahl der passenden Spielpartnerin.)
Du hast eine Auswahl getroffen und es ist an der Zeit, einen ersten Kontakt herzustellen. Vielleicht hast du noch Fragen, vielleicht möchtest du auch gleich einen Termin für ein persönliches Gespräch oder für eine Session [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Falls du noch auf der Suche nach deiner Traumfrau bist, empfehle ich Teil eins des Bizarr-Paysex-Ratgebers: <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a>.)</p>
<p>Du hast eine Auswahl getroffen und es ist an der Zeit, einen ersten Kontakt herzustellen. Vielleicht hast du noch Fragen, vielleicht möchtest du auch gleich einen Termin für ein persönliches Gespräch oder für eine Session vereinbaren.<br />
Wenn deine Favoritin spontane Besucher empfängt und du ohne Termin vorbeischauen möchtest, kannst du diesen Text überspringen &#8211; hier geht es um die Kontaktaufnahme per Telefon oder e-mail. Der nächste Teil der Einsteiger-Fibel wird das persönliche Vorgespräch zum Thema haben. <span id="more-384"></span></p>
<p>Vorweg zur Erklärung: Meine Kolleginnen und ich, die wir unsere Gäste überwiegend oder sogar ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung empfangen, bekommen täglich zahlreiche Anfragen von unbekannten Interessenten. Leider legen es einige Herren gezielt darauf an, uns auf den Arm zu nehmen &#8211; sei es, weil sie Telefonsex-Gebühren sparen möchten, weil sie irgendwelche Agressionen gegen Sexworker hegen, oder aus Gründen, die sich uns wohl nie erschließen werden. Dazu kommen diejenigen, die einen Termin vereinbaren und dann nicht erscheinen, weil sie im letzten Moment der Mut verlässt. Fakt ist jedenfalls, dass wir als Sexworker sehr genau selektieren müssen, welche der Anrufer oder e-mail-Autoren wir ernst nehmen können und welche nicht, und für wen wir entsprechend Zeit für einen vereinbarten Termin reservieren bzw. wessen Anfragen wir detaillierter beantworten wollen. Um dir die Dimensionen vor Augen zu führen: Je nach Art der Werbung liegt die &#8220;Fake&#8221;-Quote bei unbekannten Anrufern bei 50-90%! Die Zuverlässigkeit von e-mail-Kontakten ist meist etwas höher.</p>
<p>Manche Kolleginnen verzichten deshalb ganz darauf, Termine mit Erstbesuchern zu vereinbaren, wenn Domizil und Arbeitsweise auch Laufkundschaft zulassen, andere lassen sich Termine mehrfach auf verschiedenen Wegen (e-mail, Telefon, SMS) und zu bestimmten Uhrzeiten bestätigen oder nehmen Telefonate nur von Anrufern mit Rufnummernübertragung entgegen.</p>
<p>Glaub mir, auch uns Anbieterinnen wäre nichts lieber, als auf diese Maßnahmen verzichten zu können, denn zum einen sind sie umständlich für uns wie für euch, zum anderen unterlaufen uns dabei natürlich Fehler: trotz aller Erfahrung erscheint gelegentlich jemand nicht, der uns seriös schien, oder es wird ein Anrufer durch einen harschen Ton am Telefon abgeschreckt, der es ernst meinte und sich lediglich unglücklich ausgedrückt hat. Und besonders ärgerlich ist es, wenn du dir mühsam Zeit geschaffen oder eine längere Anfahrt hinter dir hast, die Dame den Termin aber mit einem &#8220;der kommt sowieso nicht&#8221; gar nicht erst in ihren Kalender eingetragen hatte und du vor verschlossener Tür stehst.<br />
<br/><br />
<strong>Wie kannst du als ernsthafter Interessent nun deine Zuverlässigkeit zum Ausdruck bringen und uns dabei helfen, dich in die richtige Schublade zu stecken?</strong></p>
<p>Dazu einige Tipps.</p>
<ul>
<li>Studiere alle Informationen gründlich, die deine Favoritin zur Verfügung stellt. Sei es der Anrufbeantworter mit Info-Band, die Anzeige im Magazin oder die Website. Wir wissen recht genau, wo du unsere Kontaktdaten her haben kannst (&#8220;der Kumpel&#8221;, der dir die Telefonnummer zugesteckt hat, ist bestimmt so nett, dir auch die Web-Adresse zu verraten) und welche Informationen dort sonst noch aufgeführt sind. Spätestens bei der dritten Frage, die in aller Ausführlichkeit bereits dort beantwortet steht, wo du auch die Telefonnummer her hast, landet deine Anfrage in der Rundablage für Telefon-Erotiker. Glaub mir, ich bekomme Anrufe von Leuten, die offenbar nicht einmal wissen, in welcher Stadt ich anzutreffen bin.</li>
<li>Per e-mail ist eine persönliche Anrede und ein Bezug auf die Anzeige oder das Repertoire der Lady vertrauenserweckender als eine Massenmail der Marke &#8220;Hallo Herrin&#8221;, gefolgt von einer Wunschliste, die die Angeschriebene zu zwei Dritteln nicht erfüllen kann oder will.</li>
<li>Formuliere dein Anliegen höflich und sachlich. Wenn eine Domina in ihrer Werbung bereits einen &#8220;herrischen&#8221; Ton anschlägt und dir diese Ansprache liegt, sei entsprechend noch ein wenig höflicher als üblich. Mir ist umgekehrt bisher kein Fall bekannt, in dem ein Aktiver ob normalen zwischenmenschlichen Respekts bei der Kontaktaufnahme von einer Sklavin oder Zofe nicht erst genommen wurde.</li>
<li>Eine Kontaktaufnahme muss keine Terminvereinbarung sein! Wenn du Fragen hast, stelle sie und vereinbare einen Termin erst dann, wenn du dir sicher bist, dass du ihn auch wahrnehmen möchtest. Erst einen verbindlichen Termin zu vereinbaren und dann eine Liste von grundsätzlichen Fragen zu stellen, macht dich nicht glaubwürdiger, sondern lässt allenfalls vermuten, dass der Termin nur ein Vorwand war, um ein Pläuschchen zu halten &#8211; insbesondere dann, wenn die Fragen in die Kategorie &#8220;auf der Website beantwortet&#8221; fallen. Das ist ein ganz typischer Fall von einem Telefonat, das recht schnell beendet werden wird, und einem &#8220;Termin&#8221;, der seinen Weg gar nicht erst in meinen Kalender findet.</li>
<li>Eine Anfrage per mail zur Umsetzbarkeit einer bestimmten Phantasie oder eine Terminvereinbarung sind keine erotische e-mail-Erziehung. Sei nicht enttäuscht, wenn dein Gegenüber kurz und sachlich antwortet, auch wenn dein Anschreiben ausführlich war.</li>
<li>Dasselbe gilt für Anrufe. Viele Kolleginnen halten Telefonate kurz und verweisen auf ein unverbindliches Gespräch vor Ort für den Fall, dass du ausführlicheren Informationsbedarf hast. Nimm das bitte nicht persönlich &#8211; wie gesagt, unser aller Leben wäre einfacher, wenn wir jeden Anrufer ernst nehmen könnten.</li>
<li>Denke über die Frage &#8220;Stimmt das auch alles, was auf deiner Website  steht?&#8221;, kurz nach, bevor du sie stellst. Falls sie sich dann nicht von selbst erledigt hat, strenge noch ein paar Synapsen mehr an. Bitte. (Die  Nachfrage bzgl. eines dir wichtigen, konkreten Punktes ist natürlich ausgenommen: &#8220;Sind die Stiefel auf Foto xy noch vorhanden?&#8221; oder &#8220;Sind deine angegebenen Anwesenheitszeiten aktuell?&#8221; zum Beispiel).</li>
<li>Anrufern mit Nummernübertragung wird von vielen Sexworkern ein größeres Vertrauen entgegengebracht, auch wenn sie noch nicht so weit sind, bei unterdrückter Rufnummer gar nicht mehr abzuheben. Ich kann mich natürlich nicht für alle Kolleginnen verbürgen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine renommierte Professionelle diese Nummer in irgendeiner Weise verwendet, die nicht mit dir abgesprochen ist, ist extrem gering. In Freierforen immer wieder empfohlen wird ohnehin ein spezielles &#8220;Hobby-Handy&#8221;. Da ein Zeitverschwender sich normalerweise nicht die Mühe macht, sich für jeden Kontakt eine neue Rufnummer zu besorgen, ist ein Mobiltelefon mit Nummernübertragung meist völllig ausreichend. (Bei Escort-Verabredungen gibt es manchmal Ausnahmen, bei denen die Angabe einer Festnetz-Nummer erforderlich ist.)</li>
<li>Kontaktiere die Lady auf mehrere Arten. Rufe z.B. an und frage, ob du eine detailliertere Phantasie per e-mail schicken kannst, um abzuklären, ob sie eine solche Session umsetzen möchte. Oder rufe nach einer e-mail-Anfrage und einer Rückantwort kurz an, um einen konkreten Termin zu vereinbaren oder zu bestätigen. Sei konsistent und beziehe dich dabei jeweils auf den vorherigen Kontakt.</li>
<li>Wenn ein bestimmtes Zeitfenster für eine Terminbestätigung vereinbart war, halte dich daran! Im Notfall schicke eine kurze SMS und rufe anschließend an, sobald es möglich ist. Das gilt auch für aktive Gäste (nein, auch eine Sklavin harrt deines verspäteten Anrufes nicht kniend, sondern hakt die Sache ab, wenn du dich nicht meldest).</li>
<li>Wenn du einen Termin nicht einhalten kannst, sag möglichst frühzeitig ab. Solange deine Absagen nicht überhand nehmen, ist das oft kein Problem. Ohne Absage nicht zu erscheinen setzt dich allerdings umgehend auf die Blacklist der Dame und oft des ganzen Studios inklusive befreundeter Kolleginnen.</li>
<li>Denke nicht, dass du, nur weil du deine Rufnummer unterdrückt hast oder von verschiedenen e-mail-Accounts schreibst, nicht wiedererkannt wirst. Ein &#8220;es tut mir sehr leid, ich habe es letztes mal nicht geschafft / mich hat der Mut verlassen und ich hab mich nicht getraut abzusagen&#8221; eröffnet dir vielleicht eine zweite Chance &#8211; so zu tun, als hättet ihr noch nie miteinander gesprochen, ganz sicher nicht. Übrigens: auch dieselbe e-mail-Anfrage alle paar Monate wieder zu verschicken, ohne bei positiver Rückmeldung dann tatsächlich je einen Termin zu vereinbaren, macht dich nicht gerade glaubwürdig.</li>
<li>Dass du diese Tipps bis zum Ende durchgelesen hast, zeugt bereits davon, dass du dir Gedanken machst. Ich sehe gute Chancen für spannende Begegnungen. <img src='http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p>Ich wünsche viel Erfolg bei der Kontaktaufnahme und Vorfreude auf dein erstes Treffen!<br />
<br/></p>
<p><strong>Dieser Artikel ist Teil des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a>:</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/">Die Wahl der passenden Spielpartnerin</a></li>
<li>Die Kontaktaufnahme</li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/">Session-Vorbereitung</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/">Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Nachsorge Teil I (körperlich)</a> &#8211; <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/">Teil II (emotional)</a></li>
</ol>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.</p>
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		<title>Die Wahl der passenden Spielpartnerin</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-wahl-der-passenden-spielpartnerin/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 18:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer eine bezahlte BDSM- oder Fetisch-Begegnung sucht, egal ob aktiv oder passiv, steht vor einer schier endlosen Auswahl von Damen, die ihre professionellen Dienste anbieten. Wie kann man also als potenzieller Gast eine sinnvolle Wahl treffen? 

Zunächst ist die Frage, wo du nach einer passenden Gespielin Ausschau halten kannst.

Da wären zum einen die Printmedien. Jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer eine bezahlte BDSM- oder Fetisch-Begegnung sucht, egal ob aktiv oder passiv, steht vor einer schier endlosen Auswahl von Damen, die ihre professionellen Dienste anbieten. Wie kann man also als potenzieller Gast eine sinnvolle Wahl treffen? <span id="more-353"></span><br />
<br/><br />
<strong>Zunächst ist die Frage, <em>wo</em> du nach einer passenden Gespielin Ausschau halten kannst.<br />
</strong><br />
Da wären zum einen die <strong>Printmedien</strong>. Jede größere Stadt verfügt über <strong>Tageszeitungen</strong>, in denen lokale Sexworker inserieren, oft auch Dominas und SM-Studios. Die Zahl der Anzeigen ist in den vergangenen Jahren enorm zurückgegangen, sicherlich zu Gunsten der Online-Werbung (dazu gleich mehr), nichts desto weniger sind nach wie vor täglich einige Inserate zu finden. Oft ist dabei die Telefonnummer eines Anrufbeantworters mit Info-Ansage angegeben, wo du meist die Adresse des Studios und manchmal die URL einer Homepage erfahren und einen ersten Eindruck gewinnen kannst. Die Anrufbeantworter sind üblicherweise Festnetznummern. Wenn eine Mobiltelefonnummer angegeben ist, hast du mit großer Wahrscheinlichkeit eine der Frauen persönlich am Apparat.</p>
<p>Meist werden Anzeigen in den Blättern geschaltet, die die jeweilige Klientel des Studio am ehesten liest &#8211; sprich, als &#8220;typische&#8221; Zielgruppe der entsprechenden Zeitung bist du auch bei den dort inserierenden Damen nicht völlig falsch. Ausnahmen gibt es aber in beide Richtungen, insbesondere wenn es in der entsprechenden Stadt keine große Auswahl an Tageszeitungen gibt, die über entsprechende Rubriken verfügen.</p>
<p>Neben der Tagespresse gibt es an Printmedien noch <strong>SM- und Fetischmagazine</strong> und <strong>Hochglanz-SM- und Domina-Führer</strong> in Sexshops zu kaufen. Erstere bieten vor allem Inhalte und Fotos, manche davon auch primär zu Spezialthemen wie Fußerotik oder Flagellation, und dort inserieren häufig auch entsprechende Anbieterinnen. SM- und Dominaführer sind reine Anzeigenmagazine mit meist mehr schlecht als recht dazwischengebastelten &#8220;redaktionellen Anteilen&#8221;. Der Nachteil an Magazinen aller Art ist definitiv die geringe Frequenz der Ausgaben &#8211; was heute im Laden ausliegt, war gestern schon nicht mehr aktuell, da in den Studios oft eine gewisse Fluktuation herrscht. Auch die Sexshop-Printmedien haben in den vergangenen Jahren deutlich an Anzeigen-Umfang abgenommen.<br />
<br/><br />
<strong>Inzwischen kann man sagen, dass das Internet die Haupt-Informationsquelle zur Planung von Studiobesuchen geworden ist.</strong></p>
<p>Die meisten Studios und viele individuelle Dominas verfügen über eine eigene <strong>Homepage</strong>. Diese Webseiten findest du über die zahlreichen spezialisierten <strong>Listen und Datenbanken</strong>. Das weltweit größte Verzeichnis dürfte nach wie vor der <a href="http://www.maxfisch.com/" target="_blank">Max Fisch Domina Guide</a> sein, es gibt aber noch zahllose andere. Da die meisten einen kostenlosen Eintrag bieten, aber dafür einen Rücklink verlangen, kannst du einfach bei einer beliebigen Profi-Website die Abteilung &#8220;Links und Werbepartner&#8221; durchforsten, zum Beispiel <a href="http://www.bizarrlady-undine-hamburg.de/links.php" target="_blank">hier</a>. <img src='http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Darüber hinaus gibt es <strong>Portale</strong>, die entweder kostenlos oder gegen Gebühr ein ausführlicheres Profil der Dame oder des Studios auf ihren Seiten bereitstellen. Dort findest du auch Frauen, die ansonsten über keine eigene Internetpräsenz verfügen, die Portale sind aber genau wie die Listen auch oft von Profi-Homepages verlinkt.</p>
<p>Dann gibt es natürlich auch in <strong>Laufhäusern und Bordellstraßen</strong> ebenfalls dominante oder &#8220;bizarr&#8221; arbeitende Anbieterinnen, die nirgendwo werben ausser durch ihre Anwesenheit in der jeweiligen allgemein bekannten Lokalität.<br />
<br/><br />
<strong>Nachdem du also nun vor der erwähnten unüberschaubaren Auswahl stehst, wäre als nächstes zu klären, nach welchen Kriterien du deine Favoritin aussuchen solltest.</strong></p>
<p>Es gibt in der Branche im deutschsprachigen Raum eine grobe Einteilung in Kategorien und <strong>Berufsbezeichnungen</strong>, die allerdings weder vollständig noch verbindlich sind. Zur Klärung von Details bleibt dir nur, die Werbung der jeweiligen Dame aufmerksam zu lesen und ggf. nachzufragen, falls Unklarheiten bleiben. Ich werde hier dennoch diese Kategorien zur Orientierung auflisten.</p>
<ul>
<li><strong>Die Domina.</strong> Rein aktiv-bestimmend, im Spiel körperlich berührbar, wenn überhaupt, nur nach ausdrücklicher Erlaubnis bzw. Aufforderung. Viele Dominas scheuen Körperkontakt nicht, solange sie diejenigen sind, die ihn initiieren, und die meisten berühren ihre Gäste durchaus intim und führen zum Ende der Session auch eine &#8220;Handentspannung&#8221; durch. Bei einer Frau, die sich als &#8220;klassische Domina&#8221; bezeichnet, sind ihre eigenen Intimzonen allerdings für den Gast tabu, oft auch optisch (sprich, die Frau bleibt in der Session bekleidet). &#8220;Nicht-klassische&#8221; Dominas lassen manchmal auch orale Dienste durch den Gast zu, erwiedern diese aber meist nicht. Selten bieten Dominas Geschlechtsverkehr an, ggf. dann nach ihren eigenen Regeln und meist nicht verbindlich buchbar. Wenn eine Domina in ihrer Präsentation angibt, keinerlei Intimkontakt anzubieten, dann ist das meist auch so gemeint &#8211; bitte verschone sie mit Wünschen nach Ausnahmen.</li>
<li><strong>Die Jungdomina.</strong> Oft eine Domina in Ausbildung, dann auch &#8220;Lerndomina&#8221; genannt. Wirkt meist in einem größeren Studio zunächst als Zuschauerin oder Assistentin erfahrenerer Frauen mit oder führt erste eigene Sessions mit technisch weniger anspruchsvollen Pratiken durch. Die körperliche Berührbarkeit entspricht der Domina, und Profi-Domina ist auch ihr Ausbildungsziel. Gelegentlich wird &#8220;Jungdomina&#8221; auch noch für bereits etwas erfahrenere Dominas verwendet, die aber noch jung an Jahren sind.</li>
<li><strong>Die Hobby- oder Privatdomina.</strong> Sie agiert ausserhalb eines professionellen Studios, entweder in ihrem Wohn- oder Schlafzimmer, in einem privaten Spielzimmer, oder im Rahmen von Haus- und Hotelbesuchen. Hobbydominas haben meist eine eigene SM-Neigung (was für viele, aber nicht alle Profi-Dominas ebenfalls gilt) und empfangen zahlende Gäste nebenberuflich. Sie sind meist &#8220;weniger professionell&#8221;, was positive Aspekte wie mehr Zeit für den einzelnen Gast bei günstigeren Preisen, aber auch negative Aspekte wie weniger Praxis und Kompetenz, einen eingeschränkten Service und komplizierte Erreichbarkeit beinhalten kann. Hobbydominas werben im allgemeinen damit, dass sie ihre Gäste stärker nach passenden Neigungen und Sympathie selektieren und dass ihre Sessions weniger Dienstleistungs-Charakter besitzen als bei einer hauptberuflich professionell arbeitenden Dame. &#8220;Privatdomina&#8221; kann entweder eine andere Bezeichnung für eine Hobbydomina sein, oder für Dominas stehen, die dem Studioalltag den Rücken gekehrt haben, um künftig Gäste in ihren eigenen Räumen zu empfangen, oft nur noch nebenberuflich. Gelegentlich ist die Privatdomina eine ganz normale Profi-Domina, die in ihrem Studio lediglich allein ohne Team agiert.</li>
<li><strong>Die Bizarrlady.</strong> Bizarrladies treten unter vielen Synonymen auf, beispielsweise auch als &#8220;Dommaitressen&#8221;, &#8220;Bizarr-Engel&#8221;, &#8220;Bizarr-Luder&#8221; etc. Diese Gruppe ist sehr divers. Du kannst meist &#8211; aber auch nicht ganz sicher &#8211; davon ausgehen, dass Bizarrladies zu &#8220;normalem Sex&#8221;, sprich Französisch und Verkehr bereit sind und diesen auf Wunsch in Fetischbekleidung ausführen. Manche Bizarrladies unterscheiden sich von nicht-bizarren Huren vor allem durch besonders &#8220;versaute&#8221; Praktiken, also härtere Verbalerotik oder (machmal gegenseitige) Spiele mit Körperausscheidungen. Es gibt Bizarrladies, die in BDSM-Praktiken versiert sind, entweder rein aktiv oder als aktiv-passive Switcherin. Du solltest nicht davon ausgehen, dass eine Bizarrlady SM-Techniken grundsätzlich besser oder schlechter beherrscht als eine Domina &#8211; beides ist möglich, je nachdem, welche Frauen du vergeichst und welche Bedürfnisse du hast. Es gibt eine gewisse Tendenz dazu, dass SM-Profis mit zunehmender Erfahrung weniger berührbar werden, aber das lässt sich nicht verallgemeinern.</li>
<li><strong>Die Zofe.</strong> Ist entweder passiv oder switcht mit passivem Schwerpunkt. Oft körperlich nahbare Assistentin einer Domina in Sessions zu dritt, aber meist auch durch aktive Gäste oder Switcher allein zu buchen. Die meisten Zofen bieten Französisch und Geschlechtsverkehr als Teil ihres Repertoires an, der Schwerpunkt liegt aber mehr bei BDSM-Praktiken und Rollenspielen. &#8220;Lustzofen&#8221; sind meist weniger für passive Schmerzspiele zu haben, sondern mögen es vor allem, ihr Gegenüber nach dessen Wünschen bedienen und zu verwöhnen und können im Rahmen dessen auch aktiv werden. Dominante Masochisten beispielsweise sind mit einer Zofe oft am besten bedient.</li>
<li><strong>Die Sklavin.</strong> Ist devot (unterwürfig) und/oder masochistisch (schmerzgeil). Die Möglichkeiten und Tabus sind bei Sklavinnen (manchmal auch &#8220;Sklavias&#8221; genannt) ausgesprochen unterschiedlich und immer der jeweiligen Präsentation zu entnehmen oder individuell zu erfragen. Es gibt zum Beispiel Sklavinnen, die extreme Schmerzspiele lieben und körperlich sehr belastbar sind, aber keinen Geschlechtsverkehr zulassen. Manche lieben passive Spiele mit Körperausscheidungen, empfangen Natursekt oder Sperma auf dem Körper oder nehmen sogar Körperflüssigkeiten auf, andere bieten nichts dergleichen an und arbeiten ausschließlich &#8220;safer&#8221;. Es gibt Sklavinnen, die sich als sehr devot und &#8220;in allen Körperöffnungen benutzbar&#8221; anpreisen. Manchmal beginnt das Rollenspiel schon bei der Kontaktaufnahme, oder die Hausherrin führt das Vorgespräch und übergibt die Sklavin dann dem zahlenden Gast (es gibt sowohl Gäste als auch Sklavinnen, die genau diese Vorgehensweise bevorzugen). Manchmal ist aber auch ein Vorgespräch zu zweit auf Augenhöhe unerlässlich, bevor die Beteiligten in das vereinbarte Machtgefälle eintauchen.</li>
</ul>
<p><br/><br />
Nun hast du also einen Überblick über die verschiedenen Arten von SM-Sexworkern, vielleicht schon eine Ahnung, welche Kategorie(n) am besten zu deinen Wünschen und Vorlieben passen könnte, verschiedene Websites besucht oder Info-Bänder abgehört. Einige Texte und Fotos haben dich angesprochen und deine Phantasie beflügelt. <strong>Nach welchen Kriterien solltest du nun weiter selektieren?</strong> Auch hierzu einige Tipps.</p>
<ul>
<li>Suche deine Favoritin bitte, bitte nicht ausschließlich nach <strong>Optik</strong> aus. Natürlich ist es wichtig, dass dir die Frau auch äußerlich gefällt, mit der du eine intensive Zeit verbringen wirst, und vielleicht hast du sogar einen wichtigen Fetisch für ein bestimmtes körperliches Attribut. Aber bitte beziehe immer auch ihr Repertoire, ihre Erfahrung und ihre Persönlichkeit mit ein. Dazu kommt, dass Bilder lügen können &#8211; ich kenne sowohl Frauen mit einem Wahnsinns-Charisma, die Kameras hassen und auf Fotos dementsprechend nie ihre Ausstrahlung angemessen zur Geltung bringen können, als auch Photoshop-Künstlerinnen, deren Bilder im anderen Extrem nicht mehr viel mit der Realität gemein haben. Selbst wenn dir die Optik sehr wichtig ist, mache dir ggf. auch persönlich ein Bild.</li>
<li>Die von ihr angebotenen <strong>Praktiken</strong> sollten mit deinen Wünschen übereinstimmen. Das ist im Prinzip logisch &#8211; erwarte aber nicht, dass wirklich jedes kleinste Detail und jeder Fetisch auch auf einer Website angegeben sind. Es gibt Frauen, die lange Listen veröffentlichen und jede Praktik detailliert und in diversen Varianten beschreiben. Aber auch, wenn nicht speziell aufgeführt ist, dass die Herrin sich selbstverständlich gern ihre Füße von dir in Kölnisch Wasser tunken und mit Penaten-Babypuder behandeln lassen möchte, um anschließend zu den Klängen von Mozarts kleiner Nachtmusik auf deinem Geschlechtsteil auf- und abzulaufen, ist bei einer Frau, die einfach nur &#8220;Fußerotik und Trampling&#8221; in ihrer Liste stehen hat, eine Anfrage vielleicht nicht völlig aussichtslos. Wenn die generelle Richtung an Interessen übereinstimmt und deine Wünsche nicht explizit als Tabu gelistet sind, frage nach!</li>
<li>Wenn du noch nicht viel Erfahrung im Umgang mit Profis gesammelt hast und Werbeaussagen noch nicht gut einschätzen kannst, <strong>fange lokal an</strong>. Hier ist es am einfachsten, nach dem Vorgespräch auch wieder zu gehen, wenn du dir unsicher bist. Wer schon viel Zeit und Geld in die Anreise gesteckt hat, neigt dazu, weniger auf sein Bauchgefühl zu hören, falls das sagt, dass es zwischen dir und der Lady nicht passt.</li>
<li>Wenn dir eine bestimmte Kleidung oder ein Spielzeug als <strong>Fetisch</strong> besonders wichtig sind, und eine Frau, die ansonsten deinen Vorstellungen entspricht, das entsprechende Accessoire nicht besitzt, frag nach, ob du es mitbringen darfst oder ob ihr gemeinsam einkaufen gehen könnt. Dieses Vorgehen ist schneller zielführend als ewig nach einer Lady zu suchen, die zufällig über die entsprechenden Dinge verfügt, und manchmal sogar günstiger, wenn ansonsten zu einem weiter entfernten Studio Anfahrtskosten anfallen. Zugunsten eines jederzeit ersetzbaren Kleidungsstücks Kompromisse bezüglich anderer Übereinstimmungen zu machen, ist ganz besonders wenig sinnvoll.</li>
<li><strong>Spontan oder geplant</strong>? In Laufhäusern, Bordellstraßen und größeren Studios kannst du meist spontan vorbeischauen oder hast als neuer Interessent auch gar nicht die Möglichkeit, einen verbindlichen Termin zu vereinbaren. In kleineren Studios oder bei Hobby- und Privatdominas ist ein verbindlicher Termin eher angeraten, wenn nicht sogar unbedingt notwendig. Ob du lieber spontan und kurzfristig deiner Lust folgen möchtest oder ob eine Zeit der Vorfreude dein Vergnügen noch erhöht, ist meist eine Typfrage &#8211; manchmal ergibt sich die Vorgehensweise auch aus deinen Vorlieben, da komplexere Szenarien ggf. auch seitens der Lady eine Vorbereitung erfordern.</li>
<li><strong>&#8220;Verbraucherschutz&#8221;-Foren</strong>, in denen sich die Besucher und Gäste von SM-Profis untereinander austauschen, können eine wertvolle Informationsquelle sein. Im Gegensatz zu den meisten Freierforen im normalen Paysex-Bereich ist der Umgangston in den SM-Foren meist höflich und gemäßigt, so dass viele Dienstleisterinnen diesen Austausch gern unterstützen und sich (so erwünscht) manchmal auch persönlich beteiligen. Nimm die Inhalte dort allerdings nicht völlig kritiklos hin &#8211; es werden auch hin und wieder &#8220;Sessionberichte&#8221; aus Gefälligkeit oder gegen Naturalien geschrieben, oder Profis haben Zweitaccounts, unter denen sie sich selbst loben oder ihre Konkurrentinnen schlecht machen. Wer seinen gesunden Menschenverstand nicht am &#8220;Eingang&#8221;-Button zurücklässt, sollte aber recht problemlos relevante Daten von offensichtlichen Werbefeldzügen unterschieden können.</li>
<li>Wenn du <strong>Preise</strong> vergleichen möchtest, erkundige dich immer, was im jeweiligen Preis enthalten ist. Wird rein nach der miteinander verbrachten Zeit abgerechnet oder gibt es Aufpreise für bestimmte Praktiken oder Verbrauchsmaterialien? &#8220;Eine Stunde&#8221; können selbst ganz ohne Betrug und Abzock-Absichten 60 Minuten vom Betreten des Etablissements bis zum Verlassen desselben bedeuten, oder ein gut einstündiges intensives Spiel plus ausführliches Vorgespräch, Chill-out, Nachgespräch und Zeit zum duschen vor und nach der Session. Bezahlst du beispielsweise im ersten Fall für &#8220;die Stunde&#8221; 180, im zweiten für &#8220;die halbe Stunde&#8221; 150 Euro (und für eine Stunde 250), hast du wahrscheinlich mit der halben Stunde im &#8220;teureren&#8221; Studio für weniger Geld entspannter und mehr Zeit vor Ort verbracht als bei dem vermeintlichen Schnäppchen.</li>
<li>Die letzte Entscheidung sollte immer im <strong>persönlichen Gespräch</strong> fallen. Die meisten seriösen Studios bieten entweder explizit kostenlose und unverbindliche Gespräche zum Kennenlernen an, oder die Damen haben zumindest Verständnis dafür, wenn du im Gespräch feststellen solltest, dass die Chemie doch nicht passt. (Bei Haus- und Hotelbesuchen fällt in diesem Fall u.U. eine Pauschale an, und es gibt einige wenige Studios, in denen dies auch der Fall ist. Das solltest du ggf. im Vorfeld einer Buchung klären.) Wenn du von vornherein nur ein Infogespräch möchtest, frage bitte bei der Terminvereinbarung auch danach, damit du der Frau nicht die Zeit für eine ganze Session blockierst.</li>
</ul>
<p>Ich wünsche viel Spaß beim &#8220;Shoppen&#8221; und Erfolg bei der Wahl deiner Traumfrau!<br />
<br/></p>
<p>Ich freue mich über Kritik, Fragen und Ergänzungen (auch von mitlesenden Kolleginnen) in den Kommentaren.<br />
<br/><br />
<strong>Dieser Artikel ist Teil des <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/06/der-bizarr-paysex-ratgeber/">Bizarr-Paysex-Ratgebers</a>:</strong></p>
<ol>
<li>Die Wahl der passenden Spielpartnerin</li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/die-kontaktaufnahme/">Die Kontaktaufnahme</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/04/session-vorbereitung/">Session-Vorbereitung</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/tipps-fuer-ein-erfolgreiches-vorgespraech/">Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch</a></li>
<li><a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/05/nachsorge/">Nachsorge Teil I (körperlich)</a> &#8211; <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/07/emotionale-nachsorge/">Teil II (emotional)</a></li>
</ol>
<p>Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren <a href="http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/rubrik/einsteiger-tipps/">Einsteiger-Tipps</a> interessieren.</p>
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		<title>Wunschzettel und Drehbücher</title>
		<link>http://blog.bizarrlady-undine-hamburg.de/2010/02/wunschzettel-und-drehbuecher/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 16:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Undine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsteiger-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Sexwork]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschzettel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schimpfwort der SM-Szene: Der &#8220;Wunschzettelsklave&#8221;.
Er hat sehr genaue Vorstellungen davon, wie seine Herrin sich zu präsentieren und was sie ihm anzutun hat, seine Unterwerfung ist an wohldefinierte Bedingungen geknüpft. Natürlich möchte a) kein Passiver ein &#8220;Wunschzettelsklave&#8221; sein und b) keine wahrhaftige Herrin möchte sich mit so jemandem abgeben.
Ich sage: Liebe Passive, steht zu euren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schimpfwort der SM-Szene: Der &#8220;Wunschzettelsklave&#8221;.</p>
<p>Er hat sehr genaue Vorstellungen davon, wie seine Herrin sich zu präsentieren und was sie ihm anzutun hat, seine Unterwerfung ist an wohldefinierte Bedingungen geknüpft. Natürlich möchte a) kein Passiver ein &#8220;Wunschzettelsklave&#8221; sein und b) keine wahrhaftige Herrin möchte sich mit so jemandem abgeben.</p>
<p>Ich sage: Liebe Passive, steht zu euren Wünschen und zu eurem Kopfkino, gerade bei einer professionellen SM-Dienstleisterin. Und wenn es eine möglichst exakt umgesetzte Phantasie sein soll, dann müsst ihr vielleicht ein paar Damen mehr befragen, bis sich jemand in eurem Film wiederfindet. Aber eure Wünsche sind unser Job, und eure Zufriedenheit unser Vergnügen &#8211; ehrlich! <span id="more-7"></span></p>
<p>Ich unterhalte mich immer wieder mit Gästen und Interessenten, die in SM-Klischees gefangen sind, und zwar nicht deshalb, weil ihre geheimsten Neigungen zufällig einem Klischee entsprächen (auch das gibt&#8217;s natürlich und das ist auch okay), sondern weil sie sich nicht trauen zu formulieren, was sie wirklich reizt, und sich stattdessen damit zufriedengeben, was &#8220;ein Sklave zu tun hat&#8221;.  Ich ernte immer wieder große Augen, wenn ich beispielsweise jemanden, der sich zwecks einer &#8220;Rohrstockerziehung&#8221; bei mir einfindet, frage, ob es denn in erster Linie die &#8220;Erziehung&#8221; (also das Rollenspiel) ist, das ihn reizt, oder ob ihn schlicht die Druckwellen durch das Becken erregen, die so ein Schlaginstrument auf einem Hinterteil verursacht. Denn das sind zwei elementar unterschiedliche Spiele, die sich natürlich wunderbar kombinieren, aber auch probemlos unabhängig voneinander genießen lassen. Und es sind längst nicht die einzig möglichen Motivationen für eine Flag- und Spankingsession.</p>
<p>Macht euch darüber Gedanken, was euch wichtig ist, was euch antreibt, und wenn ihr zum Beispiel im e-mail-Kontakt eine Phantasie beschreibt, lasst mich wissen, ob es sich um eine Inspiration für mich handelt, oder ob ihr diese Phantasie möglichst genau umsetzen wollt.</p>
<p>Ein  gewisser  Rahmen  macht  meines  Erachtens entspannte Kreativität überhaupt erst möglich &#8211; es sei denn, man kennt sich bereits sehr gut. Ich   bin   mehr   an  den  Reaktionen  und  Gefühlen  meiner  &#8220;Opfer&#8221; interessiert als an bestimmten Praktiken, und mit welchen Methoden ich erreichen  kann, was ich möchte, ist immer individuell. Das lässt sich entweder  nach  und  nach  im  gemeinsamen Spiel herausfinden, oder es entsteht  ein  gewisser  Vorsprung durch Kommunikation im Vorfeld. Eine Mischung  von  beidem  halte  ich  für  optimal,  daher  ist mir eine &#8220;Wunschliste&#8221;  durchaus wertvoll.</p>
<p>Eine  gute  Domina  zeichnet  sich dadurch  aus,  dass  sie die Phantasien ihres Passiven als Inspiration aufgreift und dann zu ihrem eigenen Spiel macht. Bei  einem  sehr exakten Drehbuch wechsle ich den Modus von kreativer Dominanz  zur  Schauspielerei,  was  ebenfalls  legitim  ist und allen Beteiligten  Spaß  machen kann. Schwierig wird es lediglich dann, wenn ein  Kandidat  auch  außerhalb  der  eigentlichen Session die Illusion braucht, ich wäre nun ganz zufällig von allein und aus überschäumender Naturdominanz darauf gekommen, sein Kopfkino eins zu eins umzusetzen &#8230;</p>
<p>Ein Drehbuch umzusetzen ist ein anderer Ansatz, als meiner persönlichen Neigung und Kreativität im Rahmen der Interessen meines Gegenübers freien Lauf lassen zu können und hat mit Dominanz nichts zu tun. So what? Wir inszenieren stattdessen gemeinsam eine hoffentlich großartige Show. Der Gast ist Mitspieler, Regisseur und Publikum, und ich Star und Muse zugleich.</p>
<p>Ich setze Drehbücher unter folgenden Voraussetzungen um: wenn mir die mir zugeschriebene Rolle zusagt, wenn der Inhalt realistisch ist, und solange das Ganze in einem Umfang bleibt, den ich mir merken kann (oder es dem Gast nicht die Illusion zerstört, wenn ich das Skript mit in die Session nehme und ab und an reinschaue). Was natürlich heisst, dass ich auch Drehbücher ablehne, die diese Kriterien nicht erfüllen.<br />
Mit diesem Ansatz habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und viel Spaß und glückliche Spielpartner gehabt.</p>
<p>Und: ich finde klar abgesprochene Drehbücher wesentlich angenehmer als den Anschein von Submissivität gepaart mit penetrantem Topping from the Bottom (&#8220;könnte die Herrin mal dies und würde die Herrin mal jenes&#8221;). Zum einen, weil ich bei einem Drehbuch vorher weiss, worauf ich mich einlasse (oder eben nicht), zum zweiten, weil Dominanz für mich ein anderer Headspace ist als Schauspielerei und ich im Dominamodus recht ungehalten reagiere, wenn jemand versucht, mir allzu exakte Vorschriften zu machen. Von Ehrlichkeit im Vorfeld haben also alle Beteiligten mehr.</p>
<p>Und wer immer noch der Meinung ist, ein &#8220;echter Sklave&#8221; habe keinerlei Wünsche zu äußern und alles zu tun und zu ertragen, was seine Göttin von ihm verlangt, den möchte ich gern erleben, wenn sie sagt, &#8220;leg dein Geld hin und geh wieder, ich möchte gerade lieber ein Buch lesen.&#8221;</p>
<p>In diesem Sinne: Wunschzettel zu mir!</p>
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