Archiv für die Kategorie ‘Einsteiger-Tipps’

Barrierefreies Dominastudio

Freitag, 3. September 2010

Anlässlich einer spannenden Begegnung heute mit einem rollstuhlfahrenden Gast (nicht der erste in unseren Räumen in der Brennerstraße) hier meine Sicht zum Thema BDSM und Körperbehinderung.

Vorweg: Ja, es ist wirklich okay für mich, mit Leuten zu spielen, die körperlich behindert sind. Es gibt in meinem Bekanntenkreis zwei rollstuhlfahrende SMerinnen, eine Sexualberaterin und eine Sexualbegleiterin, ebenfalls beide pervers, daher wird das Thema immer mal wieder diskutiert. Einige meiner besten Freunde (und für mich schließen Freundschaft und Sex einander nicht aus) sind schwerbehindert bzw. chronisch krank. Ich habe und hatte in meiner professionellen Karriere verschiedene Gäste mit Behinderung, und es war bisher nie ein Problem.

Ich mag Menschen. Ich bin ein Sex-Geek, das heisst, dass ich Sexualität in allen Facetten in Theorie und Praxis unglaublich spannend finde. Ich lasse mich gern ein auf die Phantasien und die Realitäten meines Gegenübers, dazu gehören Rahmenbedinungen wie emotionale Tabus genauso wie körperliche Einschränkungen. Ich habe kein „Programm“, was ich abspule, und nachdem jede Session ohnehin eine Maßanfertigung ist, ist es für mich nicht wichtig, ob ein spezieller Wunsch auf einer besonders verbogenen Gehirnwindung oder besonders verbogenen Beinen beruht. 😉 (mehr …)

Tutorial: Schwanzbondage

Samstag, 14. August 2010

Die Basis für CBT (Penis- und Hoden-„Folter“) aller Art: Eine sichere Bondage. Für ernstzunehmendes Ballbusting (Tritte) oder mehr als angedeutete Schläge im männlichen Genitalbereich ist eine Bondage mindestens des Hodensacks sogar eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, da so das Risiko für ein Verdrehen der Samenleiter oder eine Verlagerung der Hoden in den Bauchraum minimiert wird.

Auch bei autoerotischer Betätigung (das ist das, was du tust, während du dir ausmalst, was deine Lieblingssadistin wohl beim nächsten Besuch mit dir anstellen könnte) ist eine solche Bondage eine feine Sache, daher ist diese Anleitung nicht nur für Kolleginnen interessant. (mehr …)

Emotionale Nachsorge

Samstag, 17. Juli 2010

Die Versorgung körperlicher Blessuren nach einer BDSM-Session habe ich im ersten Nachsorge-Artikel des Bizarr-Paysex-Ratgebers behandelt. Hier soll es nun um den Umgang mit Nachwirkungen emotionaler Art gehen.

BDSM wirkt für viele Menschen tief in der Psyche und kann unerwartete, mitunter schwer zu kontrollierende Gefühle auslösen. Das ist grundsätzlich kein Grund zur Beunruhigung, solange der richtige Umgang mit der Situation dazu führt, dass sich die Gefühlslage der Beteiligten früher oder später auch wieder normalisiert. Auch Tage nach einer Session kann es noch zu Gefühlsschwankungen kommen – von einer milden Form von Größenwahn („Nach dem, was ich da überstanden habe, kann mir nichts mehr passieren, ich bin unzerstörbar!“) bis hin zu plötzlichen Schüben depressiver Verstimmung.

Aber der Reihe nach: (mehr …)

Der Bizarr-Paysex-Ratgeber: In fünf Schritten zur perfekten Session

Montag, 28. Juni 2010

Inhalt:

  1. Die Wahl der passenden Spielpartnerin
  2. Die Kontaktaufnahme
  3. Session-Vorbereitung
  4. Tipps für ein erfolgreiches Vorgespräch
  5. Nachsorge Teil I (körperlich)Teil II (emotional)

Bewusst gibt’s hier keine „Neunundsechzig Sklavenregeln“ und andere Normen für sadomasochistische Sexualität. Was innerhalb einer Session geschieht, ist eine Frage von Konsens, gegenseitigem Respekt und Wahrung individueller Grenzen der Beteiligten, und damit eine höchst persönliche Angelegenheit. Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich mit dem organisatorischen Davor und Danach – das Dazwischen findet seine Grenzen lediglich in deiner Kreativität und der deiner Gespielinnen und Gespielen.

Wenn du den Ratgeber hilfreich fandest, könnten dich auch meine weiteren Einsteiger-Tipps interessieren.

Unvergessliche erotische Abenteuer wünscht
Undine

Safer Spanking

Montag, 21. Juni 2010

Keine Sorge, das hier wird keine Neuauflage von „Bloß nicht auf die Nieren schlagen“. Über grundlegende Sicherheitstipps bei der Flagellation ist viel geschrieben worden (zum Beispiel bei Datenschlag oder im SM-Handbuch).

Ich möchte stattdessen auf einen Aspekt aufmerksam machen, der in Studios oft wenig Beachtung findet: die Vermeidung von Infektionen bei härterem Spanking, bei dem Verletzungen der Haut möglicherweise in Kauf genommen werden oder sogar erwünscht sind. Selbst der glühendste Verfechter blutiger Striemen wird sicherlich auf eine Entzündung der Wunden und damit einhergehende wochenlange Komplikationen verzichten können, von der Übertragung erster Krankheiten ganz zu schweigen. Es gibt jedoch einfache Maßnahmen, um diese Risiken zu minimieren. (mehr …)